Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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530 von 616 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Biss zum bitteren Ende durchgehalten... nur für Fans, 15. Februar 2009
Ich gehöre auch zu denen, die das Twilight- Fieber voll erwischt hat. Ich habe die Bücher nur so verschlungen. Sicherlich ist daher meine Bewertung etwas milder und positiver mit Rücksicht darauf, dass eine Autorin es geschafft hat mich zu begeistern und mit in ihre Welt zu nehmen. Egal wie gut oder schlecht sie schreibt.
Denn zugegebener Maßen muss ich den negativ Kritiken, die laut wurden Recht geben. Stephenie Meyer ist eine mittelmäßig untalentierte Autorin. Sie hatte nur das Glück eine gute Idee zum rechten Zeitpunkt zu haben, mit der sie den Nerv einer Generation getroffen hat.
Es tut natürlich schon ein bisschen weh, wenn man in einer Geschichte, die einen so fasziniert seitenweise Belanglosigkeiten lesen muss und Dialogen lauscht, die einem die Nackenhaare sträuben lassen. Gerade die Dialoge sind teilweise so peinlich, dass man sie in die Kategorie "Fremdschämen" einordnen kann.
Während ich das alles im ersten Band verschmerzen konnte wurde es im Fortlauf der Bücher nur schlimmer (zusammen mit der Tatsache, dass die Hauptfigur Edward nur noch zum jämmerlichen Statisten degradiert wurde). Bei den vorab negativen Kritiken zu hier besprochenem Band 4 hatte ich die Sorge, dass Stephenie Meyer mit diesem Buch den Abschluss und damit das Gesamtbild der Reihe komplett beschädigen würde. Ich bin daher mit recht niedrigen Erwartungen ans Lesen des Buches gegangen.
Letztlich hat sich für mich bestätigt, was ich ohne den vierten Band zu lesen nicht aussprechen wollte: Es wäre besser gewesen, nach dem ersten Band keine Fortsetzung zu schreiben.
Mir hat der vierte Band nicht sonderlich gefallen und ich möchte kurz erklären warum.
Es ist nicht die Geschichte an sich. Daraus hätte was werden können.
Das größte Manko ist, dass dieses Buch ohne Höhepunkte dahinplätschert. Es wird zweimal ein Versprechen eines großen Konfliktes gemacht, das dann nicht eingehalten wird. Zunächst der Kampf des Wolfsrudels mit den Cullens und dann der Kampf zwischen den Volturi und den Cullens. Die einzigen Momente in denen Spannung aufgebaut wird und dann zieht die Autorin den Schwanz ein und lässt alles friedlich verpuffen. Dabei wird solang darauf hin gearbeitet. Manche mögen sagen, das sei mal was anderes, oder das ist doch "moralisch toll", aber als Leser interessiert mich das nicht. Ich bin enttäuscht. Das ist schriftstellerisch einfach schlecht.
Zumal das Buch so keine Auflösung erfährt. Die Entscheidung bzw der Konflikt ist vertagt, nicht beseitigt. Als Leser frage ich mich, warum dann überhaupt die letzten 300 Seiten??
Man merkt es auch an Einzelpassagen, dass die Autorin scheinbar Angst vor direkten Konflikten hat. Sie zeigt kaum ernsthafte Auseinandersetzungen. Man erfährt sie nur im Dialog oder in der "was wäre wenn" Perspektive.
Als Leser will ich aber Auseinandersetzungen nicht beredet bekommen, sondern gezeigt. Konflikte rein auf Dialoge beschränkt wirkt sehr Soapopera- artig.
Beispiel: Die erste Sexszene. Man sieht wie Bella zum Strand hoppelt, dann kommt der Schnitt alles ist vorbei und Edward macht sich Vorwürfe nach dem Schema:
"Ich bin so schlimm."
"Nein bist du nicht."
"Doch bin ich wohl."
"Nein bist du nicht" usw. (Leicht überspitzt.)
Warten im Buch ist genauso wie im wahren Leben: Langweilig.
Erst wird endlos auf die Geburt gewartet, dann ist das Buch schon halb rum.
Dann wird endlos auf die Volturi gewartet. Das einzige weswegen man die lahme Warterei erträgt, ist der spannenden Kampf am Ende. Aber der kommt nicht. Stattdessen... Sie ahnen es: endloses Gerede. Konflikt beschränkt auf Dialog.
Wozu brauche ich da zwei faszinierende Vampirarmeen? Konflikt nur im Dialog bekomme ich bei meinem Nachbarn. Zähnefletschende, augenblendende, blutige und wie sonst auch immer vampiristisch geartete Auseinandersetzung kann mir mein Nachbar nicht bieten, das hätte das Buch tun sollen. Verschenktes Potential.
Zweite große Manko verstößt gegen die Regel: Kein Held ohne Opfer.
Die Autorin scheint nicht nur Konflikten aus dem Weg zu gehen, sondern sie scheint auch Angst zu haben ihre Helden leiden zu lassen (Mit Ausnahme der zeitlich begrenzten Schmerzen durch Schwangerschaft und Umwandlung).
Wirkliche alle Bedenken, jedes Opfer, das Bella aufbringen muss um mit Edward zusammen zu sein wird glatt gebügelt.
Sie ist ein "lieber" selbstbeherrschter Vampir.
Wölfe und Vampire versöhnen sich.
Jakob ist nicht mehr in sie verliebt.
Sie muss nicht auf Nachwuchs verzichten.
Die Trennung von Charlie wird umgangen und und und.
Das war es doch, was die Liebe von Edward und Bella ausgemacht hat. Liebe gegen jede Vernunft, trotz aller Unmöglichkeiten. Das lässt Liebe groß erscheinen und erst das Opfer macht die Sache zu etwas Besonderem.
Dass den beiden jetzt nichts mehr im Wege steht zum vollkommenen Glück ist zwar schön und man wünscht es sich als Leser auch, aber es ist schlichtweg langweilig.
Allversöhnung mag im wahren Leben eine nette Vorstellung sein, in der fiktionalen Literatur ist sie fehl am Platz.
Die Magie aus dem ersten Buch fehlt völlig. Damals als Edward noch etwas Besonderes war. Als ihre Beziehung noch etwas Intimes hatte. Der Reiz des ersten Buches war hauptsächlich Edward und das leicht Mysteriöse. Doch Edward ist nur noch Teil eines großen ganzen. Vampirismus, die Cullens sind nichts Besonderes mehr. Als Handelnder ist Edward im Buch kaum noch zu sehen, er ist Statist, mehr nicht. Sowohl das Unschuldige, als auch die Faszination der Beziehung zwischen Edward und Bella ist in diesem Buch nicht mehr gegeben. Zumal Bella auch ein völlig neuer Charakter ist. Nicht mehr das hilflose tolpatschige Mädel von nebenan.
Der einzige Lichtblick für mich ist der Anfang des dritten Teiles: die Verwandlung Bellas in einen Vampir. Ziemlich gut beschrieben. Man fühlt mit Bella mit, sieht alles neu durch ihre Augen.
Ansonsten wie in den vorigen Büchern: Zu viel Belangloses, was man hätte verdichten können, nein, müssen.
Wie man dieses Buch bewertet liegt sicherlich daran, was man für Erwartungen hat.
Wenn man einfach nur mehr von Bella und Edward haben will, dann kann man zugreifen und wird mit einem mittelprächtigen Buch bedient.
Wenn man auf ein ähnliches Gefühl wie beim Lesen des ersten Bandes hofft, sollte man besser die Finger weglassen. Dieses Vorhaben ist zwangsläufig zum scheitern verurteilt denke ich. Da hätte Stephenie Meyer schreiben können was sie wollte.
Daher vergebe ich trotzdem noch drei Sterne, da ich Bella und Edward bewerte und nicht Band 4 als allein stehendes Buch.
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27 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Nicht schlecht, aber der Zauber ist weg...., 16. Februar 2009
Tja, als bekennender Fan der Bis(s)-Reihe und Suchtleser der ersten 3 Bände gehöre ich natürlich auch zu denen, die am Valentinstag mit dem Zeitpunkt des Erscheinens ihr Amazon-Päckchen von einer schmunzelnden Postbotin gebracht bekamen - um sich den Inhalt dann natürlich sofort vorzuknöpfen und das Buch an diesem ersten Wochenende durchzulesen. Vorab noch kurz zum Generellen: Natürlich ist mir im Vorfeld die zum Teil echt heftige Diskussion um den 4. Band, nachdem er auf englisch erschienen war, nicht entgangen. Viele Punkte dieser Kritik finde ich absolut unsinnig und überzogen und die Idee zum Verlauf der Geschichte im 4. Band ist meiner Meinung nach wirklich gelungen. Auch ( oder gerade ) die Idee zum von Jacob erzählten Mittelteil des Buches.
Und jetzt die Spoiler ;o):
Nun ja, der rote Faden ist schon noch da, irgendwie. Die Beziehung von Bella und Edward hat sich weiterentwickelt, genau wie die beiden.
Aber der Zauber, der einen immer in die Bücher hineingesogen hat, ist definitiv futsch. Durch manche Szenen wird zu schnell hindurchgerast, wenn sie noch etwas mehr Aufmerksamkeit verdient hätten, durch andere wieder nur hindurchgestolpert und geschlichen, was dann wieder etwas nervig ist, die sonst so liebevoll geschilderten Kuschelszenen sind nur noch in Andeutungen vorhanden und werden im Anschluss von einem übermäßig reumütigen Edward zerredet. Die Idee zur Schwangerschaft von Bella fand ich nicht schlecht; dass sie sich für das Baby entscheidet, passt zu 100% zu ihr, aber auch die Schwangerschaft wird teilweise unsinnig gedehnt und zum alleinigen Handlungsträger erkoren. Und das Carlisle ( als ein Jahrhundertelang praktizierender Arzt ) und Edward ( als Ehemann mit diversen Medizinabschlüssen in Harvard & Co. ) als zwei erfahrene Vampire ausgerechnet Jacob brauchen, um auf die Idee zu kommen, dass der Halbvampir in Bellas Bauch vielleicht Blut brauchen könnte für seine Ernährung, nun ja... Und das es dann Jacob ist, der nach der Geburt zunächst Bella am Leben hält, weil Edward sich vor lauter Begeisterung mit dem Baby beschäftigt, tjaaaa. Und so findet sich eben der eine oder andere nicht schlüssige Punkt in dieser Geschichte.
Auch Rosalies Engagement für's Baby wirkt irgendwie bissig ( bzw. verbissen ). Die Familie ist kein Team mehr in diesem ersten Teil des 4. Bandes.
Auch werden viele sonst für die Bücher wichtige Charaktere an den Rand der Geschichte verbannt - schade! Es kommen auch im Gegenzug zuviele neue Charaktere dazu, die nicht unbedingt hätten sein müssen und manchmal den Überblick erschweren.
Aber dass mit der Verwandlung von Bella in Super-Bella und dem Edward-ebenbürtig-sein ein Teil des Charmes verloren geht, war ja eigentlich zu erwarten. Denn warum hätte sie der einzige tolpatschige, unsichere Vampir werden sollen? Und da bisher immer sie diejenige war, die gerettet werden musste, war es ja nur fair, dass sie diesmal schlußendlich die Familie retten durfte.
Auch dass Leah etwas mehr Raum in der Geschichte für sich bekam, war nicht schlecht.
Abschließend möchte ich also sagen, dass auch der 4. Band sich flüssig liest und fesselt ( meistens! ); ich musste auch des öfteren mal schmunzeln oder gar schallend lachen. Natürlich gibt es von mir auch eine Kaufempfehlung, denn wenn man die ersten 3 gelesen hat, gehört der 4. Band nunmal unbedingt dazu - und wer will schon nicht wissen, wie's ausgeht?
Und um den Zauber nochmal wiederzubeleben, warte ich jetzt auf MIDNIGHT SUN - vielleicht nächstes Jahr?
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34 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Mein perfektes Ende, 14. Februar 2009
Zunächst einmal:Ich weiss, es gibt viele, die mit diesem vorerst letzten Band der Twilight-Saga unzufrieden sind. So ganz verstehe ich es nicht,weil ich mir nicht vorstellen kann, dass jemand, der die Geschichte und die anderen Bücher mag, einen anderen Ausgang haben wollte. Für mich ist es perfekt. Ich denke ich weiss, was den anderen auf den Magen geschlagen hat: Wie können sich Vampire (biologisch) fortpflanzen? In den USA wurden ganze Foren nur für wissenschaftliche Diskussionen gegründet. Es wurde geredet, geschimpft, teilweise sogar tatsächlich gehetzt und zum Boykott aufgerufen. Und ich frage mich, warum? Es ist und bleibt ein Fantasy Roman, gemischt mit der schönsten Liebesgeschichte, die ich bisher lesen durfte. Ich begreife nicht, wie es so viele gibt, die sich das durch ein paar eventuelle Ungereimtheiten kaputt machen lassen. Ich sage eventuell, da Stephenie Meyer diese Figuren erfunden hat. D.h. auch, dass ihr gesamtes Wesen ihrem Willen folgt, sowohl biologisch als auch charakterlich. Es ist also alles möglich.
Nun aber zum Buch selbst. Wiegesagt, für mich ist es genau das Ende geworden, was ich mir gewünscht habe. Und sogar noch mehr. Mehr als ich erwarten konnte. Man kann beruhigt das Buch zuschlagen.
Es wurde in 3 unterschiedliche große Teile (und POVs) augeteilt was einem erlaubt, die Geschichte aus ganz verschiedenen Blickwinkel zu sehen. Dadurch gewinnt sie enorm an Tiefe.
Es stehen zwei große Konflikte an, der eine wird schon in der Mitte des Buche aufgehoben, der andere erst ganz am Schluss. Beide haben mich vollkommen überzeugt, da zumindest der Letztere eine ganze Menge Überraschungen für mich bereitgehalten hat.
Auch der Humor kommt nicht zu kurz und ist noch präsenter, als in den anderen Büchern. V.A. Fans von Emmett werden voll auf ihre Kosten kommen.
Für alle, die mehr emotional als rational an der Twilight Saga hängen, wird dieses Buch ein gebührender Abschluss sein. Alle andern werden eventuell enttäuscht sein, aber dann war diese Buchreihe vieleicht eh nicht das Richtige für sie.
Bleibt zu hoffen, dass Stephenie Meyer irgendwann nach Forks zurückkehren wird oder zumindest sehr bald Midnight Sun zu Ende bringen wird.
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