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Modellfliegen: Novelle
 
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Modellfliegen: Novelle (Gebundene Ausgabe)

von Marcel Möring (Autor), Helga van Beuningen (Übersetzer)
3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 128 Seiten
  • Verlag: Luchterhand Literaturverlag; Auflage: DEA, (27. August 2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3630870929
  • ISBN-13: 978-3630870922
  • Größe und/oder Gewicht: 21,5 x 12,9 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 607.055 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Holländisches Wohnküchenidyll, lichte Farben. Eine Familie sitzt einträchtig über ihrer Heimarbeit, dem Zusammenfügen und Bemalen von Modellflugzeugen aus dem Laden des kauzigen Puppendoktors. Der Vater, ein ehemaliger Pilot und seine schöne resolute Frau, beide seit kurzem arbeitslos, sind stolz über den Einfall ihres zwölfjährigen Sohnes David, der den Puppendoktor davon überzeugte, dass sich fertige Modelle besser verkaufen ließen als Bausätze. David in seinem kindlichen Versorgerglück ahnt nicht: gleich den Modellen, die dem Käufer eine größere, wirklichere Welt vorgaukeln, werkeln auch seine Eltern, in Wahrheit ein Elendsverband aus Gescheiterten, an ihrem fortwährenden Illusionsprogramm vom großen Überflug.

Wie es so geht. Mitten in der Arbeit an seinem nächsten großen Romanprojekt, wehten Marcel Möring plötzlich diese fernen Erinnerungsfetzen aus seiner Kindheit an und unversehens stand ein Anfangssatz auf dem Papier. Möring lauschte nach innen -- legte sein Großprojekt auf Eis -- und wob seine Eingebungen zu dieser federleichten Kindheits-Novelle.

Die trügerische Familienseligkeit bekommt sehr bald Risse. Loyalität und Solidarität, auch in Davids Familie nur Wortmünzen, die so lange Gültigkeit besitzen, bis Besseres in Aussicht steht. In diesem Falle ist dies der vor Leben strotzende Bonvivant Humbert Coe, ein Kriegskamerad des Vaters, der zu Besuch auftaucht. Sofort registriert der listige Coe den Zustand resignativer Gelähmtheit seiner Gastfamilie und beginnt sein Manipulationswerk, eine für Davids Vater demütigende Erfahrung. Durch Coe lernt der kleine David, die Stützräder abzulegen und seine Träume zu leben. Die Kehrseite solch hemmungsloser Traumverwirklichung jedoch äußert sich in dem vor nichts haltmachenden Schrecken, als David Zeuge wird, wie Coe mit seiner Mutter seinen ganz persönlichen Traum lebt. Dieser bittere Erwerb der Flugtauglichkeit markiert das Ende einer unbeschwerten Kindheit.

Eine wundervoll melancholische, leicht hingetuschte Fabel, an deren Ende ein erwachsener David steht, der seinen Kindern die Geschichte einer Familie weiterträgt, deren Träume nie abzuheben vermochten. --Ravi Unger



Kurzbeschreibung

»Als er in einer Anwandlung von plötzlichem Stolz seinen alten Job gekündigt und noch keinen neuen gefunden hatte, beschloß mein Vater, Modellflugzeuge zu bauen.« Mit diesem Beschluß beginnt für den zwölfjährigen David jene Zeit, die ihm stets als Paradies in Erinnerung bleiben wird. Er selbst hatte die Idee, als der Vermieter, ein launischer Puppendoktor, sich darüber beklagte, daß die Jungen heutzutage keine Modelle mehr zusammenbauen wollten, sondern sie am liebsten fix und fertig kaufen würden. Da Davids Vater, ein ehemaliger Pilot, und auch seine Mutter plötzlich ohne Arbeit sind, setzt sich die ganze Familie am Wohnzimmertisch zusammen, eine Kanne Tee auf dem Stövchen, und bastelt Dutzende von Flugzeugen pro Tag. Es folgt eine Zeit des Glücks und der Geborgenheit, die jedoch durch das Auftauchen eines unerwarteten Besuchers eine jähe Zäsur erfährt. Innerhalb kurzer Zeit erleben diese drei Menschen auf ganz unterschiedliche Weise, wie fragil ihre Idylle ist. Alte und neue Loyalitäten, Liebe und Haß fordern ihren Tribut und sorgen dafür, daß die Dinge nie mehr so sein werden, wie sie einmal waren. Mit spielerischer Leichtigkeit zeichnet Marcel Möring den Übergang von der Kindheit zum Erwachsensein nach und zeigt, daß Erinnerung nicht nur Nostalgie wecken kann, sondern auch Glück.

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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Familienszene---einmal anders., 28. Oktober 2001
Von C.Borries - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REVIEWER)   
Nach eigenen Angaben sind dem Autor die ersten Sätze dieser Novelle eines Tages zugeflogen, und er konnte nicht mehr aufhören, die Geschichte aufzuschreiben und zu beenden.

Der Icherzähler baut mit seinem Vater und der Mutter Modellflugzeuge zusammen. Sie nehmen dem Puppendoktor, der im gleichen Haus seinen Laden hat, die Arbeit ab, denn die Käufer wollen zusammengebaute Flugzeuge haben.
Es ist eine glückliche Zeit für den Jungen, der sich mit seinen Eltern geborgen in der gemeinsamen Tätigkeit fühlt.
Natürlich trügt das Glück der heilen Kindheit: der Vater und auch die Mutter sind arbeitslos. Unter der gemütlichen Hülle schlummern die Konflikte zwischen dem Vater und der Mutter und das Ende der Idylle. Nach dessen Ende erscheint der Icherzähler als erwachsener Mann, der seinerseits Modellflugzeuge im Hauptberuf baut, eine Freundin hat und seine Geschichten an die Jungen weitergibt, die bei ihm Flugzeuge kaufen.

Die Geschichte ist unspektakulär.Da sich nicht viel ereignet, muß aus dem Erzählstoff der Inhalt für uns erstehen . Sanft und still werden Skizzen aus dem Leben der Eltern beschrieben, erscheint vor unserem Auge der Familienalltag. Daß der Vater, wohl auch die Mutter, am Leben gescheitert sind,--man kann es den Szenen entnehmen.
Gerade die stille und ruhige Erzählweise macht das Buch liebens-und lesenswert. Die Sachlichkeit der Sprache ist bemerkenswert , nichts ist emotional aufwühlend, ohne doch der Erzählung eine gewisse Spannung zu nehmen.

Es ist ein hübsches Büchlein, leicht und unbeschwert lesbar.
Claudine Borries

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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Familienszene---einmal anders., 28. Oktober 2001
Von C.Borries - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REVIEWER)   
Marcel Möring Modellfliegen Luchterhand ISBN3 630 87092 9
S. 124
Nach eigenen Angaben sind dem Autor die ersten Sätze dieser Novelle eines Tages zugeflogen, und er konnte nicht mehr aufhören, die Geschichte aufzuschreiben und zu beenden.

Der Icherzähler baut mit seinem Vater und der Mutter Modellflugzeuge zusammen. Sie nehmen dem Puppendoktor, der im gleichen Haus seinen Laden hat, die Arbeit ab, denn die Käufer wollen zusammengebaute Flugzeuge haben.
Es ist eine glückliche Zeit für den Jungen, der sich mit seinen Eltern geborgen in der gemeinsamen Tätigkeit fühlt.
Natürlich trügt das Glück der heilen Kindheit: der Vater und auch die Mutter sind arbeitslos. Unter der gemütlichen Hülle schlummern die Konflikte zwischen dem Vater und der Mutter und das Ende der Idylle. Nach dessen Ende erscheint der Icherzähler als erwachsener Mann, der seinerseits Modellflugzeuge im Hauptberuf baut, eine Freundin hat und seine Geschichten an die Jungen weitergibt, die bei ihm Flugzeuge kaufen.

Die Geschichte ist unspektakulär.Da sich nicht viel ereignet, muß aus dem Erzählstoff der Inhalt für uns erstehen . Sanft und still werden Skizzen aus dem Leben der Eltern beschrieben, erscheint vor unserem Auge der Familienalltag. Daß der Vater, wohl auch die Mutter, am Leben gescheitert sind,--man kann es den Szenen entnehmen.
Gerade die stille und ruhige Erzählweise macht das Buch liebens-und lesenswert. Die Sachlichkeit der Sprache ist bemerkenswert , nichts ist emotional aufwühlend, ohne doch der Erzählung eine gewisse Spannung zu nehmen.

Es ist ein hübsches Büchlein, leicht und unbeschwert lesbar.
Claudine Borries

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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen 120 Seiten Genuss, 23. Oktober 2001
Von Ein Kunde
Beim Lesen der Rezension...als seine Eltern, der Vater in einer "Anwandlung von Stolz", die Mutter "wegen Eigensinn" ihre Jobs verlieren und die Familie sich ein paar selige Wochen lang....da habe ich Lust bekommen, diese Novelle zu lesen und das Buch hat mit ungemein gut getan. Ein Buch, das man nicht mehr aus der Hand legt, wenn man zu lesen angefangen hat. Klar, flüssig geschrieben - mit einem Ende, zwar nicht nach meinem Geschmack, aber denkbar, empfehlenswert vor allem für alle Freundinnen und Freunde, die niederländische AutorInnen schätzen.Ich freue mich auf das nächste Werk dieses jungen Autors.
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3.0 von 5 Sternen Alte Träume werden neue Sehnsucht
Schwermütig ist sie schon, die Geschichte. Aber zu Ende lesen wollte ich sie doch, denn sie hat mich emotional berührt und angesprochen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 7. April 2002 von Uli Geißler

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