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Das Ich und das Es: Metapsychologische Schriften. (Psychologie)
 
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Das Ich und das Es: Metapsychologische Schriften. (Psychologie) (Taschenbuch)

von Sigmund Freud (Autor)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 354 Seiten
  • Verlag: Fischer (Tb.), Frankfurt; Auflage: 12., Aufl. (1. April 1992)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596104424
  • ISBN-13: 978-3596104420
  • Größe und/oder Gewicht: 19,3 x 12,4 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
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Produktbeschreibungen

Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Das Ich und das Es
OA 1923 Form Sachbuch Bereich Psychologie
In dieser Schrift führt Freud sein Modell von den drei psychischen Instanzen »Ich«, »Es« und »Über-Ich« ein, womit die Entwicklung des (»orthodoxen«) psychoanalytischen Lehrgebäudes im wesentlichen abgeschlossen ist.
Voraussetzungen: Freud führte in seiner Schrift Jenseits des Lustprinzips (1920) den Begriff des Todestriebs in seine Lehre ein, an dem er bis zu seinem Lebensende festhielt und der seine Trieblehre sowie das darauf basierende Menschenbild grundlegend modifizierte. Während er zuvor vom Dualismus zwischen Sexualtrieben und Ich- oder Selbsterhaltungstrieben ausgegangen war, stellt er nun dem »Eros« (Lebenstriebe, Libido) den »Todestrieb« (Aggressions- und Destruktionstrieb, Selbstdestruktion) gegenüber.
Inhalt: Die programmatische Schrift Das Ich und das Es setzte die Gedankengänge von Jenseits des Lustprinzips fort. Freud will nun seine bisherige Modellvorstellung vom »psychischen Apparat« verändern, wie er ihn im Schlusskapitel der Traumdeutung entworfen hatte. Dieser ist aus drei Systemen oder »Instanzen« aufgebaut: »Unbewusst«, »Vorbewusst« und »Bewusst«. Zwischen den Systemen »Unbewusst« (dem »Verdrängten«) und »Vorbewusst« nimmt Freud eine »Zensur« an, die den unbewussten Inhalten und Vorgängen nicht erlaubt, ohne vorherige Umwandlung im Sinne einer »Kompromissbildung« ins Vorbewusste zu gelangen. Die vorbewussten Regungen und Inhalte sind zwar nicht aktuell bewusst, jedoch ohne weitere Umwandlungen dem Bewusstsein zugänglich. Diese Theorie wird auch als die »erste Topik« bezeichnet. Freud argumentiert hier aus der Perspektive des Unbewussten (Verdrängten), das er zugleich als kreative seelische Macht anerkennt.
Die »zweite Topik« unterscheidet die Instanzen »Ich«, »Es« und »Über-Ich«. Durch die Erkenntnis unbewusster Abwehrmechanismen im Dienste der Gesamtpersönlichkeit rückt nun das »Ich« ins Zentrum der Betrachtung. Das »Es« ist Reservoir der Triebe, der angeborenen wie der verdrängten, die mit »Ich« und »Über-Ich« in Konflikt treten. Diese haben sich ihrerseits entwicklungsgeschichtlich aus dem »Es« heraus entwickelt. Das »Über-Ich« ist die Instanz des Gewissens, die vor allem durch Verinnerlichung elterlicher Gebote und Verbote entsteht und Triebverzicht fordert. Das »Ich« als Vermittlungsinstanz ist von drei Seiten bedroht: »Von der Außenwelt her, von der Libido des ‚Es’ und von der Strenge des ‚Über-Ichs’«. Die Zielsetzung der psychoanalytischen Therapie ist dementsprechend auf eine Stärkung des »Ich« ausgerichtet: Der Neurotiker soll autonom werden und sich von psychischen Zwängen befreien, unter denen sein »Ich« leidet.
Wirkung: »Das Ich und das Es« bedeutet eine Zäsur für die psychoanalytische Theoriebildung. Die weitere Entfaltung der Psychoanalyse in ihren verschiedenen Schulrichtungen setzt sich vor allem mit dieser »Ichpsychologie« Freuds auseinander, deren Modell in kulturanthropologischer Hinsicht das 20. Jahrhundert geprägt hat. H. S.


Kurzbeschreibung

Die programmatische Schrift Das Ich und das Es setzte die Gedankengänge von Jenseits des Lustprinzips fort. Freud will nun seine bisherige Modellvorstellung vom >>psychischen Apparat<< verändern, wie er ihn im Schlusskapitel der Traumdeutung entworfen hatte. Dieser ist aus drei Systemen oder >>Instanzen<< aufgebaut: >>Unbewusst<<, >>Vorbewusst<< und >>Bewusst<<. Zwischen den Systemen >>Unbewusst<< (dem >>Verdrängten<<) und >>Vorbewusst<< nimmt Freud eine >>Zensur<< an, die den unbewussten Inhalten und Vorgängen nicht erlaubt, ohne vorherige Umwandlung im Sinne einer >>Kompromissbildung<< ins Vorbewusste zu gelangen. Die vorbewussten Regungen und Inhalte sind zwar nicht aktuell bewusst, jedoch ohne weitere Umwandlungen dem Bewusstsein zugänglich. Diese Theorie wird auch als die >>erste Topik<< bezeichnet. Freud argumentiert hier aus der Perspektive des Unbewussten (Verdrängten), das er zugleich als kreative seelische Macht anerkennt. Die >>zweite Topik<< unterscheidet die Instanzen >>Ich<<, >>Es<< und >>Über-Ich<<. Durch die Erkenntnis unbewusster Abwehrmechanismen im Dienste der Gesamtpersönlichkeit rückt nun das >>Ich<< ins Zentrum der Betrachtung. Das >>Es<< ist Reservoir der Triebe, der angeborenen wie der verdrängten, die mit >>Ich<< und >>Über-Ich<< in Konflikt treten. Diese haben sich ihrerseits entwicklungsgeschichtlich aus dem >>Es<< heraus entwickelt. Das >>Über-Ich<< ist die Instanz des Gewissens, die vor allem durch Verinnerlichung elterlicher Gebote und Verbote entsteht und Triebverzicht fordert. Das >>Ich<< als Vermittlungsinstanz ist von drei Seiten bedroht: >>Von der Aussenwelt her, von der Libido des 'Es' und von der Strenge des 'Über-Ichs'<<. Die Zielsetzung der psychoanalytischen Therapie ist dementsprechend auf eine Stärkung des >>Ich<< ausgerichtet: Der Neurotiker soll autonom werden und sich von psychischen Zwängen befreien, unter denen sein >>Ich<< leidet.

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61 von 64 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Guter Einstieg in die Metapyschologie, 26. Juni 2001
Von Martin Johan Stiegler (Beijing China) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Dieses Buch ist eine wirklich gute Einführung in die Abhandlungen des Sigmund Freund. Es enthält, glücklicherweise, keine Briefwechsel und auch keine Memoiren. Stattdessen ist gliedert sich diese Buch nach den verschiedenen Grundbegriffen der Metapsychologie und ist durchaus so geschrieben, dass auch jemand ohne Vorkenntnisse einen Mehrwert aus diesem Buch ziehen kann. Das Niveau des Buches steigt jedoch relativ stetig an. Auf die anfangs eingegangen Begriffe wird später stets wieder verwiesen. Es macht also, zumindest für Laien durchaus Sinn, dieses Buch von vorne nach hinten zulesen. Ich denke dieses Buch eignet sich sowohl für Studienbeginner als auch für den interessierten Leser. In diesem Buch werden zunächst Grundbegriffe wie das Bewusste und das Unbewusste erklärt und zum Teil auch recht anschaulich erläutert. Anschließend wird mit den behandelten Grundkenntnisse auf bestimmte Prinzipien wie das Lustprinzip eingegangen. Außerdem kann man sich auf interessante Themen wie Traumdeutung, Triebe und Unlust freuen. Dabei werden auf die verschiedenen Aspekte der Auslegung besonderen Wert gelegt. Die einzelnen Aspekte werden oft mit anschaulichen Beispielen insbesondere aus der Kindeserziehung oder aus der Fauna erläutert. Erwähnenswert ist auch die Darstellung verschiedener psychischen Krankheiten, wie etwa verschiedene Depressiva. Auch der Sex kommt in diesem Buch nicht zu kurz. Es werden sowohl der Fetisch als auch Sado- und Masochistische Veranlagungen diskutiert.

Insgesamt ein lohnenswertes Buch, welches ich hiermit weiterempfehlen möchte.

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