Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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125 von 153 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Eine gewöhnliche Fortsetzung, 19. Juli 2005
Wie Illuminati beginnt auch Sakrileg mit einem Mord, diesmal am Direktor des Louvre der grausam verblutet mit einem Pentagramm auf dem Bauch vor Leonardo Da Vincis Mona Lisa aufgefunden wird. Robert Langdon, der Letzte der den Direktor an diesem Abend gesehen hat wird sofort als Hauptverdächtiger an den Tatort bestellt. Zusammen mit der Kryptologin Sophie Neveu entdeckt er dort allerdings eine Geheimbotschaft, die sie auf die sie auf die Spur des Da Vinci Codes und damit in Lebensgefahr bringt, während sie von der Polizei verfolgt werden...
Der Aufbau von Sakrileg erinnert stark an den ersten Robert Langdon-Roman Illuminati, auch wodurch gerade bei Lesern die diesen schon kennen meist ein Gefühl aufkommt, das sich als schlechtes Déjà-vu bezeichnen lässt. Man hat das Gefühl schon alles zu kennen, ja das Buch ist sogar nach dem gleichen Schema aufgebaut und ist fast ein Illuminati mit anderen Worten und Inhalten. Zwar ist der sprachliche Stil in Sakrileg etwas ausgewogener und noch angenehmer zu lesen, doch es fehlt dem Ganzen an Biss oder auch der Action des Vorgängers. Während man Illuminati nach einer Stunde kaum noch aus der Hand legen wollte und konnte, so kommt dieses Gefühl bei Sakrileg nur noch stellenweise und viel zu selten auf. Auch wirkt die Geschichte etwas zu vorhersehbar.
Fazit:
Im Grunde nur Illuminati in anderer Verpackung, noch dazu wurde leider etwas zu viel fragwürdiges Material aus dem Buch "Der heilige Gral und seine Erben" entnommen, was der Geschichte schadet, die etwas zu weit hergeholt und fantastisch klingt, auch wenn sich Brown auf die Authenzität aller verwendeten Fakten beruft und zahlreiche Werke zu diesen Themen als Quellen anführt.
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48 von 59 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Spannende und hochinteressante Suche nach dem heiligen Gral, 17. Juni 2004
Wieder einmal geht es um dem berühmten Harvard-Symbologen und Historiker Robert Langdon (schon aus "Illuminati" bekannt). Wieder ist eine verunstaltete Leiche mit im Spiel und wieder einmal erfährt der Leser neben der extrem Spannenden und gut durchdachten Story eine Menge über die Christliche geschichte und Kunsthistorik, die sich dem Leser aber keines wegs srörend präsentiert....eher im Gegenteil....ich habe noch nie gesehen, dass es jemand so gut versteht, Spannung und Action mit lehrreichen Inhalten zu verbinden, auch wenn es in den Geschichlichen Inhalten oft auch um umstrittene Themen geht, die zum Teil zwar kaum zu der normalen Bevölkerung durchgedrungen sind (zumindest nicht bis zu mir ;) ), laut dem Autor aber zum größten Teil wissenschaftlich belegt werden können (In dieser Hinsicht vertraue ich mal dem Autor, da ich weder die Lust noch die Zeit habe, nachzusehen, ob auch wirklich jeder geschichtliche und technische Aspekt 100 prozentig stimmt). Wer Illuminati gelesen hat und auf etwas wartet was mindestens gleichwertig ist, kann hier getrost zugreifen, wobei ich sakrileg in einigen Aspekten (aber nur in einigen) sogar besser finde.Die Geschichte spielt diesmal unter anderem in Paris wo Robert Langdon, der Held aus Illuminati ein Jahr nach dem Vorfall im Vatikan (in "Illuminati" nachzulesen) zum Hauptverdächtigen eines Mordes wird. Von der Polizei und anderen dunklen Mächten verfolgt, versucht er nun zusammen mit der Tochter des ermordeten ein uraltes Geheimnis um eine religiöse Bruderschaft zu lüften, um seine Unschuld zu beweisen und um den Täter dingfest zu machen. Die Geschichte ist trotz einiger parallelen dem Vorgänger fast ebenbürtig, auch wenn die Geschichte sich ab und an auf sehr dünnem Eis der glaubwürdikeit bewegt. Auch schön finde ich, dass wiedersehen mit Robert Langdon, der wieder die Hauptrolle übernehmen darf, auch wenn Vittoria aus illuminati schon fast wieder vergessen ist und kaum erwähnt wird. Die geschichtlichen Aspekte sind natürlich wieder herausragend und liefern unter anderem viel Munition gegen das neue Testament und einige sehr aufschlussreicher Aspekte über das Leben von Jesus und anderer Personen dieser Epoche. Fazit: Ein Buch, dass man nicht mehr aus der Hand legen möchte. Alle die auf actionreiche und spannende Unterhaltung mit tiefgründigkeit stehen, sollten bei diesem Buch aufjedenfall zugreifen. Ich würde dieses Buch jedem empfehlen, auch für Leute die noch nie ein Buch in der Hand gehabt haben dürfte dieses wohl einen der bestmöglichen Einstieg in die Welt der Literatur bieten (Solche Bücher sollten in die Schullektüre gehören, dann würdena uch wieder mehrt junge Leute lesen). Ich freue mich auf alle Fälle schon riesig auf ein neues Werk von Dan Brown und hoffe nebenbei auch auf ein baldiges Widersehen mit Robert Langdon. cU p.s.: Sakrileg ist eine alleinstehende Geschichte und benötigt keine Vorkenntnisse aus Illuminati. Ich würde aus subjektiven Gründen aber trotzdem dazu tendieren, zuerst Illuminati zu lesen.
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69 von 86 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Vorurteile über das "alte Europa" am laufenden Band, 4. April 2005
Das Buch ist ein Thriller, und an sich soll man Thriller nicht überbewerten. Es ist obendrein ein schlecht gemachter Thriller, der von haarsträubenden Zufällen und Ungereimtheiten nur so überquillt (insbesondere wenn die ersten drei Viertel der story durch die spätere Decouvrierung des Bösewichts ad absurdum geführt werden). Überdies handelt es sich um eine billige Imitation der Masche, die Umberto Eco mit weitaus höherer Intelligenz und Sachkenntnis im "Foucaultschen Pendel" vorgeführt hat: Man mische einen Cocktail aus christlicher Mythologie, antiken Geheimbünden, heutigen politischen Organisationen mit dubiosem Ruf (Opus Dei), pseudowissenschaftlichem Seemansgarn, schönen und edlen Helden sowie geldgierigen und körperbehinderten Schurken - und schon ist ein Thriller fertig. Was aber diesen Thriller besonders macht: Er ist nicht nur reine Unterhaltung, sondern jubelt der (eigentlich: US-amerikanischen) Leserschaft gezielte Vorurteile über das "alte Europa" unter. Schon die Szene, mit der der Held (was könnte die Tugenden der USA besser repräsentieren als ein gutaussehender Harvardprofessor?) eingeführt wird, spiegelt den Alptraum eines jeden Durchschnittsamerikaners wider: Ein Amerikaner wird in Paris von der französischen Polizei verhaftet. Das einzig rettende Terrain ist die amerikanische Botschaft, die zwar in Sichtweite liegt, zu der aber der Zugang versperrt ist. Diese Horrorvision wird kräftig ausgewalzt. Das französische Justizsystem wird als korrupt und willkürlich dargestellt. Französische Gefängnisse seien schlimmer als der schnelle Tod. Das was Dan Brown (vollkommen falsch) für "Interpol" hält, ist ein Netz von totaler Überwachung, das selbst die Gestapo in den Schatten stellt (da wird auch kurzerhand eine Meldepflicht erfunden, die es in dieser Form in Frankreich gar nicht gibt). Die französischen Steuern auf denkmalgeschützte (!) Häuser ruinieren ihre Besitzer. Englisch ist die einzig "reine" Sprache. Als die gesamte Mannschaft nach England flieht, ist man kollektiv froh, endlich wieder in ein "zivilisiertes" Land zu kommen. Andererseits unterstellt Brown voller Naivität, dass europäische Verhältnisse in vieler Hinsicht mit amerikanischen identisch seien: Beispielsweise wenn ein Portier einer Schweizer Privatbank einen gravierenden Fehler begeht, wird das damit entschuldigt, dass es sich um einen völlig unqualifizierten Angestellten mit einem 15-Euro-Stundenlohn handele. Ist Brown unbekannt, dass solche Schlüsselpositionen bei Schweizer Banken mit exzellent ausgebildeten und deutlich höher bezahlten Mitarbeitern besetzt werden? Um für einen Geldtransportfahrer gehalten zu werden, gibt sich der Bankenvorstand betont proletarisch, weil LKW-Fahrer in den USA wohl der untersten gesellschaftlichen Kaste angehören. Weiss Brown denn nicht, dass solche Positionen in Europa mit hochqualifizierten Fachleuten - häufig ehemaligen Kripo-Beamten - besetzt werden? Vollkommen abenteuerlich wird es, wenn ein französischer Polizeibeamter auf einmal die Kompetenzen eines englischen Innenministers aufweist, der die lokale Polizei in allen möglichen englischen Städten nach Belieben befehligen darf. Alles in allem erweist sich Europa als ein Kontinent, der für USA-Bürger höchst gefährlich ist. Warum? Weil man Europa nicht kennt. Man kennt das Justiz- und Polizeisystem nicht, das schlimm sein muss, weil es anders als in den USA ist. Mit völliger Selbstverständlichkeit wird ganz Europa als durch und durch korrupt dargestellt (insbesondere französische, italienische und englische Grenzschützer). Europa ist ein dunkler Kontinent, wo noch Mythen gedeihen und der von Geheimbünden durchzogen ist. Das ist der Stoff, der braven Amerikanern die kalten Schauer in den Nacken jagt, die man von einem Thriller erwartet. Und am Ende sind die Amerikaner natürlich die besseren (die dann auch noch das historische Erbe Europas erhalten müssen). Ich meine, der bessere Schriftsteller ist immer noch Umberto Eco - und das mit gewaltigem Abstand.
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