Aus der Amazon.ch-Redaktion
Kochbücher, die sich ausschließlich mit Speisen, Zutaten, Anleitungen und Tipps beschäftigen, sind eine Seltenheit geworden. Heute gibt es Kochbücher mit aufwendigen Fotos von den jeweiligen Regionen, aus denen die Rezepte stammen, oder es werden solche mit hübschen Zeichnungen vorgestellt. Bei den
Rezepten aus dem Emmental handelt es sich um eine Menge alter, dem Geschmack von heute angepasster Rezepte, die Autor Fritz Gfellner ausgesucht hat. Garniert werden die Texte mit humorigen, gar nicht heimeligen Zeichnungen von René Bürki und mit Texten des Schweizer Pfarrers und Schriftstellers
Jeremias Gotthelf. Gotthelf war im 19. Jahrhundert Pfarrer im Emmental, einer Landschaft im Kanton Bern. Dort entstand auch der Emmentaler Käse.
Gotthelf gilt als einer der bekanntesten Schweizer Dichter des Realismus, er machte den Bauernroman und die Dorfgeschichte literaturfähig. Die Freude am Essen und Trinken ist seither dieselbe geblieben, nur die Kochkunst hat sich geändert. Und so lädt die Neuauflage des Buches zur Wiederbegegnung und Neuentdeckung ein. Jedes Rezept erinnert an ein Stück von diesem Emmental, das sich in Gotthelfs Romanen und Geschichten in ursprünglichster Lebendigkeit vorfindet. Wer die Ausdrücke und Redewendungen aus dem Berner Deutschen nicht kennt, wird sich schnell einlesen -- und es wird jedem gelingen, ein "Ämmitaler Schnitzu", ein "Hagu-Hans-Gotlett" oder ein "Schylee-Rügge Gödus Suppefleisch" auf den Tisch zu zaubern. In jedem Fall stellt das Buch ein schönes Mitbringsel dar, in dem man immer wieder gerne blättert und über den einen oder anderen Gotthelf-Text oder über Bürkis Zeichenstift schmunzelt. --Elfriede Quell
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Kurzbeschreibung
Der Dichter Jeremias Gotthelf ist der Schutzpatron von "Rezepte aus dem Emmental", dem erfolgreichen Klassiker der Emmentaler Küche. Die beliebten Rezepte stammen aus Emmentaler Traditionen, wurden aber dem modernen Geschmack angepasst. Die plastischen Schilderungen und markanten Bemerkungen zum Thema Essen und Trinken aus Gotthelfs volkstümlichen Erzählungen sowie die doppelbödigen Zeichnungen von Rene Bürki geben dazu einen einmaligen Rahmen.