Die hilfreichsten Kundenrezensionen
|
|
29 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Der kleine Widerstand, 11. Januar 2000
Von Ein Kunde
Ein Plädoyer für die Menschlichkeit und gegen die Verzweiflung, für Zivilcourage auch in kleinen Dingen, auch im geringfügigen Versuch, sich gegen das Verderben aufzulehnen. Hans Fallada wollte mit diesem Buch ausdrücklich die Verantwortung der Kollektivschuld, der Schuld aller Deutschen am Zweiten Weltkrieg und am Holocaust relativieren. Er ist erneut Anwalt der kleinen Leute, ein verständnisvoller Beobachter, der sich gegen die pauschalisierende Verurteilung wehrt. In seiner mitfühlenden Geschichte eines wahren Falles lässt er das Ehepaar Quangel als aufrechte und sich nur ihrem Gewissen verantwortliche Menschen erscheinen, die ihr Möglichstes tun, um ihrem Misstrauen und ihrer Verzweiflung gegenüber dem Hitlerregime Ausdruck zu verleihen. In ihren bescheidenen Mitteln hoffen sie, mit ausgelegten Karten die anderen Menschen zum Nachdenken zu bewegen, die Menschen aufzurütteln aus ihrer verzweifelten Lethargie, ohne zu ahnen, dass ihr kleines Aufbegehren in der angstvollen Atmosphäre jener Zeit ungehört verpufft, einzig registriert von einem unerbittlichen und unmenschlichen Staatsapparat, trotzdem man hier dem Menschenfreund Fallada zugute halten muss, dass er kein Freund der Schwarz-Weiß-Zeichnung war, denn auch der Kripobeamte besitzt menschlich-sympathische Züge, trotzdem er die Staatsgewalt vertritt. Auch in ihrer Todesangst stehen sie wacker zueinander und zu ihren Taten, sie sollen ein Vorbild sein und sind. Mitfühlend, wie vom Autor geschildert, beendet auch der Leser das Buch, um eine schmerzliche, aber notwendige Erfahrung reicher. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Eine wahre Geschichte, 7. Januar 2000
Von Ein Kunde
In diesem Buch beschreit Hans Fallada die wahre Geschichte des Ehepaares Quangel im II. Weltkrieg. Die Quangels verloren den eigenen Sohn im Krieg, woraufhin sich die an sich unpolitischen Eltern zum Widerstand gegen das Regime Hitlers entschlossen. Auf anonymen Postkarten rufen sie auf zum Widerstand gegen Hitler und seine Verbrechen und müssen hierfür mit dem Leben bezahlen. Sie wurden von der Gestapo verhaftet und mussten durch die Hölle der Verhöre und Gefängnisse gehen und bezahlten zum Ende mit dem eigenen Leben für ihren Kampf. Fallada schrieb den Roman im Jahre 1945 nach den Tatsachenaufzeichnungen einer ihm zugespielten Gestapo-Akte und verfasste damit sein letztes Werk im Kampf gegen die Unterdrückung und gegen Not und Elend. Ein beklemmendes aber zeitlos aktuelles und sehr nachdenklich machendes Werk. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Wann hoert das Leben auf, lebenswert zu sein?, 10. Dezember 2009
Das Ehepaar Quangel verliert seinen einzigen Sohn im Krieg und beginnt gegen das unmenschliche Regime des Faschismus zu rebellieren. Mit diesem Roman versucht Fallada aufzuzeigen, dass es im 3. Reich Menschen gab, die nicht einverstanden waren und auch bereit, ihren Protest zu artikulieren. Nicht erst nach einem persoenlichen Schicksalsschlag und dazu bereit, die Konsequenzen zu tragen. Doch dem Aufruf, sich dem Regime zu widersetzen, wird nicht nachgekommen. Die Menschen sind in ihrer Angst gefangen, lithargisch, nicht mehr in der Lage, zwischen Recht und Unrecht zu unterscheiden. Die Quangels haben nichts mehr zu verlieren, man hat ihnen genommen, was einzig und allein von Wert gewesen ist. Ausser ihrem eigenen Leben. Doch auch das wird man ihnen nehmen, denn der Staatsapparat ist ohne Gnade, insbesondere, wenn die schweigende Mehrheit sich nicht zur Wehr setzt.
Fallada macht sich zum Chronisten einer dunklen Zeit, in der es Menschen gab, die sich, der Gefahr bewusst, dem unausweichlichen nicht zu beugen bereit waren und fuer die der Tod die bessere Alternative zum Leben schien. Erschreckend.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
Die neuesten Kundenrezensionen
|