Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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56 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein kleines Juwel, 10. Oktober 2002
Rashomon ist eine Sammlung von Erzälungen, die bei uns leider noch kaum bekannt ist. Am ehesten wird man noch den Film "Rashomon" von Akira Kurosawa aus den fünfziger Jahren kennen der auf einer der Geschichten in diesem Buch basiert, oder das Buch in dem Film "Ghost Dog" von Jim Jarmusch gesehen haben, in dem es eine kleine Rolle spielt. Glücklicherweise führt das aktuelle Interesse an Japan dazu das auch dieser, von Klischees gänzlich unbehaftete Autor nun auch hierzulande von immer mehr Menschen entdeckt wird.Ryunosuke Akutagawa wird allgemein als Autor der besten Kurzgeschichten der japanischen Literatur angesehen. Und in der Tat, seine Erzählungen sind vortrefflich geschrieben und ganz unterschiedlich in Stimmung und Thema. Von der Titelgeschichte, einem faszinierenden Psychogramm eines Mannes den die Not in die Kriminalität treibt, über die Geschichte eines Mordes und einer Vergewaltigung hinter denen mehr steckt als es auf den ersten Blick erscheinen mag bis zu der schreiend komischen Geschichte eines Samurai den die Sucht nach seiner Leibspeise bis zu Äussersten treibt, breitet Akutagawa die ganze Bandbreite menschlichen Erlebens vor dem Leser aus. Bei aller Unterschiedlichkeit haben sie alle aber gemein, das sie geradezu unerhört orginell sind in ihrer Mixtur aus traditonellen Erzählstoffen und moderner westlicher Erzählkunst. Ein Buch für alle die auch mal die ausgetretenen Pfade verlassen wollen.
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32 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Besser lernen Sie Akutagawa nur in Japanisch kennen!, 21. November 2002
Zuerst einmal alle Achtung fuer den Uebersetzer. Japanisch ist von Grund aus vollkommen anders als Deutsch, und Akutagawa schreibt auch in verschiedenen Sprachformen. So ist z.B."Der Faden der Spinne" in einer Hoeflichkeitsform dritter Person geschrieben, und hat im Original naturlich eine andere Atomosphaere wie in "Die Puppen",in einem "normalen Ton" erzaehlt. Doch seine schlichte Art, womit die Leser seine Werke flott verschlingen kann, erhalten geblieben und somit auch der eigene Rhytmus Akutagawas. Den Bereich des Moeglichen zur Gaenze ausgenuetzt. Akutagawa schreibt von der Dunklen Seite des Menschen, wo dezent ein Licht durchscheint. Mit "Rashomon" "Der Fade der Spinnen""Kappa""In Dickicht(bekannt unter "Rashomon" von Kurosawas Film) sind seine groessten Werke hier beinhaltet. Ich kann nur hoffen, dass ein weiteres Band folgt, mit den kleineren, phantasievollen Stuecke, auch so leicht zu lesen, aber mit Humor und moralischen Gedankensanregungen.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Geschichten etwas ... anders, 19. September 2006
Ich bin über den Film 'Ghost Dog - Der Weg des Samurai' auf dieses Buch gestossen. Es enthält einige Kurzgeschichten, die uns Japan und die japanische Art Geschichten zu erzählen, näherbringen. Der Fokus in den Geschichten liegt auf, für uns Europäer, eher ungewohnten Aspekten einer Handlung. Als aufgeschlossener Leser sollte man diese Art eigentlich schnell lieb gewinnen, auch wenn natürlich nicht alle Geschichten die gleiche Qualität besitzen.
Das tolle ist, wenn man das Buch einmal in sich aufgesogen hat und man sich anderen Japanischen Medien annimmt (Animes, Mangas, Filme, ..) findet man, zumindest bei den anspruchsvolleren Vertretern, immer wieder Verweise auf diese Geschichten oder man fühlt sich zumindest gleich vertrauter mit der japanischen Art Geschichten zu erzählen. Ich bilde mir zumindest ein, seit ich das Buch gelesen habe somanche modernere Japanische Geschichte besser zu Verstehen :).
Wichtigste Vorraussetzung um am Buch gefallen zu finden ist wohl Toleranz und Unvoreingenommenheit gegenüber Neuem bzw. Anderem. Nur unterhalten werden zu wollen ist zuwenig.
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