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38 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Super Trainerehepaar, aber ganz schwache Autoren, 25. August 2007
Viele Lehrerinnen und Lehrer, die einmal eine Fortbildung bei Norm und Kathy Green besucht haben, sind von dem charismatischen kanadischen Trainerehepaar begeistet. Sie verstehen es, deutlich zu machen, dass Unterrichtende in den Schulen sorgsam und umsichtig mit den jungen Menschen umgehen und ihnen die notwendige Anerkennung zukommen lassen sollten. In gleicher Weise machen Sie immer wieder deutlich, dass sie die Arbeit der Pädagogen zu schätzen wissen.
Das vorliegende Buch, inzwischen in der 3. Auflage, kann aber nicht an die Qualität der Fortbildungen anknüpfen. In dem auch stilistisch sehr schwachen Vorwort von Dietlinde H. Heckt heißt es, dass einige deutsche Bücher zum Kooperativen Lernen nicht an die Qualität des Buches des Trainerehepaares heranreichen. Dem muss heute, d.h. 2007 ausdrücklich widersprochen werden. Sowohl das von Anne Huber (Klett) herausgegebenen Buch wie auch das herrvorrangende Buch von Ludger Brüning und Tobias Saum (nds-Verlag) sind wesentlich praxisnäher und in ihren Beschreibungen des Kooperativen Lernens besser nachvollziehbar und gleichzeitig problembewusster hinsichtlich der Umsetzung im Unterricht.
Im hier besprochenen Buch von der Greens werden durchaus wichtige Fragen des Unterrichtens angesprochen. Wie aber Inhalte im Unterricht thematisiert werden oder wie Wissen vermittelt wird, wie mit Texten gearbeitet wird, wie Schüler Probleme lösen, all das kann er Leser nur erahnen, denn auf diese Fragen bleiben die beiden Autoren die Antworten schuldig.
Wer eine Fortbildung der Greens besucht hat, der kann unschwer erkennen, dass hier die Trainingsunterlagen, die in weiten Teilen von anderen amerikanischen Autoren stammen, übersetzt und aneinandergereiht wurden. Und die für die Praxis eigentlich bedeutsame Methodenübersicht (S. 125ff.) ist kaum mehr als eine beliebige Sammlung. Sie ist weder systematisiert, noch sind es ausgewiesen Methoden des Kooperativen Lernens. Hinzu kommt, dass einzelne Methoden derart banal sind, dass Ihre Beschreibung mir überflüssig erscheint. Wer sich davon ein Bild machen möchte, der schlage zum Beispiel einmal auf S. 129 unter dem Stichwort "Team Test Taking" nach. Insgesamt sind diese Beschreibungen so kurz, dass die Methoden für den Leser nur schwer umsetzbar sind.
Merkwürdig ist, dass im Literaturverzeichnis viele deutsche Titel angeführt werden, die die Autoren aber nur schwerlich haben lesen können, da sie nicht Deutsch sprechen.
Ich selber habe drei Fortbildungen bei Norm und Kathy Green besucht und kann sie nur jedem Lehrer und jeder Lehrerin empfehlen. Ihre Verdienste für die Fortentwicklung des Unterrichts sind unbestritten. Aber wer sich mit Hilfe eines Buches in das Kooperativen Lernen einarbeiten möchte, der sollte nach meine Einschätzung zunächst zu Saum/Brüning und dann vielleicht noch zu Huber greifen. Wer dann noch weiter lesen möchte, der kann dann sicher auch in dem Buch der Greens die eine oder andere Idee finden. Als Einstieg oder Grundlage ist das Buch aber völlig ungeeignet. Und eine Empfehlung des Buches für Referendare und Berufsanfänger muss als fahrlässig bezeichnet werden. Kooperatives Lernen bereichet Schule und Unterricht, das kann von dem Buch aber leider nur mit Einschränkung gesagt werden.
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23 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Eigentlich gar kein Stern, 2. März 2006
Bei diesem Buch handelt es sich um eine grauenhaft schlechte Übersetzung aus dem Englischen.
Beispiele für die Defizite des Buches:
1. Es wird nicht wie in der englischen Sprache unterschieden zwischen "cooperative" und "collaborative" learning. Dies ist aber sehr wichtig, da Norm Green eindeutig eine Kombination aus beidem meint.
2. Das Buch berücksichtigt nicht die Unterschiede zwischen amerkanischen und deutschen Kindern und Jugendlichen. Erstere sind oft noch viel unselbständiger und individualistischer.
3. In dem Buch wird verlangt, dass jeder verpflichtet ist, alles zu tun, um den zu bewältigenden Stoff zu lernen. Zum anderen müssen die Schüler Verantwortung dafür übernehmen, dass auch die anderen Mitglieder in ihrer Gruppe den Stoff verstanden haben. Ersteres ist sinnvoll, das andere nicht. Begründung: Nach der Lernforschung der letzten Jahre ist jeder für seinen Lernprozess selbst verantwortlich. Keiner kann gezwungen werden, etwas zu lernen und keiner kann die Verantwortung für sein eigenes Lernen jemand anderem übertragen. Genau dies wird aber bei dem Konzept nach Norm Green gemacht.
4. Ein positiver Punkt: Wenn man diese Verantwortungsverschiebung wegnimmt, dann fördert das Konzept alle möglichen Kompetenzen: soziale, kommunikative etc.
Die Übersetzung bleibt dennoch schlecht und ist insbesondere für Einsteiger nicht geeignet.
Wer ein wirklich gutes Buch über Gruppenunterricht lesen möchte, dem empfehle ich folgendes: Nürnberger Projektgruppe: Erfolgreicher Gruppenunterricht
Dieses Buch hat mir wirklich geholfen, besseren Gruppenunterricht zu machen und ist auch für Einsteiger wärmstens zu empfehlen. Und: Es basiert auf empirischen Studien in Deutschland!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Geniales Konzept - schlechtes Buch, 23. September 2009
Effizienz und Nutzen des kooperativen Lernen will ich hier gar nicht diskutieren - sie sind in meinen Augen unbestritten.
Allerdings ist dieses Buch nicht wirklich geeignet, einem Interessierten das kooperative Lernen nahe zu bringen. Zuerst werden Forschungsergebnisse zum KL, Merkmale guten Unterrichts, Komponenten des Selbstwertgefühls u.ä. geschildert, was für die pädagogische Praxis einfach unnütz ist. Dazwischen finden sich Kapitel, die viel versprechen (wie beispielsweise "Wie initiieren Sie Teambildung und wie begleiten Sie Teamentwicklung?"), aber dann auf ganzer Linie enttäuschen. Ich bin mir nicht sicher, ob die Informationen (bspw. in dem eben genannten Kapitel) für einen Einsteiger in KL überhaupt irgendeinen Sinn ergeben. Zum Einsatz von KL im Unterricht leiten sie jedenfalls nicht an - es sei denn, man investiert eine Menge Zeit, um die angeschnittenen Themen auszuarbeiten.
Abschließend muss ich sagen: Hätte ich nicht vorher Bücher wie Brüning/Saum: "Erfolgreich unterrichten durch kooperatives Lernen" oder Weidner: "Kooperatives Lernen im Unterricht" gelesen, hätte ich mich von diesem Buch kaum zum Einsatz von KL im Unterricht bringen lassen. Man ist vielleicht schlauer als vorher (aber auch nur minimal), Handlungswissen ergibt sich aus dem Buch aber leider nicht. Dementsprechend kann ich wirklich nur noch einmal Brüning/Saum empfehlen. Dort steckt im Endeffekt auch Green drin, aber mit handlungsorientierter Anleitung und ohne Sätze wie "Schauen Sie aus nach einem Gruppenleiter."
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