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Geschichte der Weltausstellungen
 
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Geschichte der Weltausstellungen (Gebundene Ausgabe)

von Winfried Kretschmer (Autor)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 303 Seiten
  • Verlag: Campus Sachbuch; Auflage: 1 (15. September 1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3593362732
  • ISBN-13: 978-3593362731
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 545.095 in Bücher (Die Bestseller Bücher)
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Am 1. Mai 1851 öffnete die "Great Exhibition" in London ihre Pforten. Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit sollten "die Industrie-Erzeugnisse aller gebildeten Völker der Erde zu einer vergleichenden Zusammenstellung vereinigt" werden, um "den Standpunkt der industriellen und künstlerischen Entwicklung der ganzen Menschheit durch Proben ihrer Erzeugnisse" darzustellen. Die Weltausstellung war geboren.

Von London aus trat die Idee ihren Siegeszug um die Welt an. Seitdem hat es 30 weitere Weltausstellungen gegeben, und jede Schau versuchte größer, sensationeller und spektakulärer zu sein als die vorherige. Auch die Ausstellungskonzeption änderte sich. Zuerst als industrielle Leistungsschau gedacht, entwickelte man später den ehrgeizigen Anspruch, alle Erzeugnisse menschlichen Schaffens in einer universellen Weltausstellung zu vereinen. Der Wandel von der Industrieschau zur Kulturausstellung war nicht der einzige bedeutende Entwicklungstrend in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Hatten zunächst die Aussteller die Hauptrolle gespielt, so traten nun mehr und mehr die Nationalstaaten selbst ins Rampenlicht. Weltausstellungen wurden zum Propagandamittel und zur Bühne nationaler Selbstinszenierung und Selbstdarstellung. Erst nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges kam ein neues, und bis heute richtungsweisendes Thema hinzu: die Zukunft unserer Gesellschaft.

Winfried Kretschmer hat nun eine spannende Ideen- und Wirkungsgeschichte der Weltausstellungen vorgelegt. Ihn interessieren weniger die Daten und Fakten, -- eine Sammlung der wichtigsten Zahlen findet sich im Anhang des Buches -- sondern mehr die historischen Entwicklungslinien und Brüche, die sich hinter den schillernden Fassaden der Ausstellungspaläste verbergen. Kretschmer wirft damit zugleich die Frage auf, ob Weltausstellungen in der globalen Wissensgesellschaft des 21. Jahrhunderts überhaupt noch zeitgemäß sind. --Stephan Fingerle

Pressestimmen

06.11.1999 / Westfalen-Blatt: Das Olympia der Techniker "'Die Geschichte der Weltausstellungen' ist gut, nützlich und notwendig - ein packendes Stück Bildung. Kretschmer brilliert mit profunder Sachkenntnis. Sein Stil ist klar, gewinnend und unprätentiös."

06.11.1999 / Oberösterr. Nachrichten: Die Weltausstellungen "Eine informative Kulturgeschichte der besonderen Art."

01.01.2000 / Computerwoche: Der Glaube an die Technik "Wie spannend Industriegeschichte sein kann, zeigt diese schön bebilderte Zeitreise."

01.02.2000 / Haus der Geschichte - Magazin: Zivilisationsgeschichte "Kurz vor der Eröffnung der EXPO 2000 liefert dieses Buch spannende Einblicke in die 150jährige Geschichte der Weltausstellungen."

01.03.2000 / BuchJournal: Die Welt zu Gast "Unterhaltsam, historisch genau und anschaulich bebildert."

01.03.2000 / Spektrum der Wissenschaft: Mensch, Natur, Technik "Eine interessante und lesenswerte Chronik."

25.05.2000 / Die Zeit: Medienereignisse "Eine spannende Zeitreise, die auch die Schattenseiten des technisch-industriellen Fortschritts nicht ausspart."

30.05.2000 / Frankfurter Allgemeine: Bücher rund um die Expo 2000 "Sorgfältig recherchierte historische Fakten, zahlreiche Illustrationen: Das Buch besticht durch eine übersichtliche und facettenreiche Darstellung, die eigene Aussagen nicht scheut."

02.06.2000 / Frankfurter Rundschau: Die Menschen heiß machen auf Zukunft "Das Buch bietet vielfältige industrie- und sozialhistorische Informationen in unterhaltsamer Form und ist auch ein ästhetischer Augenschmaus."

02.06.2000 / Stuttgarter Zeitung: Dauerhafter als die Expo 2000 "Dem Journalisten Kretschmer und dem Campus-Verlag ist ein in jeder Hinicht empfehlenswertes Buch zur Expo gelungen: Es ist anschaulich und spannend geschrieben, gut gegliedert, grafisch sehr gut aufgelockert und mit vielen eindrucksvollen Bildern bestückt."

16.06.2000 / Heureka: I have seen the future "Die 'Geschichte der Weltausstellungen' bietet reiches Anschauungsmaterial für eine kritische Bestandsaufnahme der Moderne."

24.06.2000 / Ostthüringer Zeitung: Expo: Visionen im Themenpark "Eine wirklich spannende Zeitreise."


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4.0 von 5 Sternen Das Ende der Industrieausstellungen, 16. November 2000
Von Ein Kunde
Geschichte der Weltausstellungen

Unter dem Motto „Mensch, Natur und Technik" stand die erste Weltausstellung in Deutschland, die Expo 2000, in Hannover. Der soziale und ökologische Bezugsrahmen der technischen Entwicklung sollte dort neu konstruiert und unter das Banner der Agenda 21 gestellt werden. Geboren wurde die Idee im Aufsichtsrat der Hannover Messe AG und protegiert von der damaligen niedersächsischen CDU-Finanzministerin und späteren Expo-Chefin Birgit Breuel, damit Hannover einmal unter den konkurrierenden Messestandorten Köln und München die erste Geige spielen konnte. Dass eine Expo mehr als eine auf fünf Monate verlängerte Hannover-Messe ist, legt der Autor und Journalist Winfried Kretschmer in diesem Buch auf gut 300 Seiten sehr anschaulich dar. Kretschmer lädt in 28 von Detailkenntnis geprägten Kapiteln zu einer Zeitreise ein, in der es gilt, die Globalisierungswellen unserer Tage hinter sich zu lassen, den weltumspannenden Austausch von Gütern und Informationen zu vergessen und einzutauchen in eine Welt, in der sich Industriegesellschaft und Weltmarkt eben erst herausbilden. Die Ausstellungen des 19.Jahrhunderts werden als Fortschrittfeste skizziert. Begonnen hat alles mit der ersten Weltausstellung 1851 in London. Der „Crystal Palace", ein in nur sechs Monaten errichtetes gewaltiges Bauwerk aus vorgefertigten Eisen und Glasteilen im Hyde Park, manifestiert diesen Charakter ebenso wie das Eingangstor der Pariser Ausstellung von 1889: der Turm des Metallbauunternehmens Eiffel&Cie. „Eine widerwärtige Säule aus verschraubtem Blech von schwindelerregender Lächerlichkeit", ein „bestürzendes Hirngespinst eines Maschinenbauers, der durch seine merkantilen Pläne die Stadt entehrt", hieß es über den Turm von etlichen Gallionsfiguren des damaligen kulturellen Frankreichs. Zwar gab es immer Intrigen, Ränkespiele, Machtkämpfe und Spiegelfechtereien, aber erst mit den Ausstellungen in der zweiten Hälfte des 20.Jahrhunderts wurde der Sinn solcher Ausstellungen grundsätzlicher hinterfragt. Kretschmer spiegelt dies in seinen Überschriften: „ Das ‚Prinzip Hoffnung'des Atomzeitalters" (Brüssel 1958), „Weltraumphantasien" (Seattle1962) oder „Keine Botschaft, keine Vision" (Sevilla 1992). Der Autor weist auch auf die vielfältige Protestbewegung gegen Weltausstellungen hin. Die geplante „Expo" 1995 in Wien scheiterte in einer Volksbefragung. Anders die BewohnerInnen der Landeshauptstadt Niedersachsens - sie stimmten mit 51,5 % für die Expo 2000 in Hannover. Ein kleiner Erfolg blieb den GegnerInnen. Der niedersächsische Landtag appellierte daran, auch die Argumente der GegnerInnen in die Planung mit einzubeziehen. Von dem Ergebnis konnten sich die 18 Millionen BesucherInnen an den 151 Tagen der Expo 2000 selbst überzeugen. Vielleicht traf Japan das Ausstellungsland im Jahr 2005 den „Geist der Expo 2000" am treffendsten mit dem größten Papiergebäude der Welt. Von außen hatte es den Charme einer Tennishalle - dank der deutschen Bauaufsicht. Denn die TechnikerInnen wollten nicht glauben, dass ein Papierbau dem Regen Stand hält. Zu ihrem Verdruss mussten die Japaner daher dem Pavillon eine PVC-Hülle überstülpen: Exotik nach deutschen Normen. Der sanft geschwungene Pavillon war fast vollkommen aus Altpapier und landet nach Ende der Weltausstellung wieder im Recycling-Kreislauf. Ob Zukunftsshow, Industriemesse oder Vergnügungspark - was bleibt? Ein allemal lesenswertes und mit kleinen Illustrationen versehenes Buch, das einen Blick hinter die Kulissen der Weltausstellungen gestattet.

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