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Im Land der Männer: Roman
 
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Im Land der Männer: Roman (Gebundene Ausgabe)

von Hisham Matar (Autor), Werner Löcher-Lawrence (Übersetzer)
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
  • Verlag: Luchterhand Literaturverlag; Auflage: 1. Auflage. (29. Januar 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3630872441
  • ISBN-13: 978-3630872445
  • Originaltitel: In the Country of Men
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,2 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 374.474 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Eines der herausragendsten literarischen Debüts der letzten Jahre." The Times


Kurzbeschreibung

"Eines der herausragendsten literarischen Debüts der letzten Jahre." The Times

Suleiman ist neun Jahre alt, als sich die Welt, wie er sie kennt, für immer verändert. Es ist der Sommer 1979, und Tripolis liegt im gleißenden Sonnenlicht. Die Maulbeeren sind so süß, als kämen sie direkt vom Himmel. Aber es geschehen Dinge, die Suleiman nicht versteht und die ihm niemand erklärt. Denn Suleiman soll nicht wissen, dass sein Vater im Untergrund gegen Revolutionsführer Gaddafi arbeitet. Und er muss doch erleben, wie sich das Netz des Sicherheitsapparates immer enger um die Familie legt. Ein ergreifender Roman über eine Kindheit in Libyen zur Zeit der Revolution Gaddafis.

An einem heißen Sommertag im Jahre 1979 geht der neunjährige Suleiman mit seiner Mutter auf dem Markt in Tripolis, der Hauptstadt Libyens, einkaufen. Das machen die beiden oft, wenn der Vater auf Geschäftsreise ist und die Mutter nachts krank war. In diesen Nächten trinkt sie viel und erzählt Suleiman, wie sie als 14-jähriges Mädchen auf Beschluss des "Hohen Rates", des erlauchten Kreises ihrer männlichen Verwandten, an seinen wesentlich älteren Vater verheiratet worden ist. Der schwärzeste Tag ihres Lebens sei das gewesen, flüstert sie ihrem Sohn zu, während er sich ausmalt, wie er seine geliebte Mutter hätte retten können. Auf dem Marktplatz sieht Suleiman an diesem Sommermorgen seinen Vater, obwohl dieser sich angeblich im Ausland aufhält. Ein Nachbar, der Vater seines besten Freundes, wird von Männern mit einem Auto abgeholt. Es heißt, er sei ein Verräter. Die Mutter verbrennt im Garten die geliebten Bücher ihres Mannes. Und immer mehr gerät Suleimans Welt aus den Fugen, immer mehr muss er erleben, wie sich die Familie in einem Netz von Lügen und Gerüchten und der wachsenden Angst vor der Verfolgung durch Gaddafis Revolutionskomitees verfängt. Ein eindringlicher und ergreifender Roman, der aus der Sicht eines Kindes davon erzählt, wie ein Land und seine Menschen unter einer skrupellosen Gewaltherrschaft ihre Unschuld verlieren.


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19 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Eine Familiengeschichte zu Zeit der Revolution in Libyen, 15. Oktober 2007
Von Buecherfans "www.buecherfans.de" (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REVIEWER)   
Die Geschichte spielt in einer Familie in Tripolis zur Zeit der Revolution Gaddafis. Im Mittelpunkt stehen der neunjährige Suleiman und seine Mutter. Er liebt sie sehr und sie ihn auch. In den Nächten, wenn der Vater auf Geschäftsreise ist, betrinkt sie sich und erzählt dem kleinen Jungen unter dem Siegel der Verschwiegenheit immer wieder vom schwärzesten Tag ihres Lebens,d.h. dem Tag, als sie, mit 14 Jahren, von den männlichen Verwandten zur Heirat mit einem wesentlich älteren Mann, Suleimans Vater, gezwungen wurde. Suleiman ist schwer durch dieses Geheimnis belastet und fühlt sich als Beschützer der Mutter. Die angeblichen Geschäftsreisen des Vaters sind in Wirklichkeit die Treffen mit den Freunden aus dem politischen Untergrund. Diese kämpfen im Untergrund gegen Revolutionsführer Gaddafi. Dann eines Tages muss die Familie miterleben, wie der beste Freund des Vaters verhaftet und öffentlich gehängt wird. Suleimans Welt gerät völlig aus den Fugen, als auch sein Vater von der Sicherheitspolizei abgeholt wird . Das tragische daran ist, dass es sich um eine wahre Geschichte handelt. Der Leser bekommt auch einen guten Einblick in das Leben,die Kultur aber auch die Gewaltherrschaft in Libyen. Eine rührende Geschichte, die ich nur weiterempfehlen kann.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Eine bedrückende Kindheit unter Gewaltherrschaft, 15. April 2007
Hisham Matar hat einen äußerst berührenden Roman über (s)eine Kindheit in Libyen verfasst, zu einer Zeit, als der "Revolutionsführeer" Gaddafi mit aller Härte gegen sogenannte Oppositionelle vorging. Brutale Verhöre, öffentliche Vorführungen und Hinrichtungen waren die Tagesordnung. Die Authenzität der Erzählstärke schockierte mich mehr als ich erwartet hatte.

Nicht selten hätte ich das Buch gerne zugeklappt und damit auch die Augen vor der Gewalt verschlossen. Doch Matars erzählerische Kunst lies mich nicht zur Ruhe kommen. Reich bebildert, detailliert und unter völliger Orientierungslosigkeit schildert der neunjährige Junge, wie er die Ereignisse aufnimmt. Es fällt ihm sehr schwer Gut und Böse auseinander zu halten, von Aufklärung seitens seiner Eltern keine Spur. Er will Verantwortung übernehmen und macht die Dinge falsch. Er kann nicht wissen, dass die Tragweite seines Handelns eine furchtbare ist, aber er spürt es dennoch. Die Gewalt und der Wahnsinn der Herrschafts Gaddafis rauben Suleiman mit seinen neun Jahren das kindlich naive Sicherheitsgefühl, so dass er meint, den Boden unter den Füßen weggerissen zu bekommen. Dieses Gefühl, so schreibt er, begleitet ihn dann auch ein Leben lang.

Und dennoch beschreibt Hisham Matar nicht nur die politische Situation. Er zeichnet auch ein deutliches Bild der Kultur - insbesondere der Literatur und Dichtung -, der Menschen und der Natur Libyens. Diese Dinge machen das Buch mehr als lesenswert und vermitteln ein Gefühl für eine andere Welt, eine andere Sicht der Dinge. Bisweilen konnte ich mir das idyllische Meer beim Sonnenuntergang vorstellen und auch über den ein oder anderen dummen Jungenstreich lächeln. Das gehört eben auch dazu.

Schwer verdaulich ist dieser stark autobiografische Roman, aber einfach nicht aus der Hand zu legen! Ich wünsche ihm eine große Leserschaft und hoffe auf weitere Bücher von Hisham Matar.
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23 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Familienleben in einem Land des Terrors, 9. Februar 2007
Von C.Borries - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REVIEWER)   
Hisham Matar Im Land der Männer Luchterhand
ISBN-13: 978-3630872445

Dieses Buch kann man nicht mehr aus der Hand legen, wenn man einmal anfängt, es zu lesen.

Suleiman ist die Hauptfigur in diesem Roman, ein Junge von neun Jahren. Aus seiner Sicht wird die Geschichte erzählt.
Man schreibt das Jahr 1979. Suleiman lebt mit seinen Eltern in Tripolis. Das Haus, in dem er mit seinen Eltern lebt, ist wichtigstes Lebenszentrum der Mutter und des Sohnes. In ihm spielt sich das Leben ab in einem Sommer, der so heiß ist, dass die Autoreifen schmelzen.
Vom Balkon aus sieht man das Meer, das sich in der flimmernden Hitze spiegelt. Man sieht die Blumen, riecht die Düfte, schmeckt die Maulbeeren, die Suleiman vom Baume pflückt. Mit seiner Mutter ist er viel alleine, wenn der Vater auf Geschäftsreisen ist. Sind es immer nur Geschäftsreisen?

Dunkle Andeutungen lassen Suleiman ahnen, dass seine Mutter sehr jung noch unfreiwillig an den Vater verheiratet wurde. Der Familienrat der Männer in ihrer Familie hatte es so beschlossen. Von ihrer Krankheit und ihrer Medizin, die einen unangenehmen Geruch verbreitet, ist die Rede. Sie wirkt benommen davon und die Krankheit tritt immer dann auf, wenn der Vater abwesend ist. Es handelt um eine gelinde Umschreibung für Alkoholismus. Die Mutter ist liebevolle und unberechenbare zugleich. Suleiman ist beiden Eltern in gleicher, zärtlicher, zuweilen auch ängstlicher Weise zugetan.


Es gibt die Freunde des Vaters, und auch Suleiman hat gute Freunde, besonders Karim, der ihm wie ein Bruder so nahe steht.

Was so idyllisch und exotisch beginnt, setzt sich fort als kommendes Unheil, das mit dem Regime unter Gaddafi das Leben in Libyen bedrohlich werden lässt, und das Land in eine Diktatur verwandelt. Noch gibt es Widerständler, die zum Boykott aufrufen.
Der Vater von Suleiman scheint in den Widerstand verwickelt zu sein. Auch andere gute Freunde der Familie sind betroffen.
Da Suleiman in der Ichform berichtet, wirkt das Tun und Treiben der Erwachsenen, das sich um ihn herum abspielt, unheimlich, denn er kann vieles nicht verstehen.

Die Ereignisse spitzen sich dramatisch zu. Menschen verschwinden und kehren nicht zurück. Der Vater wird eines Tages schwer verletzt ins Haus zurück gebracht. Auch Suleiman geht zuletzt ohne die Eltern auf eine Reise nach Ägypten, ohne zu wissen, was ihn dort erwartet.

Das Thema dieses Buches sind die schlimmen Auswüchse eines diktatorischen und unerbittlichen Regimes.

Das Buch ist fein geschrieben und voller Poesie.
Dass es daneben eine Vielzahl von Geschichten über das Leben und die Menschen in Tripolis gibt, über Freundschaften und Feindschaften; dass kleine Jungs, wenn sie alleine gelassen werden in einer unheimlichen und verschwiegenen Erwachsenenwelt ungeahnten Ängsten ausgesetzt sind, das alles macht den Roman zu einem lebendigen und spannenden Buch. Es ist eine weise, traurige und sehr menschliche Geschichte, die ich sehr empfehlen kann.



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Großartige und packende Lektüre! Aus der Sicht eines 9-jährigen Kindes wird die Geschichte von Heldentum und Verrat im totalitären System Libyens eindringlich und feinfühlig... Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von Pukka Sahib veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen einfühlsam und bedrückend
Hisam Matar läßt uns tief in eine Kinderseele blicken und uns dort alles miterleben und erleiden, was Kinder in einem brutalen Schreckensregime erdulden müssen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 4. Mai 2007 von Elli

5.0 von 5 Sternen Zutiefst beeindruckend !
Dieses Buch geht wirklich unter die Haut. Noch Tage nach der Lektüre geht mir die Geschichte Suleimans, seiner Eltern, Freunde und Nachbarn immer wieder durch den Kopf. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 24. März 2007 von Claudia Blender

5.0 von 5 Sternen Ein autobiographischer beeindruckender Erstling
Dieser Roman-Erstling hat mich tatsächlich sehr ergriffen. Der Autor Hisham Matar wurde 1970 in Libyen als Sohn sehr wohlhabender, bourgeoiser Eltern geboren. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 14. März 2007 von Carl-heinrich Bock

5.0 von 5 Sternen Revolution aus der Sicht der Söhne
Wenngleich dies ein Roman ist, der zur Zeit der Gewaltherrschaft Gaddafis in Libyen spielt, so erzählt er doch eher eine private und intime Geschichte. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. März 2007 von Franziska Stier

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