Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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38 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Eine faszinierende Seereise, 17. Juli 2006
Brittany darf ihren Vater, einen Kapitän, auf einer Reise begleiten. Sie überlebt als einzige ein Unglück und wird auf eine Insel gespült, wo sie bei den Eingeborenen lebt und deren Heilkünste erlernt.
Als Kapitän James Cook auf der Insel anlegt, nutzt sie die Gelegenheit, um nach Jahren die Reise in ihre Heimat anzutreten.
Als Leser begleitet man Kapitän James Cook und seine Mannschaft und die einzige Frau an Bord auf der Reise von Tahiti zurück nach England. Man erlebt die großen und kleinen Freuden und Sorgen der Seeleute mit, die Freude über "Land in Sicht" und die freundlichen und feindlichen Kontakte zu den Eingeboreren der neuentdeckten Inseln.
Die Landschaftsbeschreibungen haben mir dabei sehr gut gefallen, beim Lesen entstehen sofort die Bilder der verschiedenen Gegenden.
Nach und nach lernt man viele der Seeleute - vom Kapitän bis zum Schiffsjungen - besser kennen und erfährt auch geschickt die Hintergründe jedes einzelnen. Obwohl insgesamt viele Personen vorkommen, hat man nie Probleme sie alle wiederzuerkennen. Fast so, wie wenn man selbst auf der "Endeavour" mitfahren würde und im Laufe der Monate mit allen bekannt wird. Geschickt sind verschiedene Tagebucheinträge (vorallem von James Cook) in das Buch eingebaut.
Auf jeden Fall ist das Buch viel mehr als nur die Liebesgeschichte, von der der Klappentext erzählt. Wobei diese Liebesgeschichte wirklich wunderschön und kein bißchen kitschig ist.
Mir hat "Südwinde" sehr gefallen, ich bin schon lange nicht mehr so in einem Buch versunken wie in diesem! Wirklich sehr zu empfehlen.
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Geschmacksache, 15. Januar 2009
Zuerst muss ich sagen, dass ich das Buch gekauft habe, weil es von Nicole Vosseler geschrieben wurde und mir ihre anderen Roman "Der Himmel über Darjeeling" und "Unter dem Safranmond" sehr gut gefallen haben.
Mit ähnlichen Erwartungen habe ich "Südwinde" angefangen zu lesen und wurde leider bitte enttäuscht. Würde der Name nicht vorne draufstehen, wäre ich niemals auf die Idee gekommen, dass das Buch von der selben Autorin verfasst wurde.
Das Thema an sich ist sicher sehr interessant und wie gesagt, es ist alles Geschmacksache, aber ich persönlich habe mich durch dieses Buch quälen müssen. Es war nicht in den leuchtenden Farben und Formulierungen geschrieben, wie die beiden anderen Bücher der Autorin und ich fand es eher langweilig.
Fazit: Wer sich für die Entdeckung der südlichen Hemisphere interessiert und keine Vergleiche zu den anderen beiden Romanen zieht, der liegt mit diesem Buch genau richtig. Wer aber nach einer ähnliche Form sucht, der wird wahrscheinlich enttäuscht werden.
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35 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Schillernde und authentische Beschreibung der Seereise der "Endeavour" unter James Cook und der Entdeckung Australiens, 24. Juli 2007
Häufig werden Klappentexte einem Buch nicht gerecht. So auch der Klappentext zu Nicole C. Vosselers Debütroman "Südwinde", der den Eindruck erweckt, dass es sich im Wesentlichen um einen Liebesroman handelt, während es sich doch um einen sensibel und liebevoll recherchierten historischen Roman um die abenteuerliche Reise von James Cook mit seinem Schiff "Endeavour" von Tahiti zurück nach England handelt, die mit der Entdeckung Australiens in die Geschichte einging.
1769, Tahiti. Zu ihrer Überraschung entdecken einige Männer aus James Cooks Mannschaft der "Endeavou"" eine Europäerin unter den Eingeborenen von Tahiti. Die siebzehnjährige Brittany Addison, Tochter eines Kapitäns, kam fünf Jahre zuvor als Schiffbrüchige nach Tahiti und wurde von einer Heilerin aufgenommen. James Cook entscheidet die Engländerin an Bord zu nehmen, um sie in ihre Heimat zu bringen. Zunächst scheint die Reise der "Endeavour" nur dem Zweck astronomischer Vermessungen für die Royal Society zu dienen, doch nach Durchführung dieser, zeigt sich, dass Cook und seine Mannschaft den Auftrag haben die terra australis incognita zu suchen. Eine abenteuerliche Reise, die den Kapitän und seine Mannschaft unter vielen Hindernissen und Entdeckungen vom Paradies und durch die Hölle furchtbarer Krankheiten wie Malaria und Ruhr führt, bevor zumindest ein Teil der Mannschaft wieder in die Heimat kommt.
Nicole C. Vosseler erzählt in ihrem historischen Roman die Geschichte der Entdeckung Australiens durch James Cook und die Mannschaft der "Endeavour" in bildhafter, fließender Sprache farbenprächtig, lebendig und authentisch. Paradiesische, begeisternde und beeindruckende Momente dieser Reise werden genauso greifbar wie die schwierigen Umstände und zum Teil kaum zu ertragenden Widrigkeiten, die James Cook und seine Männer auf ihren Fahrten, aber auch an Land erleiden müssen. Sämtliche Figuren von "Südwinde", ausgenommen die der Brittany Addison, sind historisch belegt und von der Autorin unter Nutzung von historischem Material wie Reisebeschreibungen und -tagebüchern der Beteiligten historisch korrekt wiedergegeben bis hin zur sensiblen und verantwortungsvollen Ausgestaltung der Charaktere. Diese einfühlsame Behandlung lässt die Autorin nicht nur ihren Hauptfiguren angedeihen sondern auch interessanten Nebenfiguren wie z. B. der Generalgouverneurin von Batavia. Von der Autorin geschickt eingesetzte Teile der Original - Tagebuch- und Journalaufzeichnungen beleben den Roman und führen die Lebensumstände der Seeleute auf ihrer Reise und die Tragik ihres Schicksals noch deutlicher vor Augen. Die fiktive Figur Brittany setzt die Autorin ein, um insbesondere der geheimnisvollen Figur des Ersten Offiziers Zachary Hicks, über den eher wenig historisches Material vorliegt, näher zu kommen. Die Liebesgeschichte zwischen Brittany Addison und Zachary Hicks nimmt zwar einigen Raum ein, dennoch ist der Roman insbesondere für Leser empfehlenswert, die sich für die Fahrt der "Endeavour", deren Mannschaft und Stationen interessieren.
Nicole C. Vosselers historischer Roman "Südwinde" über die Reise der "Endeavour" unter Kapitän James Cook und seiner Mannschaft lässt vor dem geistigen Auge des Lesers nicht nur das Kartographieren Neuseelands sondern auch den ersten Landgang von Europäern an der Ostküste Australiens lebendig werden und besticht durch akribische Ausgestaltung der historischen Charaktere. Ich lasse mich sicher gerne wieder von Nicole C. Vosseler auf eine historische Reise entführen.
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