Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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166 von 177 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Wer gesund bleiben oder werden will, ist hier richtig, 14. Mai 2007
Die Essenz dieses dicken Werkes ist schnell erzählt: Um gesund zu werden oder zu bleiben, brauchen wir (1) die für uns genetisch vorgesehene Ernährung, (2) die für uns genetisch vorgesehene Bewegung und (3) Entspannung. Alle drei Punkte erfüllen wir in der Regel nicht. Im Gegenteil, es wird für die meisten Menschen immer schwerer auch nur ansatzweise zu diesem Idealzustand zu kommen. Je mehr wir uns aber von diesem Zustand entfernen, um so größer wird die Wahrscheinlichkeit ernsthaft zu erkranken.
So wird das wohl niemand ernsthaft bezweifeln. Warum aber wird dieses Buch dann von Ärzten massiv bekämpft und warum polarisiert es so? Liebe Ärzte und liebe Verteidiger der westlichen Medizin, dieses Buch ist völlig ungefährlich. Nur sehr wenige Menschen werden so leben wie es Konz verlangt. (Ich werde das unten erklären.) Deshalb ist die ganze Aufregung umsonst. Und liebe Bewunderer des Autors, wohl kaum einer von euch wird das tun, was der Meister verlangt. Ich weiß das ziemlich genau, weil ich den Prinzipien des Autors in der Ernährung größtenteils folge und daher ermessen kann, wie schwer allein das ist. Die Aussagen von Konz über die Konsequenzen einer solchen Ernährung kann ich ausnahmslos bestätigen.
Als ich dieses Buch vor Jahren von einem Bekannten empfohlen bekam und dann las, hatte ich zwei Empfindungen. Zum einen erkannte ich zum ersten Mal systematisch, was ich irgendwie sowieso schon wußte. Man ordnet nur seine Gedanken nicht so wie jemand, der ein Buch schreiben will. Zum anderen empfand ich den Schreibstil des Autors als sehr gewöhnungsbedürftig und das Buch als dramatisch überladen. Die polemisierende und rechthaberische Art des Autors ist unnötig, weil er mit seinen Kernaussagen Recht hat. Ob man den Autor deshalb sympathisch finden muss, ist eine andere und letztlich nebensächliche Frage.
Im ersten Teil des Buches legt uns der Autor die Geschichte der westlichen Medizin aus seiner Sicht dar. Dabei werden zwei Grundprinzipien der Herangehensweise von westlichen Ärzten deutlich. Erstens sehen sie den Körper als Maschine an, woraus folgt, dass Krankheiten als Fehler in Teilen dieser Maschine begriffen werden, die man dann zweitens irgendwie von außen beheben muss, mit chemischen oder physikalischen Methoden. In dieser Denkweise vereinen sich das mechanistische Denken des 17. Jahrhunderts und die geheime Welt der Medizinmänner aus grauer Vorzeit. Konz beschreibt, wie es dieser Art von Medizin gelang, immer mehr Macht zu gewinnen. Inzwischen reicht diese Macht soweit, dass wir uns rechtssicher erklären müssen, um unseren eigenen Willen durchzusetzen. Und selbst dann ist nicht klar, ob das im Ernstfall tatsächlich reicht.
Es hat wohl wenig Sinn, sich (wie der Autor dies tut) mit der modernen westlichen Medizin anzulegen, solange wir noch frei entscheiden können, was wir machen und wen wir zu Rate ziehen oder um Hilfe bitten, sollten wir in Bedrängnis kommen.
Im zweiten Teil des Buches geht es um unsere Ernährung. Jemandem zu erklären, dass seine Ernährung falsch ist, führt mit ziemlicher Sicherheit auch zu Konflikten, denn was und wie wir essen, wird uns von Mama und Papa beigebracht. Und was uns als Kind in welcher Form auch immer eingetrichtert wurde, hat tiefe Wurzeln in uns geschlagen, wird als wesentlicher Bestandteil von uns selbst angesehen und deshalb immer verteidigt. Und wenn außerdem alle das so machen wie wir, dann kann es doch nicht falsch sein. Doch die Wahrheit wurde noch nie demokratisch gefunden. Unsere Vorfahren aus dem sogenannten Tierreich, mit denen wir zu fast 100% genetisch identisch sind, ernähren sich im wesentlichen vegetarisch und dabei vorrangig von Blättern und Obst. Alle Argumente, die gegen diese uns also genetisch vorgegebene Ernährung sprechen, sind unehrlich und leicht zu widerlegen. Konz geht darauf ausführlich ein.
Im Rest des Buches geht es um eine "artgerechte" Bewegung und um Entspannung. Mit diesen Ausführungen macht sich der Autor auch keine Freunde, zumal er Fotos von nackten Menschen benutzt, die nicht jeder sehen will. Aber auch hier hat er mit dem Wesen seiner Aussagen Recht. Dadurch, dass wir uns kaum noch richtig bewegen, werden nur noch bestimmte Muskelgruppen gefordert. Der Rest verkümmert, und das gesamte Muskelsystem gerät aus dem Gleichgewicht. In der Folge werden die Gelenke von den Muskeln nicht mehr so bewegt, wie es unsere Körperstruktur verlangt. Vielmehr ziehen die stärkeren Muskelgruppen einseitig an ihnen, was wiederum zu vorzeitigem Gelenkverschleiß führt. In besonders drastischer Form kann man dies bei Leistungssportlern beobachten.
Was schlägt uns der Autor nun tatsächlich vor? Neben der grundsätzlich vegetarischen Rohkosternährung sollen wir so viel wie möglich Wildkräuter zu uns nehmen. Die bekanntesten Vertreter solcher Kräuter sind Löwenzahn, Giersch, Vogelmiere und Wegerich, also alles, was man gemeinhin als Unkraut bezeichnet. Und tatsächlich führt eine solche Ernährung zunächst einmal sehr schnell zu einem vernünftigen Körpergewicht, zu Wohlbefinden, Energie und Resistenz gegen eigentlich alle Krankheiten. Der Körper wird durch die Lebenskraft dieser Pflanzen, durch Obst und fetthaltige Früchte wieder selbst befähigt, sich zu schützen und neu zu organisieren. Jeder, der dies einmal konsequent durchgehalten hat, wird das bestätigen. Ißt man nach einiger Zeit dann einmal ein Stück extrem zuckerhaltigen Kuchens, dann spürt man wie schwer und müde dies bereits macht. Und man ahnt, was bei einer "normalen" Ernährung im Körper angerichtet wird.
Doch die von Konz und vor und nach ihm auch vielen anderen vorgeschlagene Ernährung macht auch einsam. Ständig muss man Erklärungen abgeben. Die üblichen gesellschaftlichen Rituale kann man ohne aufzufallen nicht mehr mitmachen, denn sie sind immer mit Essen und Trinken verbunden. Und schließlich hat man das Problem der Nahrungsbeschaffung. Nicht jeder ist freier Autor und kann sich seine Zeit einteilen. Hat man kein eigenes Grundstück, dann muss man ein verkehrfernes Plätzchen finden, an dem die oben genannten Wildkräuter wachsen. Das kostet Zeit. Und im Winter fällt man schon auf, wenn man unterm Schnee nach Vogelmiere sucht. Der besorgte Bürger stellt einem dann so seine Fragen. Wem das alles nichts ausmacht und wer darüber hinaus stark genug ist, die alten Essgewohnheiten abzulegen, der bekommt dafür ein Wohlbefinden geschenkt, von dem andere nur träumen können.
Fazit: Dieses Buch enthält schmerzliche und gleichzeitig fundamental hilfreiche Erkenntnisse, die ein ganzes Leben verändern können, wenn man sie konsequent befolgt. Vielen schwer kranken Menschen werden sie Trost und Hoffnung schenken. Leider hat der Autor diese Erkenntnisse in Polemik verpackt und mit vielen überflüssigen Mitteilungen überfrachtet. Wenn man darüber hinwegsehen kann, dann ist dies ein sehr wichtiges Buch. Wenn wir unserem Körper geben, was er braucht, sind wir geschützt, denn in ihm wirkt eine Intelligenz, mit der sich kein Verstand messen kann.
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80 von 93 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Unbequem aber wahr, 19. Juni 2003
Von Ein Kunde
Man soll nicht den Botschafter mit der Botschaft verwechseln. Es stimmt, dass Franz Konz ( der sich selbst von seinem Krebs im Endstadium mithilfe seiner daraufhin entwickelten Urmedizin heilte!) eine nicht immer angenehme Art hat, sein Wissen zu vermitteln; sein rechthaberischer Stil kann manchmal wirklich abschrecken. Dies sollte einen aber nicht davon abhalten, sich mit der unerschütterlichen Logik seiner Thesen auseinanderzusetzen. Man muss nicht mit allem einverstanden sein, (bin ich auch nicht), doch eine Menge der hier aufgeführten Fakten zwingen einfach dringend zum Nachdenken. Anstatt wie so mache(r) Rezensor(in) in heiligen Zorn zu verfallen, nur weil das Buch tief eingesessene Binsenwahrheiten in Frage stellt und attackiert, sollte man sich drauf einlassen und einfach mal ein paar Wochen das ausprobieren, was Konz seit Jahrzehnten selber vorlebt, und das bei scheinbar aussergewöhnlicher Vitalität im hohen Alter. Also erst ausprobieren, wenigstens ansatzweise, dann urteilen, man wird staunen. Zudem sind dutzende von Gesundungsfällen teils von hochrangigen Aerzten belegt. So gut wie alles , was er im Buch vorstellt ist auf mehreren hundert(!) Anhang-Seiten akribisch dokomentiert und mit jeweiligen präzisen Quellennachweisen versehen. Wer sich auf dieses Buch einlässt, sollte bereit sein, nicht nur seine eigenen Lebens- und Essgewohnheiten wenigstens in Frage zu stellen, ( auch die in bestem Gewissen gelebten), sondern auch so manche "normale" gesellschaftlich/medizinische Zustände, die unser Leben und unsere Gesundheit stark beeinträchtigen. Bei der Lektüre sind heftige Gegenreaktionen zu erwarten und angesichts unseres Festhaltens an alten und allgemein legitimierten Gewohnheiten verständlich, doch sollte bei Besinnen auf den gesunden Menschenverstand irgendwann die Empörung den Fakten Platz machen. Wie gesagt, man muss nicht mit allem einverstanden sein, was konz sagt, doch manches sollte man sich wirklich mal vor Augen führen. Alles in allem ein Mammutwerk ( fast 1500 Seiten!)an Erfahrung und Wissen, an dem der Autor sicherlich jahrelang recherchiert, ausprobiert und gearbeitet hat. Wenn man sich die Kostenexplosionen im Gesundheitswesen, die Zahl der Krankheiten und kranken Menschen und die Milliardenumsätze der Pharmaindustie mal genau ansieht, wirkt dieses Buch wie ein guter Gnsatz zur Gesundung einer wahrlich kränkelnden Gesellschaft.
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63 von 76 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Nicht ungefährlich !, 30. August 2006
Ohne weiteres ist es ein sehr informatives und hochinteressantes Werk; mit sehr vielen Aussagen des Verfassers bin ich konform aber dennoch empfinde ich sein Buch nicht als ungefährlich.
Ich bin selbst ein Vertretter der "Natural Hygiene" einer natürlichen Gesundheitslehre zu der Gründungsväter ua. Prof.Arnold Ehret und Dr.med.Herbert Shelton zählen.Nach dieser für mich sehr plausiblen Ernährungslehre,ist die Urkost des Menschen Obst und Früchte und nicht Kräuter und Blätter.Die Natur hat für den Menschen einen bunten Tisch voll von süßen Früchten vorbereitet und nicht bitter schmeckendes Grünzeug.Trotzdem eine vegetarische Rohkost,wie sie Herr Konz propagiert,ist ein mega großer Schritt auf dem Wege zur wahren Gesundheit aber....was ich als unakzeptabel in seinen Werk finde ist,die Defamierung des Ärztestandes.Ärzte und Therapeuten zu kriminalisieren,ist selbst kriminell.Selbstverständlich gibt es Fuscher und Scharlatane in der Medizin aber die gibt es überall!!! Was ich an diesem Buch sehr gefährlich empfinde ist eine mangelnde Symbiose zwischen der Allopathie und der Naturheilkunde.Herr Konz wird oft in aller Öffentlichkeit lächerlich gemacht was nicht in Ordnung ist aber Herr Konz tut es auch selber: er macht beispielsweise eine sehr effiziente Yogaform, die "Fünf Tibeter" in seinen Buch lächerlich und golorifiziert nur die Bewegungsart die seiner Meinung nach,die natürlichste für dem Menschen sei.Bei allem Respekt aber auf die Bäume zu klettern und einen Urschrei von sich zu geben,entspricht nicht meiner Natur: nicht der Natur von mir, die sich im Laufe des Evolutionsprozesses entwickelt hat.Mag sein,daß ich physiologisch gesehen, vom Affen stamme aber ein Affe bin ich nicht!Der Autor pathologisiert in seinen Buch sogar die homosexuelle Lebensart,die er als unnatürlich abwertet, was seinen Werk noch einen zusätzlichen bitteren Beigeschmack gibt.Ein Mensch der sich angeblich so intensiv an der Natur richtet,sollte sich die Bonobo-Affen anschauen,bei denen homoerotische Handlungen ein wichtiger Bestandteil deren Lebensweise sind - die armen ungesunden Bonobos.Ich finde überhaupt daß Herr Konz sehr oft beleidigend und verletzend wirkt dadurch wie aggressiv und militant er seine Thesen verbreitet.Der Fanatismus ist eben nicht nur ein religiöser Phänomen;man kann in jedem Bereich schnell fanatisiert werden.So gesund ist er selber aber auch nicht,denn Brille benötigt er immer noch. Mir ist ein 76 jähriger Mann bekannt,der durch eine vegetarische Rohkosternährung mit vorwiegend frischen Früchtekost,keine Brille mehr benötigt,die er aber noch vor ein paar Jahren brauchte.Ich vertrette zwar auch eine sehr "extreme" Ernährungslehre aber ich respektiere,daß meine Ernährungsweise für viele Menschen nicht akzeptabel ist,egal aus welchen Gründen auch immer.Ich habe nicht das recht,mich anderen aufzudrängen und andere Lebensweisen zu degradieren.Absolutheitsanspruch zu erheben,ist ein Ausdruck der Intoleranz und der Ignoranz.Schade,es könnte so ein schönes Buch sein!
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