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Katzen würden Mäuse kaufen. Schwarzbuch Tierfutter
 
 

Katzen würden Mäuse kaufen. Schwarzbuch Tierfutter (Broschiert)

von Hans-Ulrich Grimm (Autor)
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (69 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Broschiert: 206 Seiten
  • Verlag: Deuticke im Zsolnay Verlag; Auflage: 11 (3. März 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3552060499
  • ISBN-13: 978-3552060494
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 13,6 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (69 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 116.573 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Hans-Ulrich Grimm, hat mit "Katzen würden Mäuse kaufen" ein brillant recherchiertes Buch über die Tierfutterindustrie abgeliefert und darin uns Menschen einen Spiegel vorgehalten, die wir uns so gern betrügen lassen, wenn man bloß unserer Sehnsucht nach Harmonie und Frieden entgegenkommt." (Liane von Billerbeck, Deutschlandradio Kultur, 15.5.2007)


Kurzbeschreibung

Zufrieden schnurrt ein hübscher Kater mit glänzendem Fell, nachdem er sein Fressen bekommen hat - glaubt man der Werbung, so ist für unsere Haustiere das Beste gerade gut genug. Doch die Realität sieht anders aus. Mit Aromen, Geschmacksverstärkern, Konservierungs- und Farbstoffen und dem ganzen Arsenal der Kunstnahrungshexenküche wird ein leckeres Menü für Waldi und Minka zubereitet. Und die Zukunft hat schon begonnen: Mit Biotechnologie und High-Tech landen Bakterien und Pilze im Fressnapf unserer Lieblinge. Die Tiere leiden. Hunde und Katzen bekommen Diabetes, Herzkrankheiten und Krebs, Schweine haben Darmprobleme, und unter Rindern breiten sich gefährliche Bakterien aus, die auch den Menschen befallen können. Sie sind nicht nur im Fleisch, sondern bereits im Trinkwasser zu finden.

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79 von 80 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Erschreckende Wahrheiten, 27. August 2007
Bei seinen Ausführungen benennt der Autor immer wieder Firmen und Quellen, so dass das, was er erzählt, keine Anschuldigen ins Blaue sind, sondern tatsächlich Hand und Fuß hat. Er nennt Namen von Geschäftsleitern und Tierärzten und lässt diese direkt zu Wort kommen. Sie erzählen, was das Futter heutzutage ausmacht. Natürlich gehen hier die Meinungen weit auseinander und selbst die Hersteller geben zu, dass man den Kunden mit klangvollen und appetitlichen Namen zum Kauf animiert.

Hans-Ulrich Grimms Schreibstil erinnert an Kolumnen aus namhaften Zeitschriften. Stellenweise klingt er etwas zu reißerisch, was seine Ausführungen ein wenig die Glaubwürdigkeit nimmt. Das Buch ist aber so gut recherchiert, dass auch dem Laien schnell klar wird, dass hier ausschließlich Wahrheiten drin stecken. Leider äußert sich der Autor stellenweise auch kritisch dem allgemeinen halten von Haustieren gegenüber und wird dabei sogar sarkastisch. Das widerspricht dem eigentlichen Anliegen, dem Haustierbesitzer Informationen an die Hand zu geben, mit denen er sein Tier besser umsorgen kann. Außerdem wiederholt er sich des Öfteren. Die grundlegenden Informationen hat man bereits bekommen, nachdem man vier von dreizehn Kapiteln gelesen hat. Über diese kleinen Unzulänglichkeiten kann man aber hinwegsehen, da es einfach kein vergleichbares Werk auf dem Markt gibt. Wer sich für Tierfutter und seine Herstellung interessiert, sich auf diesem Gebiet schlau machen will und dabei nicht nur Halbwahrheiten aufgetischt bekommen möchte, muss unweigerlich auf "Katzen würden Mäuse kaufen" zurückgreifen. Außerdem lässt das Buch sich leicht lesen und überhäuft einen nicht mit Fachbegriffen oder erklärt diese gegebenenfalls. Hans-Ulrich Grimm schreibt so, dass man sich direkt angesprochen fühlt und man die Texte leicht und flüssig lesen kann. Man hat also nicht das Gefühl ein wissenschaftliches Werk in den Händen zu halten, das man eh nicht versteht, sondern liest ein Buch, das sich direkt an den Endverbraucher richtet und auch darauf ausgerichtet ist.

Fazit: "Katzen würden Mäuse kaufen" deckt erschreckende Wahrheiten auf. Jeder, der sein Tierfutter ohne nachzudenken aus dem Supermarkt bezieht, sollte dieses Buch lesen und sich darüber klar werden, was es wirklich enthält. Trotz kleiner Unzulänglichkeiten handelt es sich hier um ein Werk das Standard für Haustierbesitzer und Tierärzte sein sollte.

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25 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Starker Tobak, der den Leser wachrüttelt!, 20. Dezember 2007
Hans-Ulrich Grimm beleuchtet in diesem Sachbuch die Herkunft und Zusammensetzung des Futters, das unseren Nutz- und Heimtieren tagtäglich vorgesetzt wird. Man erfährt, wie viel Chemie nötig ist, um die Rinder, Schweine, Hühner, Katzen und Hunde davon zu überzeugen ein für sie völlig unnatürliches Futter zu fressen, von dem sie sich normalerweise wohl angeekelt abwenden würden. Er berichtet über den Einsatz von Gentechnik und hormonähnlichen Substanzen, die binnen kürzester Zeit unheimliche (und unnatürliche!) Wachstumsraten hervorrufen. Die Missachtung der Würde des Lebewesens ist besorgniserregend.

Beispiel Hundefutter: Das Trockenfutter namenhafter Firmen wird hergestellt aus Abfallprodukten der Schlachthöfe (für deren Abholung die Firmen sogar noch bezahlt werden!), einem viel zu großen Anteil Getreide (das nicht ins Futter kommt, weil der Hund es braucht, sondern weil die Konsistenz sonst nicht fest genug für die Verarbeitung zu Trockenfutter wäre) und Produkten, deren genaue Herkunft kein Mensch wirklich wissen soll (es wurde nachweislich z.B. auch schon einmal Klärschlamm zu Hundefutter verarbeitet). Damit Hund auch frisst, was er da aufgetischt bekommt, werden Geschmacksverstärker zugesetzt. Und damit es auch schön "gesund" aussieht gibt man noch eine ordentlich Portion Farbstoffe hinzu.

Den Menschen wird eine heile Werbewelt voll genüsslich schnurrender Katzen und fröhlich bellender Hunde vorgegaukelt und suggeriert, dass ihr Haustier nur mit der "ausgewogenen" Ernährung durch Fertigfutter gesund und glücklich lebt. Schließlich soll des Menschen liebster Begleiter ja nicht leben wie ein Hund!

Der Autor wirft die Frage auf, wie viele der "modernen" Hundekrankheiten wie Krebs, Allergien, Haut- und Gelenkprobleme etc. auf die artfremde Ernährung durch Fertigfutter zurückzuführen sind. Dabei stehen die Tierärzte und Tierernährungswissenschaftler fast vollständig im Dienste der großen Futterfirmen. Schon als Studenten werden sie von diesen finanziell unterstützt und auch später großzügig gesponsert. Sie verdienen am Verkauf teuer Spezialfutter und letztendlich auch an der Behandlung der durch die falsche Ernährung hervorgerufenen Krankheiten, ob es ihnen nun bewusst ist oder nicht. Von Objektivität kann da keine Rede mehr sein.

Natürlich fragt sich der Leser bei der Lektüre dieses Buches auch, was er selbst beim Verzehr von Fleisch, Milchprodukten und Eiern an Chemie schluckt und welche Auswirkungen das auf ihn hat.

Auch wenn der Autor sich stellenweise etwas im Ton vergreift, sich in den einzelnen Kapiteln oftmals wiederholt und durchweg kein roter Faden zu erkennen ist, halte ich "Katzen würden Mäuse kaufen" für ein Buch, das für jeden interessant ist, egal ob selbst Tierhalter oder nicht. Es ist starker Tobak, der gründlich recherchiert wurde und oft äußerst trocken und sarkastisch an den Leser gebracht wird. Welche Konsequenzen man aus der Lektüre dieses Buches zieht bleibt jedem selbst überlassen, aber über Whiskas, Pedigree, Royal Canin, Eukanuba und Co. wird man danach zwangsläufig anders denken.
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108 von 112 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Schluss mit Glanz und Gloria - Was ist wirklich drin?, 19. Juni 2007
Von Daniela Scholz (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Schonend gegarte Filetstreifen mit Lachs oder Zarte Stückchen vom Rind. Klingt doch eigentlich ganz lecker, was Sheba da auf den Teller bringt. Oder? Hans-Ulrich Grimm räumt mit Katzen würden Mäuse kaufen. Schwarzbuch Tierfutter ordentlich mit dem Saubermann-Image von Pedigree, Whiskas, Eukanuba und Konsorten auf und nimmt dem Haustierhalter die Illusion vom schmackhaften Ragout in Sauce.

Bereits vor der Auslieferung des Buches musste der Deuticke Verlag eine Einstweilige Verfügung gegen den Pressetext von Katzen würden Mäuse kaufen einstecken. Und nach der Lektüre des Buches kann man die Sorge von Masterfoods, die die Einstweilige Verfügung erzielten, nachvollziehen, ja, man wird fast ein wenig mitleidig. Schließlich gibt der Konzern jährlich Millionen für die Öffentlichkeitsarbeit aus  und dann das! Jemand der aufdeckt, dass die bunten Kügelchen in den Trockenfutterbeuteln und die saftigen Brocken in den Dosen nicht mehr sind als der Versuch, auch noch den letzten Müll zu Geld zu machen. Wer würde hinter so wohlklingenden Bezeichnungen wie Variationen mit Geflügel in Gelee schon Klärschlamm, Erbrochenes, Blut und Kot vermuten?

Katzen würden Mäuse kaufen ist ein hervorragend recherchiertes Buch über die Machenschaften der Futtermittelkonzerne und die innige Nähe zwischen Wirtschaft und Veterinären und wer sich weiter mit dem Thema beschäftigen möchte wird seine helle Freude an der Bibliographie haben. Wer jedoch hinter dem Titel ein Buch vermutet, dass sich ausschließlich der Futtermittelherstellung für Haustiere widmet, liegt falsch. Über weite Strecken wird detailliert die Ernährung von Nutztieren auseinander genommen. Was natürlich wichtig für das Thema ist, aber sicher nicht das, was man sich unter dem Titel vorstellt. Um das ganze Elend etwas aufzulockern, schweift Grimm in teils sehr themenfremde Welten ab. Für Geschichtsinteressierte gibt es Exkurse in die Zeiten von König Friedrich dem Großen oder dem Pfalzgrafen Hermann, Naturfreunde werden an den schönen Thuner See in der Schweiz entführt und über merkwürdige Missbildungen an den Geschlechtsteilen bei Fischen aufgeklärt, und Sportfans werden mit dem Korruptionsskandal im belgischen Fußball von 2006 konfrontiert. Auch die Kunsthistoriker kommen nicht zu kurz, natürlich finden auch die belgischen Meister wie Rubens und Bruegel Erwähnung. Und für alle, die schon immer wissen wollten, dass Karl Friedrich Louis Dobermann die nach ihm benannte Rasse aus Deutschen Doggen, Pinschern und Rottweilern züchtete, gibt es auch noch eine ausführliche Einführung in die Zuchtgeschichte der Kampfhunde und den Einsatz von Kriegshunden im alten Griechenland. Dies sind nur einige der Episoden, die zwar unterhaltsam vorgebracht werden und sicher an anderer Stelle ihre Berechtigung haben, hier aber mit dem eigentlichen Thema herzlich wenig zu tun haben.

Doch die Nerven der Leser werden noch weiter strapaziert. Da stolpert man über aufgezwungene Alliterationen, wenn Grimm sich über die Spezialisten für die Seelen von Settern, Siamkatzen, Sittichen lustig macht oder man ärgert sich über doppelt vorkommende Zitate. Und noch etwas stört den aufmerksamen Leser bereits ab dem zweiten Kapitel: Grimms zeitweilige Unfähigkeit, einen Sinnzusammenhang zwischen dem von ihm Erzählten und dem eigentlichen Thema herzustellen. Besonders unbeholfen wirkt seine verzweifelte Suche nach Kohärenz in Kapitel 6, wo er nach seitenlangen Ausführungen über Hundezucht offensichtlich merkt, dass er etwas zu weit abgeschweift ist und das Kapitel abrupt mit folgendem Satz beendet: Chemie im Futter und es freut sich das Tier?

Weiterhin fallen die großen Defizite des Autors im Bereich Hundeverhalten auf. So brillant er Fertigfutterzusammensetzungen und eigentlichen Bedarf von Hunden recherchiert hat, so wenig Ahnung hat er von den sonstigen Bedürfnissen der Vierbeiner. Wie sonst ist es zu erklären, dass er sich über Hundesportarten wie Dogdancing lächerlich macht und laut seine Verwunderung darüber, dass Hunde auch geistige Auslastung brauchen, kundtut? Das ein oder andere Mal vergreift er sich auch mächtig im Ton, wenn zum Beispiel das Pfötchenhotel sein Fett wegkriegt oder er sich der Knochenfresserbewegung annimmt und damit Rohfütterer meint.

Natürlich gibt es auch glanzvolle Höhepunkte in Katzen würden Mäuse kaufen. So zum Beispiel wenn er von Aromastoffen mit Geschmacksrichtung Heu&Kraut für Pferde berichtet oder den Einsatz von Waldmeister-Aromen zur Kaschierung von medizinischen, metallischen und chemischen Noten bei Mineralfuttermischungen erläutert. Weiterhin wird der Zusammenhang zwischen der minderwertigen Ernährung der Haustiere und ihrem schlechten Gesundheitszustand hergeleitet und auch auf die Vermenschlichung der Vierbeiner geht er ausführlich ein. Er erzählt von Menschen, die bei ihrem Wocheneinkauf auf jeden Cent achten, für ihr Tier jedoch Unmengen ausgeben. Und er wundert sich: Fürs Schnitzel wollen sie nichts ausgeben, aber bei den Schlachtabfällen kennen sie keine Grenzen.

Insgesamt ist Katzen würden Mäuse kaufen ein gut zu lesendes und amüsant geschriebenes, vor allem aber sehr informatives Buch, das seine Leser teils schockiert und teils zu einem Lächeln animiert. Insbesondere für Hundehalter, die an manchen Stellen dem Drang, das Buch an die Wand schmeißen zu wollen, widerstehen können, ist es ein durchaus empfehlenswertes Buch, das die alltäglichen und absolut legalen Schweinereien der Haustierfuttermittelhersteller mit viel Charme aufdeckt. Wer nicht vorher schon gebarft oder selbst für seinen Hund gekocht hat, wird dies nach der Lektüre nun ernsthaft in Betracht ziehen.
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Katzen würden Mäuse kaufen 0 Juli 2009
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