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Die Psychonauten
 
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Die Psychonauten (Gebundene Ausgabe)

von Josef Nyary (Autor)
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 631 Seiten
  • Verlag: Ullstein Hc (1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3550082800
  • ISBN-13: 978-3550082801
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 923.038 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Laut Klappentext handelt es sich bei Die Psychonauten um eine virtuelle Reise in die Landschaft der menschlichen Seele, die zu den Spuren eines großen Verbrechens führt. Der Klappentext verwechselt aber nicht nur die Namen der Figuren (im Buch ist es nicht Grant, der auf eine Reise ins abgebildete Gehirn verschollen bleibt, sondern sein Bruder Allan), er verspricht auch viel mehr, als der Roman zu bieten hat.

Das Buch beginnt mit einem virtuellen Mord an einer Frau auf einer sogenannten "Cybertoga" -- einem Kostümfest im Cyberspace. Ein zweiter Handlungsstrang entwickelt sich um den verschollenen Allan Behrmann, während ein dritter das Erwachen eines "Impulses" zur Künstlichen Intelligenz (KI) verfolgt. Dies alles spielt sich in einer Welt ab, die, von perfektionierter virtueller Realität (VR) und KI abgesehen, in keiner Weise von der zeitgenössischen Welt abweicht.

Um so schwerwiegender wirken dann die Ungereimtheiten in der Technologie dieser fiktiven zeitgenössischen USA. Die Regeln der fiktiven Welt werden nie explizit definiert, der Unterschied zwischen dem "Evernet" des Romans und dem Internet nie erklärt. In diesem Kontext scheint es schlichtweg falsch, wenn eine Figur Kontakt mit einer anderen durch die folgende Eingabe aufnimmt: "http://yyy.eth/hud.com. Nomade. Nehmen Sie Kontakt auf bis 1200 PT unter http://www.usc/com.caf/ven.htme." Zudem ist es rätselhaft, warum sie über das "Evernet" mit http-Verbindungen kommunizieren, die wie Chat-Räume funktionieren, wenn sie über eine VR-Technologie verfügen, die so raffiniert ist, daß man die darin ablaufenden Handlungen aufzeichnen und wie einen Film wiedegeben kann. Es gibt keine Anzeichen für eine schlüssige, vom Autor entworfene Alternativ-Welt, und der Leserin drängt sich der Verdacht auf, das Cyber-Milieu bestehe aus einer Mischung aus William Gibson und veralteten Zeitungsartikeln. Besonders auffallend: Bei komplizierten Computer-Anwendungen erscheinen vor allem "lange Zahlenkolonnen" auf dem Bildschirm.

Eine gewisse Spannung vermittelt der Handlungsstrang über den mordenden Datendandy, der natürlich seine Psychose auch in der wirklichen Welt auslebt. Als reiner Cyber-Krimi wäre der Roman vielleicht erfolgreicher gewesen. Doch nachdem die Suche nach dem Mörder durch die Suche nach dem Sitz der Seele im Computerprogramm abgelöst wird, fällt das Lesen zunehmend schwer. Gott, Seele, Glaube, Individuation, Judentum, Schuld und Sühne -- dies alles soll mit der virtuellen Reise ins abgebildete Gehirn von Grant Behrmann geklärt werden. Dabei begegnen die Figuren einem Klischee nach dem anderen, die Grants verschiedene Gehirnregionen abbilden. Sie werden von dem in das Programm geschlichenen Datendandy bedroht und eine Figur benutzt sogar seinen mitgenommenen Laptop (während sie sich noch in VR befinden, versteht sich), um den Mörder zu fangen.

Die Psychonauten kann nur Lesern empfohlen werden, die nicht viel Wert auf plausible alternative Welten legen und sich nicht leicht von wirren Details irritieren lassen. Meine Bereitschaft, kritische Distanz aufzugeben und mich auf die Fiktion einzulassen, war zumindest zu strapaziert, um standzuhalten. --Ruth Nestvold



Konr@d (3/99)

Die Psychonauten

Ein Mond im virtuellen Raum, eine Reise ins Innere der Seele, dazu etwas künstliche Intelligenz - in Josef Nyarys Cyberroman prallen die Genres aufeinander, daß es nur so kracht. Herausgekommen ist eine Mischung aus William Gibson und Jules Verne, zusammengehalten von einer wirren Geschichte: Der Pharmadesigner Allan geht in einem virtuellen Modell seines eigenen Gehirns verloren, und sein Bruder Grant macht sich auf, ihn zu retten. Dabei entdeckt er nicht nur ein Verbrechen, sondern liefert dem Autor ausgiebig Gelegenheit zum Philosophieren. Weniger esoterische Klischees und mehr Krimi hätten dem Buch gut getan.

©Konr@ad


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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Unterhaltsam aber nicht mitreissend ..., 27. August 2001
Von Ein Kunde
Diese Rezension stammt von: Die Psychonauten (Taschenbuch)
Ich habe so ziemlich alle Buecher von Herrn Nyary gelesen. Sein "Lugal" hat micht wirklich sehr inspiriert. Allerdings kann ich mich mit den Psychonauten nicht vollstaendig anfreunden. Der Autor bastelt sich aus seinem (zweifelsohne reichem) Wissen einen bunten Phantasieteppich zusammen, der nicht stimmig wirkt. Die Inhaltsreichweite umspannt Themen von Ninive bis zu Hochleistungsdatenautobahnen. Ein Serienkiller a la Harris darf auch nicht fehlen. Religion, Pysiologie und Psychologie werden heftig gemixt, wobei manchmal ein erhobener Zeigefinger zum Vorschein kommt. Die Psycho-Sequenzen sind teilweise recht lang und ermuedent. Das Gefaehrtentum seiner historischen Roman lebt auch wieder auf. Angesichts der Tatsache, dass vom FBI-Agenten bis zum Hippie alles dabei ist, wirkt die Geschichte ein bisschen kuenstlich. Der technische Aspekt wird trotz der Wichtigkeit im Kontekt ein bisschen vernachlaessigt. Ich wunschte mir wieder einen reinen historischen Roman vom Autor.
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3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen wenn ich nur aufhören könnt!, 1. Mai 2001
Diese Rezension stammt von: Die Psychonauten (Taschenbuch)
das buch habe ich mir nach dem titel gekauft. der autor war mir gänzlich unbekannt. ich dachte, dass ist literatur vor dem einschlafen. welch ein irrtum. noch nie fand ich die reise zur eigenen seele, zum eigenen ich so spannend beschrieben. wer sich jemals mit diesem thema auseinander gesetzt hat, sollte dieses buch lesen. manchmal ist die rundherum handlung etwas zäh, aber wenn man sich durchgekämpft hat, wird man dafür mehrfach entschädigt. keine chance mit dem buch aufzuhören bevor der letzte buchstabe gelesen war.
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2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Vorsicht, Highlight!, 12. Januar 2001
Von Ein Kunde
Das Beste, was ich außerhalb von Neal Stephenson im "Cyberpunk"-Genre gelesen habe.

Eher untechnisch geschrieben, dafür aber mit einem ernsten religiösen und philosophischen Hintergrund, ist dieses Buch nichts für Trash-Konsumenten, hippe Gibson-Jünger, Erbsenzähler oder andere Kraftbenutzer.

Ich würde das Buch am Ehestens als eine Mischung aus Umberto Eco und Larry Niven/Jerry Pournelle bezeichnen. Außerdem ist es brillant, spannend, intelligent und einfühlsam geschrieben: satte fünf Sterne von mir.

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Am 29. August 1999 veröffentlicht

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