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Heilen verboten - töten erlaubt. Die organisierte Kriminalität im Gesundheitswesen
 
 

Heilen verboten - töten erlaubt. Die organisierte Kriminalität im Gesundheitswesen (Gebundene Ausgabe)

von Kurt G. Blüchel (Autor)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
  • Verlag: C. Bertelsmann Verlag (3. Dezember 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570007030
  • ISBN-13: 978-3570007037
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,6 x 4,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (18 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 290.686 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

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    Nr. 58 in  Bücher > Politik & Geschichte > Gesellschaft > Kriminalität > Mafia & Organisiertes Verbrechen

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Ist unser Gesundheitswesen noch zu retten? In seiner derzeitigen Form wohl kaum, meint Journalist und Sachbuchautor Kurt G. Blüchel. Die institutionalisierte Raffgier des "medizinisch-pharmazeutischen Industriekomplexes" kommt die Gesellschaft nicht nur viel zu teuer. Durch ärztliche Inkompetenz und billigend in Kauf genommene Nebenwirkungen wird das System auch zur Gefahr für die Patienten, so der Autor. Sein provokantes Fazit: Medizin macht krank.

Ein düsteres Szenario, das nicht ganz unberechtigt ist -- man denke an den Lipobay-Skandal oder den Widerstand der Ärztekammern gegen die Gesundheitsreform von Ministerin Ulla Schmidt. Trotzdem wirkt Heilen verboten, töten erlaubt in vielen Punkten maßlos übertrieben: Die Abrechnungsbetrügereien niedergelassener Ärzte anzuprangen, dagegen ist nichts einzuwenden. Doch zu behaupten, das einzige Ziel der Ärztekammern bestehe darin, die gesetzliche Krankenversicherung zu zerschlagen, ist zu viel des Guten.

Dass es heute mehr Herzinfarkte als vor 25 Jahren gibt -- so ein weiteres Beispiel aus Blüchels Medizinerschelte --, ist in Wirklichkeit kaum den Ärzten anzulasten. Und wenn die deutsche Medizin am Ende auch noch der geistigen Urheberschaft des Holocausts bezichtigt wird, versteigt sich Blüchel -- bei aller berechtigten Kritik an der Vergangenheitsbewältigung der Bundesärztekammer -- endgültig ins Absurde.

Wirklich Neues erfährt der Leser wenig: Blüchel hat für sein Buch kaum selber recherchiert. Der Großteil seines Materials ist medizinkritischen Standardwerken wie Ivan Illichs Die Nemesis der Medizin entnommen oder Artikeln aus Der Spiegel, SZ und dem Deutschen Ärzteblatt. Das Ergebnis ist ein scharfzüngiges Pamphlet. Zu einem Günter Wallraff des Medizinjournalismus ist es bei Blüchel allerdings noch weit. --Bernhard Wörrle

Kurzbeschreibung

Abrechnungsskandale, Pfusch am Patienten, Forschungsrückstand, Kostenexplosion. In jahrelanger Recherche hat Wissenschaftsautor Kurt G. Blüchel das deutsche Gesundheitswesen gründlich untersucht. Seine gesicherte Diagnose: Der Medizinbetrieb ist zu einem gnadenlosen Medizinsyndikat und skandalösen Unrechtssystem ausgewuchert, das nur noch mit dem organisierten Verbrechen vergleichbar ist. In seinem schockierenden Aufklärungsbericht deckt Blüchel grenzenlose Betrügereien, Raffgier und Manipulationen der weißen Halbgötter auf. Er enthüllt Skandale, die bisher streng geheime Sache von Verbänden und Ärztekammern waren. Bei der Suche nach der Ursache der Krankheit stochert er bis tief in die Nazi-Vergangenheit. Und beschwört damit die absolute Dringlichkeit, unser Gesundheitswesen von Grund auf zu erneuern.

Dieser hochbrisante Wissenschaftsreport ist das unverzichtbare Rüstzeug zum heftig umstrittenen Reformthema Nr. 1: dem Gesundheitswesen.


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64 von 72 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Moderne Sklavenhaltung, 23. September 2003
Wer sich mit dem Thema schon länger kritisch befaßt und andere Literatur gelesen hat, dem ist das Geschriebene wirklich nicht neu. Allein der Mut des Autors verdient 5 Sterne. Was kann an einem gesunden Menschen verdient werden? Kein müder Euro. Also wird der, der es mit sich geschehen läßt, möglichst sein langes Leben lang auf der Schwelle zwischen "noch nicht tot" und "gerade noch am leben" erhalten und wie eine moderne Industrie-Kuh bis auf den letzten Tropfen ausgesaugt. Und alle spielen mit.

Leider vermisse ich beim Autor die Einsicht, dass nicht nur wegen der Unübertragbarkeit auf den Menschen, sondern auch der ethisch moralischen Verpflichtung wegen, die jährlich hundertmillionenfachen grauenhaften Tiermorde zu verurteilen sind.

Ebenso hat der Autor, wie die meisten Ärzte, nicht erkannt, dass Medikamente niemals zu einer ursächlichen Gesundung führen können, sondern immer nur symptomatisch eingesetzt werden.

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63 von 71 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Krankes System mit mittelmäßigen Erfüllungsgehilfen, 9. Januar 2004
Blüchel tut genau das, was ich von einem Journalisten erwarte. Er recherchiert, deckt für die Allgemeinheit wissenswerte Mißstände auf und bringt sie an die Öffentlichkeit. Wenn wieder Mal die Mediziner und das Gesundheitssystem in der Kritik stehen betrifft das uns alle, ob wir uns dafür interessieren oder nicht. Die Fülle von Fakten, Berichten und Fallbeispielen lassen durchaus den Schluss zu, daß das Wohl von Patienten manchen Behandlungspraktiken zu weichen hat, denen sich Ärzte freiwillig unterwerfen, ohne jemals den Sinn hinterfragt zu haben. Die Krebsmedizin ist das beste Beispiel dafür, dass in der Medizin ein einmal losgefahrener Zug um jeden Preis am Fahren gehalten wird, selbst wenn er sich offensichtlich in die falsche Richtung bewegt. Wird den Medizinstudenten und Ärzten zuviel abverlangt, wenn man sie mit den wahren Gegebenheiten der deutschen Medizingeschichte konfrontiert? Selbst wenn einem als interessierten Laien der Stoff teilweise etwas trocken erscheinen mag hat Blüchel hier ganze Arbeit geleistet.Als Ergänzung zur stark geschönten Fassung der Univorlesungen zur Medizingeschichte, sind seine unbequemen Fakten bestens geeignet. Es ist eben leider kein Witz, dass bei zehn Ärzten zehn verschiedene Diagnosen und Behandlungsvorschläge herauskommen. Deswegen kann es, nicht zuletzt nach Blüchels Erkenntnissen, von Patientenseite als grob fahrlässig bezeichnet werden, sich nur auf eine ärztliche Meinung zu verlassen. Warum sollen wir Patienten nicht aus den Behandlungsfehlern lernen, die andere vor uns erleiden mußten? Wir medizinische Laien tragen die Verantwortung für unsere Gesundheit und sonst niemand. Nur weil wir diese Verantwortung bequemerweise an die Mediziner abgetreten hatten, konnte sich dieser Wissenschafts- und Ärztekult gepaart mit blindem Vertrauen entwickeln. Dieser Vertrauenskredit, auf dem sich die Ärzteschaft jahrzehntelang ausruhen konnte, wurde aber maßlos überzogen. Ein Berufsstand, der wie kein anderer sich die Aura von Absolutheit und Unfehlbarkeit zunutze gemacht hat, soll jetzt nicht jammern, wenn die Messlatte der Kritik entspechend hoch angesetzt wird. Vor jeder OP unterschreiben und bestätigen wir den Ärzten jedesmal aufs Neue, wie relativ die Qualität ärztlicher Behandlungskunst tatsächlich ist. Wenn Ärzte verlernt haben, ihr Handeln kritisch zu hinterfragen bzw. mit Kritik umzugehen, Fehler einzugestehen und sich der Relativität des eigenen Wissens bewußt zu sein, dann wird es höchste Zeit, dass wir Patienten ihnen den Sockel unter den Füßen wegziehen, auf dem sie immer noch unberechtigterweise stehen.Blüchels Informationssammlung zur deutschen Medizingeschichte und unzähliger vermeidbarer Behandlungsfehler ist ein weiterer unverzichtbarer Schuss vor den Bug des zur Selbstgefälligkeit und Arroganz mutierten deutschen Medizindampfers.
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59 von 67 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen mutig, aber wahr, 23. August 2003
Von Ein Kunde
Ich arbeite in der Pharmabranche und kann das, was in dem Buch beschrieben wird, bestätigen. Das Buch sollten vor allen Dingen mehr Patienten lesen, damit diese endlich aufwachen und sich auf die Barrikaden stellen. Diagnose- und Behandlungsfehler habe ich am eigenen Leib erfahren. Auch nahm man mir die Hoffnung auf Besserung bzw. Heilung, was zur Heilung nicht sehr förderlich ist. Außer beruflich und wenn eine Krankmeldung notwendig ist, gehe ich nicht mehr zum Arzt, sondern habe eine gute Heilpraktikerin gefunden, die meine Beschwerden abklingen ließ. Das Gesundheitssystem krankt sehr.
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Am 30. November 2004 veröffentlicht

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