Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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29 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Packendes Buch trotz schwacher Authorin, 10. Januar 2003
Von Ein Kunde
Wer nicht im christlichen Glauben zu Hause ist, kann dieses Buch als Horror-Lektüre nutzen, denn es stehen einem beim Lesen tatsächlich die Haare zu Berge. Aber auch Katholiken können sich in diesem Buch darüber informieren, was sie zu glauben haben (vielen Katholiken dürfte die offizielle Lehre der katholischen Kirche zum Thema Besessenheit so ganz anders vorkommen, als es damals der Pfarrer im Pfadfinderlager es hätte erahnen lassen). Für den Einstieg zum Themenkomplex "Daemonologie" ist das Buch uneingeschränkt zu empfehlen trotz der Authorin Frau Prof. Dr. Goodman! Was Goodman uns hier als Wissenschaft anbietet hat soviel mit Wissenschaft zu tun wie Jesus Christus mit Disneyland. Völlig unsinnig behauptet sie zudem, dass Amerikaner dem Thema "Besessenheit" weniger voreingenommen gegenüberstehen wie Deutsche. Wenn es um Voreingenommenheit geht, dieses Buch ist es auf jeden Fall: Schon in der Einleitung heisst es: "...Anneliese wurde das Opfer einer teuflischen Besessenheit und starb mit 23 Jahren". Besonders peinlich ist zudem der Text auf dem Rückumschlag, wo Goodman als die Kapazität schlechthin gefeiert wird. Zitat: "Sie ist Nichtkatholikin, so dass ihr manches aus dem katholischen Geistesgut unbekannt bleiben musste." Geht es nicht noch ungeschickter?Weiterhin ist es zumindest gewagt, mit dem Wissen welches sich Goodman als Übersetzerin medizinischer Texte erworben hat, medizinische Gutachten von damals zu bewerten. Nebenbei bemerkt: Goodman war in die Vorgänge von Klingenberg nicht im geringsten involviert. A. Michel selbst gibt Prophezeiungen von sich, die direkt von der Mutter Gottes kommen sollen, sich aber nicht erfüllen ("Brandgericht"). Durchweg erleben wir in dem Buch einen Kampf zwischen Gut und Böse. Das am Ende das Böse siegt und A. Michel stirbt, wird kurzerhand uminterpretiert. So heisst es , dass A. Michel diese Lasten und Qualen auf sich nehmen musste, um Seelen zu retten. Hat das Loskaufopfer Christi nicht gereicht? Goodman meint zu diesem Desaster: "Wenn es einen Rückfall gibt, besteht sicher irgend ein psychologischer oder gesellschaftlicher Grund dafür." Wer hätte das nur zu denken gewagt? Hier zeigt sich klar der Kurs von Goodman: Sie glaubt an Besessenheit und erklärt uns doch alles "wissenschaftlich". Die Art und Weise, wie Goodman uns die Besessenheit mit Hilfe von Tonbandaufzeichnungen wissenschaftlich beweisen will, ist nahezu albern.
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31 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Mit Wissenschaft hat das nix zu tun!, 29. August 2001
Von Ein Kunde
Ich habe von dem Fall mal im Fernsehen gehört und fand die Thematik eigentlich ganz spannend, obwohl ich mit Esotherik, Spiritismus uns so weiter absolut nix am Hut habe. Deshalb war ich gerade von dem Untertitel angetan, der versprach, daß der Fall aus wissenschaftlicher Sicht beurteilt werden würde. Von wissenschaftlicher Arbeitsweise ist hier jedoch wenig zu spüren: Bis auf die Darstellung des biographischen Vorfeldes (und auch das ist schon teilweise frei erfunden ...was die Autoren im Vorwort mit "Farbe in die Geschichte bringen" bezeichnet!!!) beruht die gesamte Abhandlung auf der Voreingenommenheit der Autorin. Frau Goodman will! an eine Besessenheit des Mädchens glauben, und darauf sind auch sämtliche Argumtentationsstränge zugeschnitten. Dabei verrät sie dem Leser beinahe mit jedem Satz, daß es sich bei Anneliese Michel um einen tragischen Fall von Nervenkrankheit bzw. Epilepsie handelte und um nichts, aber auch gar nichts sonst. Die Art und Weise, wie hier angeblich wissenschaftlich vorgegangen wird, ist haarsträubend und eine Beleidigung für jeden halbwegs objektiven Leser.
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24 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
ethnologische sichtweise, 8. März 2006
anscheindend haben die vorherigen rezensenten nicht verstanden, worum es felicitas goodman ging. sie wollte nicht wissenschaftlich beweisen, dass anneliese michel von dämonen besessen war, sondern sie untersucht den fall aus ethnologischer sichtweise. frau goodman ist nämlich anthropologin, was die amerikanische entsprechung des deutschen ethnologen ist. und auf ihrem gebiet, nämlich der erforschung religiöser ausnahmezustände ist sie eine anerkannte wissenschaftlerin. frau goodman weiß aus feldforschungen, dass besessenheit in allen völkern dieser welt vorkommt. in brasilien gibt es sogar besessenheitsreligionen. die menschen geraten in trance und glauben eine gottheit nimmt von ihnen besitz. in trance zu geraten ist eine menschliche fähigkeit. es zweifelt ja beispielsweise auch niemand daran, dass es menschen gibt die hypnotisiert werden können. in unserer welt ist das in trance geraten natürlich nicht mehr so üblich wie in "indianischen" völkern. wichtig in dem fall anneliese michel ist es aber, dass ihre trance und die damit verbundene besessenheit von der religiösen gemeinschaft getragen beziehungsweise geglaubt wird. also entspricht es für anneliese und ihre freunde, eltern der wahrheit. für uns existieren die dämonen nicht für diese gruppe schon. für den glauben gibt es keine wissenschaftlichen beweise. und warum anneliese michel gestorben ist und durch den exorzismus nicht geheilt wurde,dass erklärt sie hypothetisch.da sie wissenschaftlerin ist bewertet sie ebenfalls nicht moralisch den katholischen volksglauben der anneliese michel.es ist natürlich erschreckend wie sehr das mädchen glaubt eine sünderin zu sein und sich ständig selbstkasteit. aber wie gesagt, dass buch soll ja nicht moralisieren und den katholischen volksglauben bewerten, sondern den fall analytisch darlegen. ich finde, dass ist frau goodman gelungen.
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