Aus der Amazon.de-Redaktion
KDE ist die grafische Benutzeroberfläche, die derzeit Linux zum Siegeszug durch die Endanwenderwelt verhilft. Formschön und leicht benutzbar ist KDE als freie Software mit allen Quellen erhältlich. Basierend auf der Qt-Bibliothek, die von der norwegischen Firma Troll vertrieben wird, ist KDE-Programmierung für Entwickler mit C- oder C++-Kenntnissen leicht nachvollziehbar.
Im Franzis' Verlag ist 1999 ein weiteres Handbuch zur KDE- Programmierung erschienen, das eine Einführung in die KDE Programmierung für Programmierer mit C++-Kenntnissen darstellt. Mit einem etwas anderen, sehr lehrreichen Ansatz vermittelt Uwe Thiem die Grundlagen der KDE Programmierung. Eine komplette Applikation wird Schritt für Schritt mit ausführlichen Erklärungen, Tipps und Stilhinweisen entwickelt. Der Vorteil dieser Herangehensweise liegt in der sofortigen Nachvollziehbarkeit, was das Programm leistet, und wie man diese Leistung erreicht. Die entscheidenen Themenbereiche der KDE Programmierung wie "Signale und Slots" beispielsweise -- der Umgang mit unterschiedlichen Widgets oder die Lokalisierung der Sprache -- fliessen "nebenbei" in den Lernprozess mit ein und können sofort in der Praxis erprobt werden.
Da Thiem selbst KDE Entwickler ist, kann er die Hürden und Fallstricke, die er bereits hinter sich gebracht hat, Einsteigern kompakt vermitteln. Er erspart ausserdem seinen Lesern und Leserinnen den "Denksprung" von der Referenz aller Funktionen der Qt-API hin zum lauffähigen Programm. Der Schwerpunkt des Buches liegt auf dem "Wie mache ich das eigentlich?". Sein Stil ist locker, aber nicht flapsig -- das ganze Buch liest sich gut. Thiem versorgt seine Leser zum Schluss noch mit vielen Hinweisen auf "Helferlein"; darunter zu finden sind Entwicklungswerkzeuge, KDE-Mailinglisten und andere Ressourcen, wo man KDE-Programme, Sourcen oder Dokumentationen findet.
Thiems Handbuch enthält keine Kurzreferenz oder Auflistung aller Funktionen, stellt aber ein sehr praxisorientiertes Handbuch zur KDE-Programmierung dar. Das Buch ist keine Einführung in die Linux-Welt; diese Kenntnisse und der Umgang mit Programmierung unter Linux/Unix werden vorausgesetzt. --Susanne Schmidt
Der Autor über sein Buch
Als Programmierer aus den Startlöchern kommenDie ersten Schritte als Programmierer in einer neuen Umgebung sind immer am schwersten. Das K Desktop Environment (KDE) bildet da keine Ausnahme, obwohl es dem Programmierer das Schreiben von anwenderfreundlichen und in der Bedienung konsistenten Applikationen für X leicht macht. "KDE-Programmierung" will dem Entwickler, dem KDE neu ist, helfen, aus den Startlöchern zu kommen. Das Buch ist weniger als Referenz gedacht denn als Starthilfe, die den Programmierer auf den Weg bringen möchte. Gemeinsam entwickeln wir eine KDE-Applikationen von den allerersten Anfängen bis zum vollständig ausgebauten Programm. Das Buch zeigt, wie mit wenigen Zeilen Source die von KDE angebotenen Möglichkeiten genutzt werden. Dauerhaft konfigurierbare Programme, Session Management, einheitliche Menüs, Werkzeugleisten und Statuszeilen, das KDE-Hilfesystem, Mehrsprachigkeit von Applikationen und automatisierter Make-Prozeß werden erklärt. Das Buch legt den revolutionären "Signal and Slot" Ansatz offen. Eine ausführliche Erklärung des Layout Management versetzt den Leser in die Lage, flexible Widgets zu konstruieren, die mit den unterschiedlichen Wortlängen in den verschiedenen Sprachen umgehen können. Nach Durcharbeitung des Buches und des Programms in den verschiedenen Ausbaustufen auf der beiliegenden CD ist der Programmierer in der Lage, eigene KDE-Applikationen in Angriff zu nehmen.