Aus der Amazon.de-Redaktion
Der 41. und der 43. Präsident der USA, George Bush und sein Sohn George W.(alker), haben vieles gemeinsam, was einer politischen Karriere eigentlich nicht unbedingt förderlich sein sollte. Beide sind, um es schmeichelhaft auszudrücken, rhetorisch keine großen Meister, und in der Welt (von der sie erstaunlich wenig wissen) sind beide nicht sonderlich beliebt. Trotzdem: Die Bushs wurden und werden, und dies ist eine weitere Gemeinsamkeit, gemeinhin unterschätzt. Dies jedenfalls meint Robert von Rimscha, der mit
Die Bushs. Weltmacht als Familienerbe nach seinem hoch gelobten Buch
Die Kennedys ein weiteres ausgesprochen lesens- und bedenkenswertes Familienporträt vorgelegt hat.
Darin legt der Autor sehr anschaulich dar, weshalb man seiner Meinung nach, wenn man Amerika verstehen will, an der Familie Bush nicht mehr vorbeikommt. Ja, am Ende äußert er sogar die Überzeugung, dass unabhängig davon, ob George W. in seinem Amt bestätigt wird, die Bushs Amerika und damit der Welt erhalten bleiben werden. Und tatsächlich: Mit George P.(rescott) Bush, dem Sohn von George W. Bushs jüngerem Bruder und Gouverneur von Florida, Jeb (dem Ambitionen für die Präsidentschaftswahl 2008 nachgesagt werden), steht nämlich die nächste politische Generation der Bushs schon in den Startlöchern. Bereits 1988 hatte der damals erst zwölfjährige George P. bei republikanischen Wahlparteitagen Reden für seinen Großvater halten dürfen. Und später hat er den Wahlkampf seines Onkels tatkräftig unterstützt. Nicht ausgeschlossen, dass der an der Rice-University und der University of Texas ausgebildete Jurist der Familiengeschichte dereinst ein weiteres präsidiales Kapitel hinzufügen könnte. --Andreas Vierecke
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Der langjährige Amerika-Korrespondent des Berliner "Tagesspiegel", Robert von Rimscha, legt nach Die Kennedys - Glanz und Tragik eines amerikanischen Traums nun eine weitere Familiengeschichte vor. Es geht um die "schießwütigen Cowboys" (Heide Simonis) aus Texas, die Bushs. Hauptakteure sind der 41. Präsident der USA, George Bush, dessen Sohn George W. Bush, 43. Präsident der Vereinigten Staaten, und -- nicht zu vergessen -- Barbara Bush, die Frau von Bush senior. Vater und Sohn Bush verbindet, dass eigentlich keiner damit gerechnet hat, dass sie den einflussreichsten Posten in der Weltpolitik bekommen würden.
Auch bei von Rimscha wird Kritik am Gebaren der letzten Supermacht deutlich. Anders aber als Politiker wie Simonis oder Kommentatoren hierzulande bemüht sich der Autor, das starke Ressentiment gegen das Amerika der Bushs nicht zu pflegen. Diese Form der Annäherung macht das Buch für alle interessant, die mehr erfahren wollen über eine Familie, die sich zunächst in die wirtschaftliche Elite des Landes hocharbeitete, um dann mehr und mehr ins Politikgeschäft einzusteigen. Die Bushs bietet keine spektakulären Enthüllungen. Das Buch ist auch kein Frontalangriff aus dem "alten Europa". Robert von Rimscha ermöglicht einfach einen interessanten Einblick in die Familiengeschichte der Bushs. Eine Familie, von der man, unabhängig vom Ausgang der nächsten Präsidentschaftswahlen, sicher noch hören wird. --Carsten Hansen