Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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34 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Super Werkausgabe, 22. November 1999
Von Ein Kunde
Eigentlich spricht der sehr niedrige Preis ja schon für sich: Für 50 Mark alles Wichtige von Franz Kafka bekommt man ja auch nicht alle Tage eangeboten. Dazu sind die Bände auch noch sehr hübsch gestaltet und hervorragend ediert: Anmerkungen, Vor- und Nachworte usw. runden den sehr guten "äußeren" Eindruck ab. Dazu kommt aber natürlich auch noch das "Innere": Kafkas Geschichten gehen unter die Haut. Berühmt sind natürlich die anrührende "Verwandlung" oder der "Prozeß", der Kampf gegen eine unsichtbare und nicht zu greifende Obrigkeit. Trotzdem lohnen auch die unbekannteren Schriften oder die Tagebücher; letztere tragen außerdem viel zum Gesamtverständnis Kafkas bei. Mein Lieblingsband ist trotzdem das "Schloß", in dem ein Mensch vor den Toren alt wird, durch die er nicht treten kann, und hinter denen doch vermutlich nichts anderes sein würde als vor ihnen... (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Es ist ein Glück, daß diese Werke auf uns zugekommen sind., 9. August 2009
Man kommt leichter zu jedem anderen als zu sich."
(Jean Paul)
Während des Ersten Weltkrieges gab der Verlag Wolff billige Bändchen kleiner Bücher von unbekannten jungen Autoren heraus. Eines Tages im frühen Jahr 1916 enthielt das Bändchen: "Der jüngste Tag" eine Geschichte mit dem Titel: "Die Verwandlung" von jenem unbekannten Franz Kafka, von dem Herrmann Hesse so angetan war, dass er dieses kleine Spinnweb aus Spiel und tödlichem Ernst nie wieder vergessen konnte. Als Franz Kafka dann 1924 starb, blieb sein Werk als Nachlaß bei Max Brod mit der testamentarischen Aufforderung, alle Werke zu vernichten. Elf Jahre nach Kafkas Tod fand Hesse immer noch, dass es nötig sei, eine Gesamtausgabe zu präsentieren, ob der Qualität, der dichterischen Geistigkeit, der beunruhigenden und doch beglückenden Dichtung.
Symbolschaffende Phantasie mit ursprünglicher Sprachkraft, so ist Kafka, und Hesses Wunsch wurde in dem Jahr 1935 hoffnungsvoll und allmählich mit dem ersten Band Realität. Dass Max Brod sich dem letzten Wunsch des Dichters widersetzte, ist ein weiteres Zeichen, wenn auch posthum für Kafka, der Zeit seines Lebens an der Unerträglichkeit der eigenen Existenz litt, die Verbindung von Mensch und Gesetz (Gott) als Unmöglichkeit erlebte und aus bewegter Starrheit mit dem Todesurteil des Werkes sich - Dank Max Brod vergeblich - endgültig und vollständig aus dem Leben nehmen wollte. Wie er in "Das Schloß" nicht besser dokumentieren konnte, dass mit ihm ein Diener da steht, der weiss um eine Herrschaft, der zu dienen ist und er bei dieser kein Gehör findet. Der Diener findet seinen Herrn nicht und somit sein Leben keinen Sinn. Kafkas Unmöglichkeit des Findens im Dichterischen erhellt jedoch im Gegenlicht die Möglichkeit der Gnade oder der Erlösung. Doch für Kafka wird diese Hoffnung nicht spürbar, diese letzte Pforte bleibt unerreicht, auch für den Leser seiner Erzählungen, Romane und Aphorismen. Kein Aufatmen, es bleibt Verwirrung und Verzweifelung, aber dafür hebt den Leser ein enormer Tiefgang in bewegter Sprache und zu enträtselnder Bedeutung, eine vielfache Welt von Symbolen und Gleichnissen, von ungesagt Gesagtem.
Die Neue Züricher aus dem Jahre 1935 schrieb mit Hesse: "... einen Zauber der Verstrickungen, eine Anmut, über der man für Augenblicke ihre Melancholie vergißt. Es ist ein Glück, daß diese Werke auf uns zugekommen sind." Diese Meinung teilt der Rezensent und folgerichtig ist Kafka gesamthaft eine Empfehlung.
PS
diverse Buchbesprechungen bietet der Rezensent, aufgeführt in der Liste: Franz Kafka - 125 Jahre
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Inhalt, 15. Dezember 2007
1) Tagebücher 1910 - 1923, 576 Seiten
2) Hochzeitsvorbereitungen auf dem Lande und andere Prosa aus dem Nachlaß, 358 Seiten
3) Erzählungen, 244 Seiten
4) Der Prozeß, 230 Seiten
5) Amerika, 262 Seiten
6) Das Schloß, 357 Seiten
7) Beschreibung eins Kampfes (Novellen, Skizzen, Aphorismen aus dem Nachlaß), 272 Seiten
Die Bücher sind schlicht und dezent schwarz, haben ein Softcover und kommen im Schuber daher. Für jeden Kafka-Anhänger nur zu empfehlen, besonders da es gebrauchte Exemplare sehr günstig gibt.
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