Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Geistreicher gehts nicht - ein Genuss !, 6. März 2001
Von Ein Kunde
Jean Guittons Buch ist mit so viel Witz geschrieben, dass es jeden Leser überrascht. Es macht Spass die Gedanken nachzuvollziehen, weil die Ironie gepaart ist mit so viel Wissen und einem philosophischem Hintergrund, der zeitlos interessant bleibt. Ich empfehle dieses Buch allen meinen Freunden, die sich für Philosophie begeistern - egal, ob jung oder alt. Übrigens ist die Übersetzung von Herrn Häussermann aus dem Französischen ins Deutsche bestens gelungen. Ein Buch, das es verdient, im "Literarischen Quartett" besprochen zu werden.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Zeit und Ewigkeit., 18. Mai 2007
Die Mängel vorweg: Die Übersetzung ins Deutsche ist NICHT kongenial, der dt. Titel schwer irreführend (frz.: "Mon testament philosophique"), überdies gibt der Verlag auf dem Umschlag das Todesjahr falsch an (richtig: 1999) und kolportiert, Guitton sei der "einzige" Laienbeobachter des II. Vatikanum gewesen, er war aber "nur" der Erstberufene. Deshalb nur 4 Sterne.
Das eigentliche Spätwerk von Guitton ist aber ein Paukenschlag. In einer völlig neuartigen Darstellungsweise gelingt ihm, heiter, durchsetzt mit Selbstironie, tatsächlich ein philosophisches Testament, ein Resumée der Gedanken eines Lebens, das in Deutschland für gewöhnlich nicht einmal ignoriert wird. Im Lande der Richter und Henker muss Philosophie irgendwie gravitätisch und hermetisch daherkommen, ob nun von Heidegger oder Habermas inspiriert. Nicht nur deshalb ist die deutsche Philosophie der Gegenwart seit dem Ableben H.G. Gadamers die totgesagteste weltweit. Woher kommt Rettung? Vom alten Thomas von Aquin. Diese Nachricht müsste Schockwellen auslösen. Bereits in "Gott und die Wissenschaft" hat Guitton die Zukunftsprognose riskiert, dass wir zum Realismus zurückkehren, sogar längst auf dem Weg zum "Metarealismus" seien. Im Stile ganz klassischer Apologie stellt Guitton hier heraus, dass "la critique de la critique" dazu führt, dass vor dem Forum der Vernunft reichlich viel dafür spricht, dass 1) Gott existiert, 2) Christus wahrer Gott und wahrer Mensch ist und 3) der Katholizismus die einzige vitale Lebensform wahrer Religion überhaupt sein wird. Das klingt ziemlich dreist für Diskursteilnehmer, deren Argumentationsmuster um 1799 eingeschlafen sind (oder auch 1901). Der Rezensent ist hier zwar parteiisch, mutmaßt aber, dass "man" Guitton noch feiern wird, als Wegbereiter eines neuen Vernunftgebrauchs, der himmelwärts stürmt.
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