Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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29 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
komisch, interessant, schnell, gut!, 18. August 2000
"...Verstehen Sie was ich sagen will...?", so oder änlich geht es mir jeden Tag hundert mal. Wenn man Fry liest, erstaunt man immer wieder wie einfach doch alles gesagt werden kann! Ich bin fasziniert von der Wortwahl und dem Esprit des Nilpferdes! Urkomisch und einfach brillant weiß Fry seinen Romanfiguren Worte in den Mund zu legen, sie leben und verwirrende Briefe schreiben zu lassen. Ich wußte lange nicht worauf das Buch oder Fry oder was auch immer, hinaus wollte, aber es war spannend jede Seite zu "ent-decken" und langsam hinter das Geheimnis, bzw. hinter das Wunder zu kommen! Am Ende des Romans bekommt die Geschichte eine überraschende Wendung, das "Geheimnis wird enthüllt, man sieht plötzlich alles mit neuen Augen, nachdem Fry uns und die anderen Helden durch die Hauptfigur Ted aufklärt und auch ein wenig belehrt. Der Roman ist mit Wortgewandter Feder geschrieben, Witz und ein gewisses ETWAS sprühen durch den gesamten Roman; und obwohl ich noch kein Buch gelesen habe, dass zu 50 Prozent aus dem Wort "Scheiße" und änlichem besteht, kann ich es doch nur weiter emfehlen!...
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Hippos Landpartie, 18. Februar 2004
Daß Stephen Fry einen ausgeprägten Sinn für drastische Formulierungen und aberwitzige Szenen hat, ist spätestens seit dem „Lügner" bekannt. Im „Nilpferd" treibt er seine Vorliebe auf die Spitze. Die Konstellation zu Beginn scheint rätselhaft: Nach groben Ausfälligkeiten in Ausübung seines Berufs soeben gefeuert, wird der Dichter und Theaterkritiker Ted Wallace von seiner wohlhabenden Patentochter angeheuert, um die Verhältnisse im Hause seines alten Freundes Logan auszukundschaften. Die Familie nimmt ihn herzlich auf, darunter sein Patensohn David, ein scheinbar engelsgleiches Wesen, und dessen (auch geistig) eher vierschrötiger Bruder. Doch Wallace ist nicht allein auf dem Landsitz zu Gast. Nach und nach finden sich Bekannte und Verwandte dort ein, einer Pilgerschar gleich, die offenbar große Hoffnungen in den Besuch setzt. Nur Wallace bleibt lange im Unklaren darüber, worum es überhaupt geht - denn das hatte ihm auch seine Auftraggeberin nicht verraten. Der Roman besteht zu großen Teilen aus Briefen, die Wallace als getreuer Berichterstatter nach London schickt. Er schildert darin erst harmlose, dann immer verrücktere Eindrücke und Erlebnisse. Darunter sind Szenen, die des Autors große Freude an schlüpfrig-zweideutigen Formulierungen, an deftigen Flüchen und eine stellenweise erfreulich verschrobene Weltsicht verraten. Des Rätsels Lösung ist ebenso überraschend wie schlüssig. Alle Fäden, die zuvor als Fallstricke für den Leser (und den Ich-Erzähler) ausgelegt wurden, laufen letztlich auf überzeugende Weise zusammen, und Stephen Fry beweist sich ebenso als geschickter Erzähler wie als bekennender Skeptiker. Fry schreckt hier vor kaum einer gezielten Peinlichkeit zurück, bedient mit Wortwitz die Sensationsgier des Lesers und offenbart eine Fabulierkunst, die nur wenige Geschmacksgrenzen akzeptiert. Und dabei gelingt ihm zugleich das Kunststück, hohe Bildung sowie eine ausgeprägte Moralität zu demonstrieren. Es gibt wohl kaum einen Text von Fry, der zum Schluß so entschieden das Gute, Schöne und Wahre triumphieren läßt - ohn daß dies im geringsten das Amüsement des Lesers schmälert.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Witzig, spannend und anspruchsvoll, 12. Juni 2002
Fry erzählt eine witzige, spannende, teilweise aber auch verwirrende Geschichte eines whisky-liebenden Patenonkels, der einem nahezu unglaublichen Geheimnis auf die Spur kommen soll. Die Spannung dieser Geschichte liegt in der Ungewissheit, was als nächstes passieren wird, selbst das bereits sicher geglaubte Ende des Buches stellt sich als absolut unerwartet heraus. Der Leser wird mit (im ersten Moment unsinnig erscheinenden) Ausschweifungen unterhalten, die sich im Laufe des Buches aufklären und den Gesamtzusammenhang verdeutlichen. Ein insgesamt sehr empfehlenswertes Buch, auch wenn der Witz und die Verwendung von Fremdwörtern teilweise etwas gekünstelt erscheinen.
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