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Der Zauberberg. Roman.
 
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Der Zauberberg. Roman. (Taschenbuch)

von Thomas Mann (Autor)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 1008 Seiten
  • Verlag: Fischer Taschenbuch Verlag GmbH; Auflage: N.-A. (1. Oktober 2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596294339
  • ISBN-13: 978-3596294336
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 12,2 x 4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (78 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 3.622 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Wenn irgendwann einmal ein Preis für den besten Buchtitel vergeben werden sollte, würde für mich Thomas Manns Zauberberg ganz oben auf die Liste gehören. Noch bevor ich das Buch gelesen hatte, weckte schon das Wort Neugier auf eine magische Welt. Nun, wer den Zauberberg kennt, weiß, daß dies kein Buch von fremden Feenwelten ist, und doch waltet hier eindeutig Magie.

Die erste magische Leistung besteht darin, eine Handlung, die in einem Satz zusammengefaßt werden kann, auf 1.000 Seiten zu packen: Der junge Hamburger Hans Castorp, Sproß einer Patrizierfamilie lebt bis zum Ausbruch des ersten Weltkriegs sieben Jahre in einem Schweizer Luxussanatorium für Lungenkranke, ohne selbst krank zu sein.

Die zweite magische Leistung ist Thomas Manns Sprache, die auch in tausend Jahren nichts von ihrer Kraft verloren haben wird.

Die dritte magische Leistung ist die Behandlung der Figuren, die alle mehr mehr sind als bloße Protagonisten. Sie sind Exponate ihrer Zeit, jede für sich repräsentiert einen Teil geistigen Lebens in einer Ära, deren Ende sich vollzog während Thomas Mann am Zauberberg saß und schrieb.

Die vierte magische Leistung schließlich, die zauberbergigste vielleicht, ist das Spiel mit dem Leser. Oder besser: das Spiel mit der Geschwindigkeit des Lesers. Thomas Mann erreicht, daß dem Leser zehn Minuten Lesen wie eine halbe Stunde Lesen vorkommen, und zwar genau dann, wenn Hans Castorp denkt, er habe eine halbe Stunde geträumt. Wie sich herausstellt, waren es zehn Minuten.

Elf Jahre hat Thomas Mann an dem Buch geschrieben, das doch eigentlich nur eine Weiterführung des Themas aus Tod in Venedig sein sollte. Es wurde einer der meist gelesenen deutschen Romane. Zu recht. --Bettina Albert -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.



Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Der Zauberberg
OT Der Zauberberg OA 1924Form Roman Epoche Moderne
Der Zauberberg ist einerseits ein Zeitroman, der die geistige Lage der europäischen Vorkriegszeit vor dem Ersten Weltkrieg in Form vor allem von Diskussionen zwischen den Protagonisten des Romans und Reflexionen des Erzählers seziert; er besitzt zugleich Elemente eines klassischen Bildungsromans, der seinen jungen Helden Hans Castorp in Auseinandersetzung mit geistigen Gehalten einen eigenen tragfähigen humanistischen Standpunkt suchen lässt, und er behandelt gewissermaßen philosophisch das Wesen der Zeit, das im Roman in der im Gegensatz zur bürgerlicher Arbeitswelt und ihren Zeiteinteilungen stehenden unwirklichen und zeitlosen Atmosphäre der Bergwelt des Davoser Sanatoriums verhandelt wird.
Entstehung: Die ursprünglich als Satyrspiel und parodistisches Gegenstück zum Tod in Venedig konzipierte Erzählung, die biografisch auf einen Aufenthalt Thomas Manns in Davos 1912 zurückgeht, wurde im Laufe der langen Entstehungszeit von rund zehn Jahren zwischen 1913 und 1924 zum umfassenden philosophischen Roman erweitert und erfuhr im Verlauf durch äußere Ereignisse wie dem Ersten Weltkrieg und begleitende Arbeiten des Autors wie dem Essay Betrachtungen eines Unpolitischen (1918) mehrfach Veränderungen.
Inhalt: Der 24-jährige Hamburger Patriziersohn Hans Castorp reist vor Antritt seiner Ingenieursausbildung zu Besuch seines lungenkranken Vetters in das Sanatorium Bergfried im schweizerischen Davos. Aus den geplanten drei Wochen Aufenthalt werden sieben Jahre. In der gewissermaßen zeitentrückten, atmosphärisch von Krankheit und Tod geprägten Berg- bzw. Sanatoriumswelt erweist sich der »einfache junge Mensch« als leicht empfänglich für die sinnlichen und geistigen Einflüsse und die von den einzelnen Romanpersonen vertretenen weltanschaulichen Positionen. Hierbei stehen die verführerische Russin Clawdia Chauchat, der »Zivilisationsliterat« Settembrini, der fanatische Jesuitenschüler Naphta sowie die später auftretende »große Persönlichkeit« des Mynheer Peeperkorn sich in wechselnden Konstellationen als aufeinander bezogene Antipoden gegenüber, die gewissermaßen um die Seele des Helden kämpfen. Während der Vetter Joachim nach seiner verfrühten Abreise zurückkehrt und an seiner Krankheit stirbt (»Als Soldat und brav«), findet Hans Castorps Aufenthalt und damit der Roman sein abruptes Ende in dem ausbrechenden Weltkrieg, in dem sich die Spur des Helden verliert.
Aufbau: Der Roman ist in sieben Kapitel aufgeteilt, in Analogie zu den sieben Jahren, die Hans Castorp im Sanatorium verbringt, doch bleiben nur die ersten drei Kapitel zeitlich eng auf die ersten Tage und Wochen des Aufenthalts beschränkt, während die restlichen Kapitel in lockerem zeitlichem, episodenhaft erzähltem Verhältnis zur Handlungszeit stehen. Das Kapitel Walpurgisnacht, in dem die Liebesbegegnung zwischen Hans und Clawdia Chauchat stattfindet, steht etwa in der Mitte des Romans. Ihm folgt im Gegensatz zum rauschhaften Verführungsgeschehen eine als Aufwärtsentwicklung angedeutete geistig-menschliche Entwicklung Hans Castorps, die im folgenden Kapitel Schnee in einem zentralen Traumerlebnis Castorps ihren Orientierungspunkt besitzt. Dort findet sich, als Quintessenz der aus den Reflexionen und Unterhaltungen gewonnenen Erkenntnis, der einzige im Werk von Mann gesperrt gesetzte Satz: »Der Mensch soll um der Liebe und Güte willen dem Tode keine Herrschaft einräumen über seine Gedanken.« Freilich ist diese humanistisch-positive Einsicht des Helden als ein Traum qualifiziert, der keine Konsequenzen nach sich zieht. Der Roman als Ganzes unterstreicht vielmehr die grundsätzliche Relativität sämtlicher geistiger Inhalte und Standpunkte gegenüber einer Faktizität des Willens zur Macht, die zeitgeschichtlich im Krieg zum Ausdruck kommt.
Wirkung: Der Zauberberg gehört zu den am intensivsten rezipierten Romanwerken von Mann. Nach dem Erscheinen mischte sich große Bewunderung mit Kritik vor allem an der Intellektualität des Romans, der Philosophie, Theologie, Medizin, Psychoanalyse und anderes mehr ausgiebig verhandelt. Insgesamt wird der Roman als groß angelegtes geistiges Panorama der Vorkriegszeit und damit des Endes einer bürgerlichen Kultur verstanden. Für Mann bedeutet das Werk selbst vor allem eine klärende Auseinandersetzung über seinen ästhetischen Standpunkt im Verhältnis zur Politik und zum Ersten Weltkrieg. Ein großer Teil der Reflexionen und Überlegungen des Romans ist – bei nun veränderter Grundeinstellung – dem kurz zuvor verfassten politischen Essay Betrachtungen eines Unpolitischen entnommen. Der Zauberberg hat auch in späteren Jahren immer wieder das Interesse auf sich gezogen und wurde 1981 von Hans Werner Geissendörfer verfilmt. .

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68 von 72 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Der anwesende Tod macht mutig und befreit, 7. März 2002
Von Hans Henkel (Graz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Als Leser wird man selbst Gast im Davoser Berghof, einem Sanatorium für Lungenkranke. Man lebt mit diesen in einer Höhe, in der fast das ganze Jahr Schnee liegt und sollte sich bei der Lektüre nicht wundern, wenn einen das ein oder andere der geschilderten Symptome befällt. So erlebt man mit Hans Castorp, einem jungen Mann einer alteingesessenen Bürgersfamilie aus dem flachen Norden Deutschlands, wie Freunde, Bekannte und ihm Fremde mit unabwendbarer Natürlichkeit und ohne allzu großes Aufsehen an ihrer Krankheit sterben. Das allein erregt schon unsere Aufmerksamkeit in einer Zeit, in der der Tod dem Alltag entfallen ist. Dort oben in dieser von außen abgeschotteten Bergwelt, verliert das Sterben seinen Schrecken und wird zu einem vertrauten, mit einem Lächeln hingenommenen, ständigen Begleiter.

Es ist die Anwesenheit des Todes, die befreit, mutig macht und Grenzen überschreiten läßt. In diesem Licht erscheint die Liebesgeschichte von Hans Castorp zu Clawdia Chauchat, einer Russin, die als Patientin dort ebenfalls ihre Zeit verbringt, besonders intensiv und jeglicher Annäherung an eine reale Beziehung enthoben. Um diese Themen - Krankheit, schwärmerische Liebe, Tod - webt Thomas Mann ein strahlenförmiges Netz feinst nuancierter in Handlung eingebetteter Betrachtungen.

Ein fast ausufernd langer Teil enthält philosophisch, theologische Streitgespräche zwischen einem Herrn Settembrini und einem Herrn Naphta, die sich leichtem Verständnis entziehen. Bei genauerem Hinsehen offenbaren sie Themen von brennender Aktualität. In diese einzudringen verlangt denkerische Schärfe, Lust am Experimentieren mit Gedanken und Freude am philosophischen Disput.

Mit der Abreise von Clawdia Chauchat verliert das Buch seinen Antrieb. Es endet mit dem sich schon in den letzten Kapiteln ankündigenden ersten Weltkrieg, der Hans Castorp vor weiterer Abstumpfung und Langeweile bewahrt.

Mit viel Witz erzählt Thomas Mann eine grandiose Geschichte, die sich trotz ihres hohen Alters eine erstaunliche Frische erhalten hat und die sich trotz ihres Umfangs fast von alleine liest. Man begegnet ihr wie einer alten Bekannten, die einem vielleicht deshalb so vertraut ist, weil es auch unsere eigene sein könnte.

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45 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Zauberhafter Zauberberg, 9. November 2001
Von Jutta (Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Ein recht dicker Wälzer, der von einem Mann erzählt und von sieben Jahren, die dieser Mann in einem Lungensanatorium verbringt, gemeinsam mit seinem Vetter Joachim Ziemßen, gemeinsam mit dem Doktor Behrens und dem Psychater Krokowski, gemeinsam mit Frau Mylendonk und dem Literaten Herrn Settembrini,Madame Chauchat und wie sie alle heißen.Eine bunte Menschenschar, die vielmehr ist, als eine "Internationale der Lungenkranken", die vielmehr zu Recht ein buntes Panorama, auch Panoptikum an Gedanken, Ideen, Leidenschaften,Träumen, Abgründen, Scherzen, Gehässigkeiten zu nennen ist und in dieser Eigenschaft nicht nur den jungen Castorp, sondern auch die Leserschaft durchaus zu verwirren mag.Intellektuelle Dialoge und eine faszinierend mondäne Atmosphäre.Wunderbar artistisch und virtuos gehandhabte Sprache machen das Lesevergnügen aus.
Die märchenhafte Hermetik des Sanatoriums zieht einen schnell in seinen Bann.Schlichtweg ein Klassiker wie er angesichts des immer stärker werdenden um sich greifenden Sprachverfalls mal wieder zur Hand genommen werden sollte.Ich jedenfalls habe dieses Buch "verschlungen" und nun ja, beim Lesen "legte ich geradezu trockene Gesichtshitze zu".
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47 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Zauberhaft..., 15. Januar 2001
Von Ein Kunde
Der Roman von Hans Castorp, der nur mal so zu Besuch auf dem Zauberberg, einem Lungensanatorium, landet und dort nicht mehr wegkommt. Denn, so wird schnell klar, der Zauberberg hat seine eigenen Gesetze und seine eigene Zeit. Thomas Mann beschreibt messerscharf die kleineren und größeren Marotten der Menschen. Ob es eine Armhaltung oder ein Charakterzug ist, Mann läßt seine Figuren lebendig erscheinen und bringt uns Leser in eine merkwürdige Mischung von Distanz und Identifikation. Wir blicken, so ist klar, immer von außen auf unseren Helden und verschmelzen doch immer wieder mit ihm. Und der kleine Castorp biedert sich tüchtig an, bei den "Großen" auf dem Zauberberg. Bei dem dämonische Humanisten Settembrini, doch diesen Gott, den er selbst gewählt und der doch ihn gewählt hat, geht nieder. Der ätzende kleine, aber ebenso brillante Naphta, die zauberhaft erotische, obwohl doch auch lungenkranke Madame Chauchat, der gewaltige Lebemann Mynheer Peeperkorn lassen seine Autorität bröckelig werden. Wir sehen die Entwicklung des jungen Castorp von einem, der so tut als ob, zu jemandem, der mit der Zeit, dieser merkwürdigen, so ganz anderen Zeit auf dem Zauberberg, reift, zur echten Persönlichkeit wird. Und wir sehen, wie tappsig diese Schritte zuweilen sein können. Manns Buch ist enorm detailliert, scharf beobachtet und es menschelt überall, mal liebenswürdig, mal boshaft, mal dümmlich. Doch auch die intellektuellen Höhenflüge werden mit der Zeit als Ikarusflug entlarvt. Mann läßt sich hier viele Weltbilder austoben und zeigt sein enormes Wissen, doch wirkt dieses niemals aufgesetzt in Form eines Bildungsromanes, als welcher der Zauberberg auch teilweise beschrieben wurde. Der Zauberberg ist ein großartiges Stück Literatur, es ist lang, aber nie langweilig. Dies liegt vor allem daran, daß Mann es schnell schafft, obwohl er doch immer wieder so betont von außen schreibt, uns in die dichte und morbide Stimmung des Zauberberges einzuführen. Er entführt uns in diese Welt "da oben" und läßt uns so dicht teilhaben, weil wir ja wissen, es ist alles nur ein Buch...
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Ich werde mich hüten, den Roman "Der Zauberberg" rezensieren zu wollen. Ebenso wenig werde ich mich zur Lesung durch Gert Westphal äußern, denn auch dabei käme nichts anderes... Lesen Sie weiter...
Vor 19 Tagen von K. Michael Vorwerk veröffentlicht

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Thomas Manns unambitionierte, glatte Sprache in Verbindung mit endlosen Schachtelsätzen und einer unglaublichen Ideenlosigkeit in dem Bestreben, hunderte Seiten zu füllen, machen... Lesen Sie weiter...
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Der Roman spielt in der Vorkriegszeit in einem Sanatorium in Davos. Er veranschaulicht in diesem abgeschlossenen Lebensraum die parasitäre Lebensweise, Dekadenz und... Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Helga König veröffentlicht

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Michael:
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Der Zauberberg ist Thomas Manns bester Roman und enthält alles, was man über die Zeit, vor allem die Zeit, Liebe und Tod, Krankheit, Medizin, Religion, Atheismus, Charaktere,... Lesen Sie weiter...
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