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'Meine einzige Schuld ist, als Kurdin geboren zu sein'
 
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'Meine einzige Schuld ist, als Kurdin geboren zu sein' (Taschenbuch)

von Devrim Kaya (Autor), Günter Wallraff (Autor)
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch
  • Verlag: Fischer (Tb.), Frankfurt (2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596147085
  • ISBN-13: 978-3596147083
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 379.557 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

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    Nr. 59 in  Bücher > Politik & Geschichte > Politik nach Ländern > Weitere Europäische Staaten > Türkei

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Wann immer -- und das ist in letzter Zeit ja häufig -- in Deutschland die Frage der Kurden diskutiert wird, erfolgt das zumeist auf einem sehr abgehobenen Niveau. Da wird über die Lage in der Türkei, über Bleiberecht oder Abschiebung aus Deutschland oder ganz allgemein über die historische Situation diskutiert. Allzu leicht verliert der Betrachter dabei jedoch aus dem Auge, daß man hier über Menschen redet. Und allzu leicht ist die Diskussion deswegen auch wenig mitfühlend. Darum sollten viele Mitbürger einmal einen Blick in Devrim Kayas Buch werfen, denn hier wird die ganze Problematik aus einer anderen Sichtweise geschildert, nämlich der einer direkt Betroffenen.

Die Kurdin Kaya beginnt ihre bewegende Geschichte mit der Schilderung ihrer harten Jugend: Hin- und hergerissen zwischen rauhen Eltern und verständnisvollen Großeltern versucht das junge Mädchen in einer Türkei zurecht zukommen, die alles Kurdische verbietet. Als sie dann Begeisterung für die kurdische Arbeiterpartei PKK entwickelt, wird sie verhaftet. Die anschließende Zeit der Haft und Folter wird von Kaya erschütternd genau geschildert. Nach ihrer Flucht nach Deutschland sieht sich die junge Frau mit einem unmenschlichen deutschen Verwaltungsapparat konfrontiert, der ihr ein Bleiberecht verweigert.

Kaya macht bei ihren Schilderungen nicht den Fehler, zu sehr ins Einseitige zu verfallen. Sie geht ebenso kritisch an Aspekte der kurdischen Kultur heran wie auch an ihre anfängliche Begeisterung für die PKK. Dabei liefert sie eine eindrucksvolle emotionale Schilderung der Ereignisse -- und genau das ist die Stärke dieses Buches: Es ist keine theoretische Abhandlung, sondern die Schilderung eines wirklichen Lebens. So ist das Buch hilfreich, um einen Blick in eine unbekannte Türkei, aber auch in ein für viele unbekanntes Deutschland zu werfen. --Joachim Hohwieler -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

"Ich kenne viele Schicksale von Menschen, die zu uns flüchten und hierzulande weiter drangsaliert werden. Aber Devrims Geschichte ist ganz außergewöhnlich: ebenso fesselnd wie ergreifend erzählt." (Günter Wallraff)

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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Sehr erschütternde Lebensgeschichte einer jungen Kurdin., 31. Mai 1999
Von Ein Kunde
Eine junge Kurdin, von ihren Eltern oft deswegen mißhandelt, weil sie ein Mädchen und kein Junge ist, versucht nach dem ersten Zusammentreffen mit türkischen Sicherheitskräften sich der PKK anzuschließen. Dabei fliegt sie durch einen Spion auf und wird erneut verhaftet.

Die folgenden 15 Tage wird sie, obwohl erst siebzehn Jahre alt, in verschiedenen türkischen Gefängnissen grausam mißhandelt und gefoltert. Es gelingt ihr, trotz der Folter ihr ganzes in der kurzen Zeit bei der PKK erworbenes Wissen bei sich zu behalten. Schließlich kommt sie in ein "normales" Gefängnis. Dort ist zwar das Essen nicht immer genießbar, zumindest wird sie dort aber auch nicht mehr gefoltert, und sie kann andere Gefangene für die PKK ausbilden.

Nach ihrem vierten Verhandlungstermin vor dem Staatssicherheitsgericht wird dann ihre vorläufige Freilassung verfügt. Kurz danach flieht sie zu Verwandten nach Istanbul und von dort mit Hilfe von Schleppern weiter nach Deutschland, wo ihre Eltern mittlerweise leben.

Das Bundesamt für die Anerkennung von Asylbewerbern glaubt ihr ihre Geschichte zwar teilweise, da in der Türkei nach deutscher Gesetzeslage aber keine politische Verfolgung stattfindet, wird ihr Asylantrag, diverse Folgeanträge und Klagen abgewiesen. Zeitweise muß sie untertauchen, um ihrer Abschiebung zu entgehen.

Der Herausgeber schreibt über dieses Buch: "Ich kenne viele Schicksale von Menschen, die zu uns flüchten und hierzulande weiter drangsaliert werden. Aber Devrim Kayas Geschichte ist ganz außergewöhnlich: Sie berichtet jenseits der Klischeevorstellungen auch der eigenen Kultur gegenüber selbstkritisch und ironisch, aber ebenso ernst und engagiert; aus der Perspektive und mit dem Mut einer Verzweifelten."

Dem ist nicht mehr viel hinzuzufügen, außer vielleicht: Hut ab vor der Autorin, daß sie diese Grausamkeiten überstanden und trotzdem ihren Stolz bewahrt hat.

Zurück bleibt tiefer Scham über unsere Gesetze, unsere Verwaltung und unsere Justiz in Deutschland, die verfolgten und traumatisierten Flüchtlingen wie der Autorin kein Leben in Frieden gönnen wollen. An mehr Menschlichkeit gegenüber solchen Flüchtlingen würde unser Land mit Sicherheit nicht zusammenbrechen.

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7 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen Kitschig, unglaubwürdig und voller Fehler, 14. Juli 2004
Von Ein Kunde
Eigentlich sollte das Buch <Meine einzige Schuld ist, als Tochter meines Vaters geboren zu sein> heißen, da man eigentlich sehr wenig über die PKK, Kurden usw. erfährt.

Das Buch ist genauso kitschig wie sein Titel. Die Autorin erzählt ihre <PKK-Karriere>, obwohl sie niemals aktiv bei der PKK war und noch nie eine Waffe in der Hand hielt, und das mit strotzendem kurdischem Nationalismus und voller Selbstüberzeugung. Mehrere Male berichtet sie, wie klug und clever sie doch ist und alle anderen immer austrickst oder überflügelt.

Außerdem spricht sie auch ständig (vor allen in den ersten Kapiteln) von Kurdistan und eigentlich nie von der Türkei als Land und nennt z. B. Mersin <türkisches Ausland> oder spricht von <osmanisch-islamischer Fremdherrschaft>.

Ich kann auch gut verstehen, warum so viele Häftlinge in der Türkei gegen modern Einzelzellen sind, da Autorin schreibt: >Durch die ideologische Schulung fühlten wir uns nicht mehr als Gefangene in einem Gefängnis, sonder vielmehr als Studenten an einer Universität der Revolution.> (Seite 133).

Das Buch ist bis zur ihrer Flucht nach Deutschland eigentlich ganz interessant bzw. nicht langweilig, danach aber wird das Buch sehr flach. Die Autoren beschreibt wieder den ständigen Streit in ihrer Familie und ihre <beispielhafte> Integration, ihren Aufstieg bei McDonald's, ihr Asylverfahren usw.

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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen "Meine einzige Schuld ist, als Kurdin geboren zu sein" Kaya, 12. März 2005
Von Ein Kunde
Also ich muss sagen, dass dieses Buch sehr gefühlsbetont ist und sehr gut Gedanken und Handlungen wieder gibt. Ich finde das Devrim eine sehr bewegende und lehrhaftes Leben hat. Ich finde man lern immer wieder was dazu, gefühle und das Leben andere Menschen kennenzulernen.
MFG
Rosa
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5.0 von 5 Sternen Meine einzige Schuld ist als Kurdin geboren zu sein.
Sehr glaubhafte und realitätsnahe Erlebnisse einer Kurdin, die im kurdischen Teil (Dersim) der Türkei aufgewachsen ist und erlebt, wie das türkische Militär kurdische Dörfer... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. August 2003 von southlander2003

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