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Europeana: Eine kurze Geschichte Europas im 20. Jahrhundert
 
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Europeana: Eine kurze Geschichte Europas im 20. Jahrhundert (Gebundene Ausgabe)

von Patrik Ourednik (Autor), Michael Stavaric (Übersetzer)
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
Preis: EUR 19,00 Kostenlose Lieferung. Siehe Details.
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 160 Seiten
  • Verlag: Czernin; Auflage: 1 (Februar 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3707601536
  • ISBN-13: 978-3707601534
  • Größe und/oder Gewicht: 19,4 x 13,4 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 770.711 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Perlentaucher.de

Buchnotiz zu : Süddeutsche Zeitung, 17.07.2003
Äußerst fasziniert und dabei sehr begeistert ist Karl Markus Gauß von Patrik Ouredniks schmalem Buch, das eine Chronik des 20. Jahrhunderts in Europa darstellen will. Was an die Art der mittelalterlichen Chronisten erinnert, die verschiedensten Ereignisse und Fakten mit dem schlichten Wörtchen "und" nebeneinander zu stellen, entpuppt sich für den Rezensenten als Möglichkeit, den "Wahnwitz der Epoche" überzeugend darzustellen. Denn Ourednik überschneide diese mittelalterliche Manier gekonnt mit den "Macken neuer Bescheidwissenschaftler". Von der Entwicklung neuer Waffentechnologien springt der Autor zur kulturellen Bedeutung des Kaugummis, auf sprachkritische Definitionen zu Positivismus oder Avantgarde folgen die Erfindung des perforierten Klopapiers oder Wandlungen in der filmischen Präsentation des Sexualakts. Deutlich wird für Gauß dabei, dass das 20. Jahrhundert in Europa vor allem "Orgien der Gewalt" hervorgebracht hat, und so überkommt ihn während der amüsierten Lektüre auch des öfteren das "Gruseln". Ein "originelles Büchlein", lobt der Rezensent, das "so witzig wie unerbittlich" ist.

© Perlentaucher Medien GmbH


Kurzbeschreibung

In Tschechien "Buch des Jahres 2001" und monatelang auf den Bestsellerlisten, bringt "Europeana" die Geschichte Europas im 20. Jahrhundert auf knappen 160 Seiten auf den Punkt. Gespickt mit Ironie und Weitsicht macht Patrik Ouredník die historischen Ereignisse auf bestechende Weise verständlich.

Patrik Ouredníks "Europeana" mag auf den ersten Blick nur ein Buch von vielen sein, wie sie in den vergangenen Jahren zum Thema Europa erschienen sind – dass dem nicht ganz so ist, wird jedoch nach den ersten Seiten deutlich: Diese "Kurze Geschichte Europas im 20. Jahrhundert", erstmals in Tschechien erschienen und ebendort zum "Buch des Jahres 2001" gekürt, strotzt vor Ironie, Weitsicht und Humor des Autors, der als eine der wenigen fixen Größen in der tschechischen Literatur nach Havel & Co gilt.

Der fiktive Erzähler bewegt sich in "Europeana" stets außerhalb der europäischen Geschichte. Seine Gegenwart bleibt auf die Sprache selbst beschränkt, die er mit leisem Spott und gesundem Zynismus garniert. Dafür wählt Ouredník zwei thematische Ebenen: Auf der ersten berichtet er über die entsetzliche Brutalität von Kriegen und Revolutionen, über die Kollaboration von Wissenschaft und Technik mit dem Bösen, über die medialen Verfälschungen, den Wahnsinn von Utopien und Hysterien der Menschheit. Die zweite Ebene beschäftigt sich mit intellektuellen Theorien, die der Autor jeglichen spekulativen Zaubers entledigt und dem Leser in ihren Grundzügen offen legt: Nur allzu oft zeugen sie von Leere, Ratlosigkeit und Effekthascherei. Aus der Verkettung beider Ebenen entsteht eine düstere Groteske. So kann man "Europeana" auch als Versuch einer Reinigung der gemeinsamen Erinnerung verstehen.

"Als die Nazis den Krieg verloren, organisierten die Siegermächte einen internationalen Gerichtshof und die Juristen dachten darüber nach, wie man die ,Endlösung der Judenfrage‘ denn nennen sollte und die verschiedenen Pläne zur Ausrottung der Roma und Slawen und so weiter. Und sie erfanden den Begriff Genozid." "Europeana" ist schwer einem Genre zuzuordnen. Die Zeilen wirken lose, sie sind mit Anmerkungen und Kommentaren angereichert. Diesen Essay über das 20. Jahrhundert durchweht der Geist einer mittelalterlichen Chronik, die wahre Begebenheiten mit Anekdoten zur Zeit anreicherte. Letztlich orientiert sich Ouredník an keiner linearen Zeitachse: Er lässt die geschichtlichen Ereignisse kreisen, frei wie Atome, quer durch das Jahrhundert eines Kontinents.


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88 von 91 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Wichtige Zusatzinformationen, 8. Mai 2003
Von Klaus Grunenberg (97447 Gerolzhofen, Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REVIEWER)    (REAL NAME)   
Da staunt man nicht schlecht. Dies hier ist ein in prägnanten Sätzen gefasster Bericht über die letzten einhundert Jahre, oder so ungefähr. Ein Abriss der wichtigsten Geschehnisse in Krieg und Frieden, aber w i e beleuchtet und w i e beschrieben, das ist hier die - fast möchte ich sagen - geniale Kunst des tschechischen Autors, der heute in Paris lebt.
Und die Leser, natürlich auch die Leserinnen werden anfangen zu verstehen, wieso dieses Buch auf der tchechischen Bestsellerliste stand. Und sie werden auch verstehen, wohin der geschichtliche Zug in Europa nun fährt, nachdem er irgendwie zwischendurch einmal, das heißt eigentlich zweimal ( oder doch mehrmals? ) entgleiste.
Und so wird geschehen, was geschehen muß, genauso, wie die "Kommunisten beschlossen, dass es notwendig sei, die Fotografien dem Laufe der Geschichte anzupassen, ähnlich wie man neue Lokomoviven und so weiter dem Lauf der Geschichte anpasst."

Ja ist es denn die Möglichkeit, hier wird endlich deutlich unterschieden zwischen Genozid und Holocaust oder Shoa, daß es keiner Frage mehr in diese Richtung bedarf und sogar die zwei Weltkriege, in denen alle Völker (auch die Soldaten der USA) litten und sich doch zwischendurch und hinterher irgendwann wieder verstanden, werden besser verständlich für uns.

Und nun wird auch die Folter und was damit zusammenhängt, nämlich die Erzwingung der Wahrheit und nichts als die Wahrheit endlich gebührend gewürdigt. Warten wir ab, wie es weitergeht mit der Demokratie, die jetzt irgendwie in die Schädel der Menschen östlich des ehemals eisernen Vorhanges eingerichtet werden muß ( und nicht nur dort ).
Und wir sollen uns freuen, narürlich, denn "ein Bürger sei eigentlich Konsument und ein Konsument sei auch ein Bürger und alle Gesellschaftsformen entwickeln sich in liberale Demokratien und liberale Demokratien wiederum führten zum Verfall aller autoritären Regierungsformen und zu politischer und ökonomischer Freiheit und Gleichheit...."
Ja sicher, und alles würde zu einem neuen Zeitalter führen, das aber würde nicht mehr historisch sein.
Und viele Leute, so der Autor, würden das alles, also diese Theorie nicht kennen und sie machten weiter Geschichte, so als ob garnichts gewesen wäre.
Aber, da soll doch gleich, denken wir vielleicht und legen das Buch einwenig zur Seite, um es bald wieder in die Hände zu nehmen, aber nicht nur im Urlaub.
Und alle, die es lesen, werden sagen, wie wahr das hier Geschriebene doch sei und vor allem die seitlichen Zusammenfassungen auf jeder Seite in Großbuchstaben, wie zum Beispiel: DIE ERINNERUNGSVERLUSTE, DIE JUDEN IN PALÄSTINA, STERILISIERUNGEN SEIEN NUTZLOS, ARISCHE RASSE, GOTT EXISTIERT oder DIE LUSTIGE WITWE oder DAS LUSTPRINZIP

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