Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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27 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Bewegendes Portrait einer starken Frau, 8. März 2003
zuerst einmal ein großes Lob an Barbara Mujica für diese wunderbar erzählte Geschichte, die mich zutiefst berührt hat. "Meine Schwester Frida" ist bereits mein zweites Buch über die berühmte mexikan. Malerin Frida Kahlo 1907-1954. Cristina Kahlo, das Nesthäkchen der Familie, stand schon immer im Schatten ihrer exzentrischen Schwester Frida. Von allen ungeliebt und in die Ecke gedrängt - erzählt sie die anrührende Geschichte, sehr emotional, dem Leser leicht verständlich. Dabei werden auch intime Momente mit Fridas zahlreichen Männerbekanntschaften nicht ausgelassen. Es entsteht ein genaues Bild über die einzelnen Familienmitglieder, vordergründig Frida, die am 19. September 1925 einen fürchterlichen Unfall hatte, bei dem sie schwere Verletzungen davontrug. Seitdem ans Bett gefesselt malte sie wie eine Besessene Bilder - teilweise sehr schockierende -, in denen sie ihre Trauer verarbeitete (ganz bekannt auch Bild "Die gebrochene Säule", das an ihren Unfall erinnert). Im Vergleich zu Rauda Jamis "Ein Leben für die Kunst" muß ich persönlich diesem Buch einen Stern abziehen, denn es hat sich mehr auf die Persönlichkeit Fridas konzentriert, dieses ist zu weitschweifig (Familie, Freunde, Politik). Aber das ist natürlich Geschmacksache. B. Mujicas Roman basiert auf biographischen Fakten, Briefen und Tagebüchern und besticht durch seine ungewöhnliche, aber gute Erzählweise.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
nette Bettlekture, 24. September 2003
Eine Geschichte wie sie bei einem Psychiater erzählt wird, nicht sonderlich gut gewählt, da überflüssig, die kurzen Unterbrechungen wenn Christina weinen soll und am Ende der wiederholt auftretende Satz "Gehen sie jetzt bitte", wirkt da eher lästig. Ansonsten eine schöne Geschichte, interessant geschrieben, wenn auch ziemlich verworrene Situationen dazu gedichtet, aber so sah die Autorin die Künstlerin wohl nun mal. Frida von einem Alter von 6, wie sie in der Schule gegen Anfeindungen kämpft, die Kinderlähmung, die Hochschule, der Unfall, die Liebe und das damit verbundene Leid zu Diego Rivera, der Betrug der Schwester, die tausend Affären der zweifelsohne faszinierenden Künstler. So könnte ihr Leben ausgesehen haben, und so könnte sich die Schwester der großen Künstlerin dabei gefühlt haben. Man sollte sich nur zu Beginn des Buches schon bewusst machen, dass die Geschichte keine wahre Erzählung ist.
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10 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
enttäuscht, 12. August 2003
Von Ein Kunde
Bárbara Mujica hat ein fiktionales Werk über das Leben Frida Kahlos aus der Sicht ihrer jüngeren Schwester Cristina Kahlo geschrieben. Mujica schreibt, es habe sie interessiert, wie es gewesen sein könnte, die unbedeutende Schwester der berühmten Malerin zu sein und auch die "unbegrenzte Fähigkeit, anderen wehzutun, auch denen, die wir aufrichtig lieben". Dabei bleibt die erzählende Schwester - die das Leben von Frida Kahlo gleichsam in psychoanalytischen Sitzungen ausbreitet - merkwürdig farb- und leblos, unabgelöst, oberflächlich, kleinlich, als Person ziemlich uninteressant - und somit schemenhaft. Defensive Äußerungen und ein ständig vordergründiges schlechtes Gewissen durchziehen - wie eine ewige Litanei - die Erzählung. Ich hatte die ganze Zeit das Bedürfnis - anstelle des fiktiv zuhörenden Psychiaters - der Geschichte Einhalt zu gebieten. Statt dessen hätte ich gern tatsächlich mehr über die erzählende Schwester erfahren wollen. Hier scheint mir auch die Wahl des Psychoanalyse-Settings als Handlungsrahmen eher unglücklich. Zudem scheint mir rätselhaft, warum auch noch fiktive Anekdoten -wie z.B. die über einen sexuellen Missbrauch eines minderjährigen Schülers in die Geschichte der Frida Kahlo eingeflochten wurden? Insgesamt fand ich die Personen in der Erzählung teilweise entwertend und eindimensional dargestellt. Die - sicherlich spannende - Frage der Rivalität und Ambivalenz wird - zu sehr polarisierend - dann doch nur oberflächlich "abgearbeitet". Immerhin - es ist ein interessanter Versuch.
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