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Lenin und andere Leichen: Mein Leben im Schatten des Mausoleums
 
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Lenin und andere Leichen: Mein Leben im Schatten des Mausoleums [Restexemplar] (Gebundene Ausgabe)

von Ilya Zbarski (Autor), Samuel Hutchinson (Autor), Bodo Schulze (Übersetzer)
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 211 Seiten
  • Verlag: Klett-Cotta (Januar 1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3608919600
  • ISBN-13: 978-3608919608
  • Größe und/oder Gewicht: 21,1 x 13,2 x 2,5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 545.954 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Der Stalinismus hat einiges an Absonderlichkeiten hervorgebracht, darunter die Einbalsamierung bedeutender Staatsmänner -- eine im Westen eher unübliche Form der Totenverehrung. Zwar konnte man zu Zeiten des Eisernen Vorhanges den eingelegten Lenin bewundern, man erfuhr jedoch recht wenig über die Hintergründe dieser bizarren Vorgehensweise. Doch nun meldet sich ein langjähriges Mitglied des Wissenschaftlerteams zu Wort, das mit der Konservierung der Leiche Lenins betraut war.

Ilya Zbarksi beginnt sein Buch mit dem 1924 ausbrechenden Streit über den weiteren Verbleib der Leiche Lenins: beerdigen, einfrieren oder einbalsamieren? Die Entscheidung für letzteres war zugleich der Beginn der Karriere von Zbarskis Vater Boris, der bald als führender Kopf hinter Lenins Konservierung gelten sollte. Das Buch zeichnet die Stationen der berühmten Leiche durch die Jahrzehnte hindurch nach und beschreibt auch die Konservierungen anderer Ostblockstaatsmänner, wie etwa des nordvietnamesischen Ho-Chi-Minh, dessen Einbalsamierung noch zu Zeiten des Vietnamkrieges höchstes Staatsgeheimnis war. In den heutigen Zeiten knapper Kassen mußte sich aber auch das Einbalsamierungslabor neue Geldquellen suchen und arbeitet jetzt als "Ritual Service" für die Großen des neuen Rußland, nämlich die Mafia-Bosse.

Wer eine grundsätzliche Abhandlung zu Einbalsamierung und Totenkult im Kommunismus sucht, ist mit diesem Buch jedoch falsch beraten. Denn das Werk ist vielmehr eine Mischung aus autobiographischer Erzählung und der Schilderung von Geschehnissen rund um das Mausoleumslaboratorium. Die Technik der Einbalsamierung wird natürlich erläutert, aber hier liegt nicht der Schwerpunkt. Das ist insofern schade, als die immer noch weitestgehend unbekannten Einbalsamierungssitten und deren Hintergründe informativer gewesen wären als die Lebensläufe, die nichts wirklich Neues aus dem Leben im Sozialismus zu Tage fördern. Interessant ist es aber dennoch, zu sehen, wie Intrigen das Fortkommen auch in der sozialistischen Gesellschaft förderten, zugleich aber auch privilegierte Familien unter Verfolgung zu leiden hatten. --Joachim Hohwieler



Kurzbeschreibung

Die Revolution frißt ihre Kinder - meistens. Die Kinder fälschen ihre Revolutionen - aber nur gelegentlich: Ende Januar 1924, bei minus 30 Grad trifft Lenins Leiche in Moskau ein. Der ehrgeizige Biochemiker Boris Zbarski versichert der Parteiführung, er könne den toten Lenin konservieren.
Boris Zbarski hat noch kein einziges Mal als Konservator gearbeitet. Zusammen mit einem renommierten Pathologen erhält er den Auftrag. Die Sowjets sind nervös, und gefährlich sind sie auch. Glückt es den drei Wissenschaftlern nicht, bedeutet das ihren Tod. Doch die Konservierung gelingt so gut, daß die Besucher des Lenin-Mausoleums sagen: "Der Mann schläft nur".
Der konservierte Gott der Revolution wird alle 18 Monate 'generalüberholt': Man legt Lenin in eine Glaswanne, öffnet den Körper, spült ihn mit Essigwasser aus, stellt den ursprünglichen Farbton des Gewebes wieder her. Genauso werden heute im Lenin-Mausoleum die ermordeten Paten der russischen Mafia hergerichtet.Die Rituale gleichen sich...

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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Durchaus  und in mehrfacher Hinsicht  interessant, 28. Januar 2005
Ich finde das Buch durchaus informativ, schildert Zbarski doch - naturgemäß aus seiner persönlichen, sehr subjektiven Perspektive - das Leben in der Stalin-Ära und danach. Es war dies eine Zeit, in der offenbar praktisch jeder Sowjetbürger mit Verhaftung und Tod rechnen musste. Die Familie Zbarski war wegen ihrer Zugehörigkeit zum Bildungsbürgertum und zur jüdischen Gemeinde in besonderer Weise gefährdet, und dem Autor zufolge rettete sie wohl nur der Umstand, dass ohne die Tätigkeit von Vater und Sohn Zbarski im Mausoleum Lenins dessen einbalsamierter Körper kaum vor dem Verfall hätte gerettet werden können.

Ein lesenswertes Zeitbild also, und außerdem die durchaus interessante Schilderung der Umstände in Zusammenhang mit der Präparierung und Pflege von Lenins Leichnam. Es darf daran erinnert werden, dass die Authentizität dieses Leichnams und Gerüchte, es handle sich um eine wächserne Puppe, über Jahrzehnte der Gegenstand internationaler Spekulationen waren. Nun also die Erklärung zu dieser Frage - detailliert und eher faszinierend als makaber.

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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Leben als Wissenschaftler unter Stalin, 28. Juli 1999
Von Ein Kunde
Wer ausführliche Beschreibungen zur wohl einzigartigen Konservierungstechnik von menschlichen Leichen erwartet, wird enttäuscht sein. Dafür bekommt er eine spannende, nicht ganz ohne schwarzen Humor erzählte Autobiographie zum Leben als Wissenschaftler unter Stalin.
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4.0 von 5 Sternen Lenin und andere Leichen, 10. Februar 2008
Diese Rezension stammt von: Lenin und andere Leichen (Taschenbuch)
Ich fand dieses Buch sehr gut.Kein Fachbuch , aber doch erfährt man etwas über die russische Art der Bestattungen, etwas über den Autor, etwas über die Konservierung einiger berühmten Leute. Sehr interessant fand ich den Bericht über die russische Mafia, deren Grabsteine abgebildet sind und ich gar nicht wußte, das es so etwas überhaupt gibt .Allein deshalb ist es schon wert das man es kauft.
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2.0 von 5 Sternen Wenig Sachinformation, zuviel Persönliches über den Autor
Ganz nett die Hintergrundinformationen zu den Einbalsamierungstechniken und den Umständen, unter denen die Präparatoren Lenins zu leben hatten, allerdings etwas dünn. Lesen Sie weiter...
Am 9. März 1999 veröffentlicht

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