Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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20 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein ausgesprochen gutes Buch zur »modernen« Typografie, 30. April 2003
Wer erwartet, in diesem Buch Tips zur Typografie im engeren Sinn zu finden, also eine intensive Auseinandersetzung mit dem korrekten Satz von Texten, mit der Wahl der Schriftarten uvm., wird wohl eher enttäuscht sein und sollte lieber zu anderen Standardwerken wie z.B. »Lesetypografie« oder »Detailtypografie« greifen. Das Buch beinhaltet vielmehr eine ganze Menge von dem, was in schwarzer Schrift schwer lesbar auf dem schwarzen Teil der Hülle eingearbeitet ist: Desktop publishing. Damit erschließt das Buch mehr den »modernen« Teil der Typografie, nämlich die »Kunst der Gestaltung von Druckerzeugnissen nach ästhetischen Gesichtspunkten«. Natürlich finden sich auch in diesem Buch Kapitel über die Klassifizierung von Schriftarten und welche Schrift in etwa wohin paßt, oder welche typografischen Zeichen man wohin setzen muß. Diese Teile sind allerdings vergleichsweise knapp gehalten. Dafür wird der Bogen deutlich weiter gespannt. Das Buch bietet eine Fülle an Anregungen und Hinweisen für die Gestaltung von Schriftstücken wie Zeitschriftenartikel, Stellenanzeigen, Visitenkarten, Firmenbroschüren etc. Dazu gehört auf der einen Seite, daß z.B. Kapitel über Papier, aktuelle Reproduktionsverfahren u.a. besprochen werden. Auf der anderen Seite sind gerade die angesprochenen Druckerzeugnisse in sehr vielen Fällen mit Gestaltungselementen wie Bildern verknüpft. Und gerade hier werden im Buch viele Tips und Anregungen gegeben, wie Bilder adäquat in den typografischen Gesamtkontext aufgenommen, bearbeitet und reproduziert werden können. Während viele andere Typografiebücher die »klassischen« Regeln vorstellen, bemüht sich Ralf Turtschi, den Balanceakt zwischen deutlich zielgruppenorientierter Typografie (der Kunde ist König und man gestaltet normalerweise für den Kunden und nicht für die Typografie) und ansprechender und typografisch korrekter Gestaltung (die Typografie muß eben trotzdem stimmen) zu verdeutlichen. Meines Erachtens gelingt dieser Versuch sehr gut. Ich halte es für unerläßlich, sich auch intensiver mit den klassischen Regeln der Typografie näher zu beschäftigen und weitere Bücher zu konsultieren. Aber durch die »Erweiterung« des reinen Textsatzes stellt das Buch von Ralf Turtschi eine echte Erweiterung zu den mir bekannten Typografiebüchern dar. Der relativ hohe Preis des Buches wird durch eine schöne Gestaltung, gute Verarbeitung und eine Fülle von Farbbildern, welche ausgesprochen zur Verdeutlichung der Sachverhalte beitragen, gerechtfertigt.
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16 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Unverzichtbar für alle, die mit Buchstaben umgehen, 31. März 2001
Von Ein Kunde
Alles über Typografie steht in einer sehr anschaulichen Weise in diesem wunderbar gestalteten Buch und es lässt auch Dinge wie Druckverfahren, Papierherstellung, Rechtsgrundlagen und Vorlagenherstellung nicht aus. Ich wünschte alle Grafikdesigner hätten dieses Buch, denn dann wäre ein Streifzug durch die deutschen Printmedien wesentlich erfreulicher.
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9 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Beliebig, chauvinistisch, unstrukturiert, 14. Januar 2006
Von Ein Kunde
Das Buch von Herrn Turtschi enthält einige interessante Infos zur Typografie, hat selbst ein einigermassen gutes Layout und kann insgesamt eine Bereicherung sein, wenn man es sich z.B. in einer Bibliothek einmal ausleiht.Jedoch wird der gute, rein äußerliche Eindruck, denn man beim Durchblättern und ersten Lesen bekommt, beim genaueren Durcharbeiten schnell durch unschöne Feinheiten verdorben: Texte des Herrn Turtschi halten nicht das, was die Überschiften versprechen. Die Überschriften des Buches täuschen eine Strukturiertheit und Wichtigkeit des Inhalts vor, die nicht vorhanden ist. Wahllos plaudert der Autor aus seinem Nähkästchen, ein bisschen altklug, ein bisschen hiervon, ein bisschen davon. Der Text wirkt wenig durchdacht und eher so, als ob es dem Autor mehr aufs Seitenfüllen als aufs Zusammentragen relevanter Infos ankommt. So entsteht der Eindruck vom "mehr Schein als Sein". Das ist vor allem so, wenn er sich mit der Computertechnik im Grafikdesign befasst: da plaudert er über mehrere Seiten und Tabellen von Speicheranforderungen und Festplattengrößen, die man zum anspruchsvollen Grafikdesign mindestens haben sollte; scheinbar ohne zu Wissen, das seine Angaben in 2 Jahren sowieso hinfällig sein werden. Aber ohne diese Auslassungen: welchen Text hätte er denn sonst typografisch gestalten sollen? Am unangenehmsten finde ich die neunmalkluge, herablassende Art, in der sich der Autor als weiser Kenner darstellt. Da wirkt er wie ein Unternehmensberater, der weiss, wie man äußerlich einen Vortrag hält, der die rhetorischen Tricks beherrscht, mit denen man als Experte wirkt. Hinter dessen Fassade aber hauptsächlich Geltungsbedürfnis / Selbstdarstellungssucht steckt. Wenn er sich z.B. mit Schriftdesign für verschiedenen Zielgruppen befasst (schliesslich muss er mit irgendwas ja seine Seiten füllen), so heisst es da z.B. über das "Zielpublikum Frau": ".. softe Bilder und weiche Übergänge. Die Reinigungsindustrie setzt auf Kraft und Farben; da sind plakative Schriften und grelle Töne vorherrschend." An diesen Textstellen ist der Autor für mich unten durch; da hilft es auch nicht mehr, ein Foto von sich selbst, stolz wie Oskar im schicken Anzug unter das Vorwort zu setzen! Dann doch lieber ein Buch von Tschichold.
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