Das Mittelalter, 9 (2004)
"Dieses monumentale Handbuch ist eine erste Bilanz jahrzehntelanger Tätigkeit der Residenzenkommission der Göttinger Akademie der Wissenschaften. ... Man könnte nun in Superlativen schwelgen, von den mehr als 600 Einzelartikeln oder den nahezu 200 Mitarbeiter(inne)n sprechen, könnte den Umfang der Informationen preisen oder die Liste der Residenzen kommentieren, unter denen selbst kleine und unbedeutende Orte nicht vergessen worden sind. Viel wichtiger aber scheint etwas anderes: Dieses Werk hat das Zeug dazu, auf Jahrzehnte hinaus ein Standardwerk zur Erforschung der Höfe und Residenzen zu werden, und dies für viele Wissenschaftsdisziplinen. Man merkt es den Artikeln natürlich an, dass die Mehrzahl der Autor(inn)en Historiker sind. Hier liegt das eindeutige Schwergewicht der Information und Darstellung. Aber der Informationsgehalt geht weit über - sagen wir - eine Modernisierung des ´Handbuchs der Historischen Stätten Deutschlands´ hinaus. ..."
Kurzbeschreibung
Das dynastisch-topographische Handbuch ist das erste von drei Handbüchern: Ein Band "Bilder und Begriffe" und ein Quellenband werden folgen. Es stellt mit Hilfe von 200 Autoren aus dem In- und Ausland erstmals in fast 600 Einzelartikeln die Höfe und Residenzen des spätmittelalterlichen Reiches vor und nimmt dabei die verfassungsgeschichtliche Realität des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation um 1500 und der Wormser Reichsmatrikel von 1521 zur Grundlage.
Der behandelte Zeitraum erstreckt sich vom Beginn des 13. Jahrhunderts bis zum Ende des Dreißigjährigen Krieges. Ausgehend von den während dieser Zeit herrschenden Dynastien werden alle geistlichen und weltlichen Reichsfürsten(tümer) mit ihren Höfen und Residenzen erfaßt, wobei das vorrangige Ziel die Wiedergabe des aktuellen Forschungsstandes ist. Zum ersten Mal werden Familien und Orte in einem umfassenden Nachschlagewerk in dieser Weise miteinander verbunden.