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Fliehe weit und schnell
 
 

Fliehe weit und schnell (Broschiert)

von Fred Vargas (Autor), Tobias Scheffel (Übersetzer)
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (38 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Broschiert: 399 Seiten
  • Verlag: Aufbau Tb; Auflage: 13., Aufl. (2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3746621151
  • ISBN-13: 978-3746621159
  • Originaltitel: Pars vite et reviens tard
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 11,4 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (38 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 3.191 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

    Beliebt in dieser Kategorie:

    Nr. 3 in  Bücher > Krimis & Thriller > Nach Ländern > Frankreich

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Tag für Tag steht der bretonische Matrose Joss Le Guern an der Pariser Avenue du Maine und versucht, die schnell vorbei eilenden Passanten mit Lokalnachrichten zu versorgen. In angetrunkenem Zustand ist dem Seebären und Haudegen sein Urahn -- ebenfalls ein "Ausrufer" -- erschienen und hat ihm diesen Floh ins Ohr gesetzt. Besser als jene sehr realen Flöhe, die ihre Stiche am Hals einer Toten hinterlassen haben. Schwarz ist die Leiche, wie die Pestopfer vergangener Zeiten, und die Flöhe, an denen sie sich infiziert hat, wurden mit der Post geschickt. Kann es da ein Zufall sein, dass Joss in letzter Zeit immer häufiger Texte verliest, die die Apokalypse heraufbeschwören, "wenn Schlangen, Fledermäuse, Dachse und all die anderen Tiere in Massen auf die Felder stürmen, wenn Obst und Gemüse zu faulen beginnt und von Würmern befallen wird"? Immerhin ist die Stadt bald mit schwarzen Leichen durchzogen.

Joss ist überzeugt davon, "dass den Dingen ein geheimes, bösartiges Leben innewohnte", heißt es in Fred Vargas' Roman Fliehe weit und schnell. Und so überrascht es den Ausrufer nicht, dass viele Pariser einen Zusammenhang herstellen zwischen seinen schaurigen Meldungen und den gespenstisch ermordeten Todesopfern, an deren Türen geheimnisvolle Zeichen prangen. Auch Kommissar Jean-Baptiste Adamsberg glaubt an einen Zusammenhang, nicht aber an einen mysteriösen. Und so beginnt er mit den Mitteln der Logik in diese Richtung zu ermitteln.

Mystik-Krimis haben Hochkonjunktur, und neben allerlei Hannibal Lecters finden vor allem auch Massenmord-Thriller mit religiös gespenstisch ummäntelter Symbolik reißenden Absatz. Für Fans dieser Sparte ist Fliehe weit und schnell nachgerade der ideale Lesestoff. Man darf gespannt sein, wie viel Zeit bis zur Verfilmung noch vergehen wird. Bis dahin kann man es sich mit dem Buch ja auf dem Sofa zu gruseliger Unterhaltung gemütlich machen. --Stefan Kellerer -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

'Fred Vargas . . . ist die beste Kriminalschriftstellerin in Frankreich.' (DIE ZEIT)
'Mörderisch menschlich, mörderisch gut.' (Frankfurter Rundschau)
'Fein geschliffen wie ein Diamant.' (Liberation, Paris)

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21 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Dafür muss man die Vargas lieben!, 18. Dezember 2009
Von S. Erlemann "Media-Mania.de" (Witten) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REVIEWER)    (REAL NAME)   
Diese Rezension stammt von: Fliehe weit und schnell (Audio CD)
Joss Le Guern ist mit Leib und Seele Seemann. Doch seit er einen korrupten Schiffseigner fast umgebracht hat, bekommt er keine Anstellung mehr. Er verlegt sich auf den Beruf des Ausrufers. Wie sein Urgroßvater stellt er sich mehrmals täglich mitten in Paris auf einen öffentlichen Platz und verliest Annoncen und Mitteilungen, die ihm Kunden anonym in eine Urne gesteckt haben. Zwar sortiert er täglich einige Meldungen, die er unter "unsagbar" einordnet, aus, doch zu seiner eigenen Überraschung sichert ihm diese anachronistische Tätigkeit ein gutes Auskommen. Eine feste Stammkundschaft des Viertels rund um die Ecke Edgar-Quinet-Delambre folgt mehr oder minder interessiert seiner Lesung. Seit kurzem sind auch "Spezielle" darunter. Dies sind kryptische, nahezu unverständliche Texte, die irgendjemand für so wichtig erachtet, dass er den doppelten Tarif - immerhin zehn Franc - beilegt. Vor allem der alternde Lehrer und "Lebensberater" Hervé Ducouedic ist sehr an diesen "Speziellen" interessiert, ahnt er doch, dass diese Texte einen düsteren, bösartigen Zweck verfolgen.
Als Ducouedic sich entschließt, diese Meldungen dem Kommissar Jean-Baptiste Adamsberg vorzulegen, sieht dieser das zu seiner Überraschung genauso. Der Kommissar holt sich Hilfe bei Marc Vandoosler, einem anerkannten Mediävisten. Der kommt schnell dahinter, dass der Unbekannte mit seinen Texten eine Pest in Paris ankündigt. Adamsberg, gesegnet mit einem fotografischen Gedächtnis, erinnert sich sofort an eine nervöse Frau, die ihm von spiegelverkehrten Vieren erzählt hat, die auf zahlreichen Türen in verschiedenen Pariser Vierteln aufgetaucht sind. Diese Vieren, so erklärt Vandoosler, sind im Mittelalter als Schutz vor der Pest auf die Türen gemalt worden. Der scheinbar Verrückte kündigt also nicht nur die Pest an, er bietet gleichzeitig auch seinen Schutz an. Es handelt sich demnach nicht nur um einen so genannten Pestverkünder, sondern sogar um einen "Meister der Pest".
Als die ersten zwei Leichen mit geschwärzten Hautstellen in Paris gefunden werden, scheint eine Massenpanik unausweichlich. Doch warum, so fragt sich Adamsberg, sind die "Pestopfer" erwürgt worden und die Rattenflöhe, die bei ihnen gefunden werden, frei von dem Pesterreger?

Die Französin Fred Vargas legt mit "Fliehe weit und schnell" einen wohl durchdachten, sauber konstruierten Kriminalroman vor, der absolut einmalig ist. Nicht nur sprachlich spielt er auf einem ganz anderen Niveau wie beispielsweise so bekannte Bestseller wie "Lauf, Jane, lauf" oder "Cupido", er spielt auch auf faszinierende Weise mit den oft verwendeten Themen "Massenmord", "Panik" und "Psychotischer Täter".
Vargas, deren Sätze herrlich komplex, wundervoll gedrechselt und ausgesprochen variantenreich sind, vermeidet dabei allzu viel Brutalität, schockierende Szenen und Ekel-Passagen, wie sie inzwischen in jedem zweiten Kriminalroman zum guten Ton zu gehören scheinen. Nein, sie konzentriert sich ganz auf die zahlreichen Charaktere, die sie in die Geschichte einbaut. Dabei sind es gerade die verschrobenen, absonderlichen, merkwürdigen Menschen, denen sie sich widmet. Ihre Charaktere wirken echt, es sind unverbrauchte, fernab jeden Klischees sehr facettiert ausgearbeitete Originale, allen voran der seltsame, intuitiv vorgehende Kommissar Adamsberg. Aber auch der Täter wird sehr genau in Augenschein genommen. Seine Motive, seine psychische Gestimmtheit und sein Umfeld werden auf das Genaueste dokumentiert. Fast glaubt man gelegentlich, einen Polizeibericht zu lesen, so minutiös geht Vargas in ihrer Beschreibung der Geschehnisse vor.
Dabei vermeidet sie durch die genaue Betrachtung jedes einzelnen Menschen, den sie in ihr Panoptikum aufnimmt, jedwede Langeweile. Auch wenn die eigentliche Kriminalhandlung erst nach etwa der Hälfte der Zeit in Gang kommt, folgt man dieser Autorin doch fasziniert in die Abgründe der menschlichen Seele.

Ganz besonders wichtig war es in Hinsicht auf die sehr komplexe Handlung, die Unmenge an handelnden Charakteren und die schwierige Tätersuche, den Sprecher auszusuchen. Hier hat der Verlag sich für die arrivierte Schauspielerin Suzanne von Borsody entschieden. Und wie diese Ausnahme-Sprecherin den Romantext interpretiert, vorträgt und lebendig werden lässt, ist ein einziges Vergnügen. Ihr gelingt es spielend, die zahlreichen Fallstricke der Vorlage zu meistern und einen Spannungsbogen zu erzeugen, der bis zum Schluss hält. Sie vermag es auch im ersten Teil, der sehr betulich und fast ausufernd nach und nach Dutzende von Personen in die Geschichte einbaut, das Interesse wach zu halten und die unterschwellige Bedrohung, die den scheinbar ereignislosen Geschehnissen zugrunde liegt, spürbar werden zu lassen.

"Fliehe weit und schnell" ist ein spannender, sehr absonderlicher Kriminalroman, der nicht zuletzt dank Sprecherin Suzanne von Borsody zu einem absoluten Hörgenuss gerät. Diesen Roman muss man einfach gehört haben.

Stefan Erlemann
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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Pest in Paris, 3. Oktober 2007
Von marielan - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REVIEWER)   
Diese Rezension stammt von: Fliehe weit und schnell (Gebundene Ausgabe)
Joss LeGuern ist Ausrufer in Paris: Für 5 Francs das Stück verliest er öffentlich Nachrichten, wie man sie in Kleinanzeigen in Zeitungen entdeckt. Seit einigen Wochen finden sich darunter bedrohliche Botschaften in einer alten Sprache. Zur gleichen Zeit werden Wohnungstüren am anderen Ende der Stadt mit umgekehrten 4ern bemalt; hinter nicht markierten Türen findet man eine Leiche, von Flohbissen übersät und schwarz gefärbt. Kommissar Adamsberg muss schnell den Täter ermitteln, bevor Panik ausbricht, denn sowohl Joss' Nachrichten als auch die 4er weisen auf eine Pestepidemie hin.
Fred Vargas' Paris ist keine Metrolpole, in der Autos Stoßstange an Stoßstange die Straßen verstopfen, Leute mit Taschen und Tüten bepackt umherhetzen und an jeder Ecke Touristen Stadtpläne studieren. Es ist eine Art Miniaturkosmos im Format einer Kleinstadt, in der merkwürdige Typen absonderliche Dinge tun und Tür an Tür mit Gelehrten leben, die über ganz spezielles Wissen verfügen. Man kann in einer Frühstückspension wohnen, im Bistro gegenüber mittagessen und überleben ohne floriende Geschäfte. Dass in diesem Paris keine simplen Verbrechen geschehen, versteht sich von selbst. Ebenso einleuchtend, dass Überlegungen zur Aufklärung nur den intuitiv arbeitenden und verschlungenen Gedankengängen eines Kommissars wie Adamsberg während seiner Spaziergänge und seines Herumsitzens und Trinkens im Bistro entspringen können. Immer dann, wenn Adamsberg an die Grenzen seiner Gedanken stößt, ist einer da, dessen Wissen weiterhilft (oder der einen kennt, der mehr weiß). Gekrönt wird das Ganze von einer Lösung, die passend verschlungen-verworren-komliziert ist.
Ein Serienmörder mit alten Handschriften im Gepäck: Ob man eine Hintergrundidee kennt oder nicht, spielt keine Rolle; bei Vargas wirkt sie so frisch und unverbraucht, als hätte diese Autorin sie erfunden.
Und wie nebenbei hat man, während man nichts anderes macht als in einem Krimi zu schmökern, ein paar leeren Felder in seinem Geschichtswissen gefüllt und einige Irrtümer über die Pestkrankheit korrigiert.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Es gibt Orte, an denen weht der Geist..., 19. August 2007
... wie an der Ecke Edgar-Quinet-Delambre, wo sich Anwohner und Marktgänger tummeln, um im Vorbeigehen den Nachrichten des Ausrufers Joss Le Guerns zu lauschen ...

Alltag in Paris, ein Haufen kurioser Charaktere - zumal in einem Hotel wohnhaft, zumal Mitglieder und Vorgesetzten der hiesigen Kriminalpolizei - und Vieren, die auf Wohnungstüren gemalt ebenso Verwirrung stiften, wie die seltsamen Mitteilungen, die Joss der Ausrufer täglich seinem Publikum mitteilt, welche schließlich den ersten Pest-Toten mit sich bringen.
Ein Kriminalroman, der die Fähigkeit besitzt, Spannung zu schüren, obwohl der erste Mord über einhundert Seiten auf sich warten lässt, der den Eindruck vermittelt, Gerüche wahrnehmen zu können, der eine Waffe zieht, die uns Mittelalter wittern lässt - die Pest!

Gut strukturierter Wahnsinn, interessante Hintergründe über die großen Epidemien, sanftmütige Mystik - ohne Frage. Ein schließlich überraschender Mörder ohne überraschendes Motiv - dennoch ein sehr schwungvolles Krimierlebnis!
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5.0 von 5 Sternen Total Spannend
Die Französin Fred Vargas hat mit "Fliehe weit und schnell³ einen hoch
spannenden, äußerst ungewöhnlichen Kriminalroman geschrieben, den man bis
zum Ende nicht aus... Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Madda100 veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen masterpiece
Man kann das Buch gar nicht genug loben: Spannend, originell und auch stilistisch vom Feinsten. Dass es Fred Vargas, der (die) in Wirklichkeit Frédérique Audoin-Rouzeau heißt,... Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von M. P. Seebacher veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen spannendes Buch mit liebenswerten Protagonisten
Die locker leichte Erzählweise von Fred Vargas macht es einem leicht, das Buch in Kürze zu verschlingen! Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von M. Anna Pucher veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen DEUTSCHER KRIMIPREIS 2004 - ZU RECHT!
Mit ihrem 8. in Deutschland (als Taschenbuch) veröffentlichten Roman gelingt es VARGAS abermals, ihre Leser mit skurrilen und originellen Einfällen zu überraschen und zu... Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von olschewski-bi veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Ausgezeichnete Idee
Fred Vargas zeigt hier zum wiederholten Male, dass sie zurecht als Frankreichs beste Krimiautorin bekannt ist. Die Grundidee zum Buch ist klasse. Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Barbara C. Öngendt veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Schönes Hörvergnügen!
Ich mag die Stimme von Susan von Borsody, die nicht zu schnell und nicht zu langsam liest und immer nah nah an den Charakteren bleibt. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von M. Taubert veröffentlicht

3.0 von 5 Sternen Das Buch ist nicht ganz mein Fall
Stimmt, die Idee ist gut, die Umsetzung streckenweise auch - aber eben nur streckenweise. Über viele Phasen hinweg war das Buch ziemlich schwierig für mich zu lesen. Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von Monika Schwirtz veröffentlicht

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Vor 21 Monaten von André Sidar veröffentlicht

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Vor 21 Monaten von Vegas veröffentlicht

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Bereits nach den ersten Seiten dieses Buches wußte ich, dass ich es mit einem ganz anderen Schreibstil zu tun haben werde, als ich es gewohnt bin. Lesen Sie weiter...
Vor 21 Monaten von Andrea Koßmann veröffentlicht

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