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von Gian Enzo Sperone
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Der Ausstellungskatalog der Schirn Kunsthalle Frankfurt Julian Schnabel. Malerei 1978-2003 versammelt die Gemälde Schnabels von den frühen figurativen Anfängen über die zurückhaltend farbigen Bildern der 80er-Jahre bis hin zu den breitstrichigen Arbeiten der 90er-Jahre sowie der Jahrtausendwende, die in ihre komplexe Zeichensprache auch die Schrift mit einbeziehen; wobei natürlich auch die berühmten "Scherbenporträts", die Collage-Elemente integrieren und die dargestellten Figuren "fragmentarisieren", Beachtung finden. Fotos dokumentieren den Arbeitsprozess Schnabels. Kluge Aufsätze unter anderem von Max Hollein, Robert Fleck oder Maria de Corral beleuchten die Wechselwirkung von Werk und Publikum, vergleichen die Arbeiten des Künstlers mit denen von William Gaddis oder weisen hin auf den Zusammenhang von "Malerei und Verführung".
Alles in allem also ist Julian Schnabel. Malerei 1978-2003 ein überaus gelungener, reich bebilderter Band, der zeigt, warum der New Yorker Künstler bis heute ganz zu Recht als einer der innovativsten und ausdrucksstärksten Maler der Gegenwartskunst zu gelten hat. --Isa Gerck
Der Name des New Yorker Künstlers Julian Schnabel gilt in der Gegenwartskunst als Synonym für großformatige ausdrucksstarke Malerei. Seit seinen ersten Aufsehen erregenden Ausstellungen in den USA und Europa in den 1980er Jahren wurde Schnabels Werk als neuer Höhepunkt der in den Jahren zuvor für tot erklärten Malerei gefeiert. Der 1951 geborene Künstler beherrscht wie kaum ein anderer den Umgang mit großen Leinwänden und unterschiedlichsten Materialien. Fragmentierung und Überlagerung spielen sowohl in materieller als auch in inhaltlicher Hinsicht im Werk Schnabels eine große Rolle. So folgen die Arbeiten des Künstlers keinem einheitlichen Stil, sondern verbinden Ölmalerei und Collage, klassische Bildelemente der Kunstgeschichte mit neo-expressionistischen Versatzstücken ebenso wie Figuration und Abstraktion, Geste und Struktur. Die Veröffentlichung liefert mit einer breiten Auswahl an Gemälden einen Überblick über Schnabels vielfältiges Werk, ein Schwerpunkt liegt dabei auf Arbeiten der 1990er Jahre und der Gegenwart.
Ausstellung: Schirn Kunsthalle Frankfurt 29.1.2004-25.4.2004 Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofia, Madrid 3.6.-13.9. 2004
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