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Das erfundene Mittelalter. Die größte Zeitfälschung der Geschichte.
 
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Das erfundene Mittelalter. Die größte Zeitfälschung der Geschichte. (Taschenbuch)

von Heribert Illig (Autor)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 453 Seiten
  • Verlag: Ullstein Taschenbuchvlg.; Auflage: 5. A. (Dezember 2002)
  • ISBN-10: 3548750559
  • ISBN-13: 978-3548750552
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (41 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 547.290 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Die Propheten haben sich eventuell doch nicht geirrt. Der Weltuntergang kann bis zum Ende des Milleniums durchaus noch kommen. Doch keine Panik, wir schreiben erst das Jahr 1702. Zumindest, wenn man Heribert Illig glauben darf. Er, der passionierte Zeitforscher, der bereits 2000 Jahre altägyptischer Geschichte als Hirngespinst entlarvte, deckt in seinem Bestseller Das erfundene Mittelalter nun Die größten Zeitfälschung der Geschichte Europas auf.

"Gewitzt durch Erfahrungen mit antiken Chronologien, deren Wahrheitsgehalt kein näheres Hinschauen verträgt", machte ihn diesmal die Dunkelheit des Mittelalters stutzig. Die Überprüfung der Gregorianischen Kalenderreform brachte es schließlich zutage. Rund 300 Jahre Geschichte sind frei erfunden, "Phantomzeit", die "ersatzlos zu streichen" ist. Doch gemach. Es ist nämlich kein Geringerer, als der strahlende Ahnherr des christlichen Abendlandes, Karl der Große (um 742-814), der einer Zeitkürzung in der europäischen Geschichtsschreibung am ehesten im Wege steht. Indes, die geradezu herkulische Vita dieses sagenhaften Heros, der mitten im sprichwörtlich "finsteren Mittelalter" aufleuchtet, um in einem saeculum obscurum wieder zu verlöschen, ist es, die Illigs Zweifel überhaupt erst nährten. "Karls Heldentaten prangen im hellsten Licht der Geschichte, Zeugnisse für das Entstehen eines geeinten Europas. Sie verdecken nur mühsam die allgegenwärtigen Widersprüche. Jede Prüfung enthüllt neue Unverträglichkeiten und Lücken, als wäre 'Er' ein Widerspruch in sich, ein hölzernes Eisen, ein Oxymoron".

Getreu Kurt Gödels Erkenntnis, daß die Gesamtheit einer (mathematischen) Theorie nur von außen durch eine Metatheorie abgrenzbar ist, sieht sich Illig selbstbewußt als „unbedarfter Außenseiter", der mit „unverstelltem Blick eine Lösung erkennt, die der Fachmann inmitten 'seiner' Bäume niemals finden würde". Zeigte sich die Mediävistik Anfang der neunziger Jahre von dem "neuen Däniken" und seinen ersten dünnen Beweisen für "Karl den Fiktiven" noch weitgehend unbeeindruckt, scheint sie mit zunehmender Unterfütterung archäologischer, architektonischer und dokumentarischer Anachronismen inzwischen zum kritischen Disput geneigter. --Roland Detsch -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.



Kurzbeschreibung

Das Mittelalter gilt als dunkel, weil so wenige Quellen und Funde diese Zeit bezeugen. Muß dieser seltsame Zustand hingenommen werden?
Heribert Illig ist in diesem Buch dem frühen Mittelalter auf den Grund gegangen. Kritisch vergleicht er die schriftlichen Zeugnisse mit den archäologischen und architektonischen Befunden jener Zeit. Zum Vorschein kommen zahllose Widersprüche, die bislang nicht gelöst, sondern nur vertuscht werden konnten. Gleichwohl gibt es eine Lösung, so unglaublich sie uns erscheinen mag: Drei Jahrhunderte Mittelalter hat es nie gegeben; sie wurden erst nachträglich in unsere Geschichte eingefügt! Dieses aufregende Buch demonstriert nicht nur die Brüchigkeit unseres Wissens, sondern präsentiert eine ebenso verblüffende wie fundierte Lösung.

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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen Null von zehn Punkten für ehrliche Recherche, 2. November 2009
Auf den ersten Blick verblüffende und in ihrer Neuartigkeit für den fachlichen Laien womöglich attraktive Thesen vertritt der Nichthistoriker Heribert lllig in diesem Buch. Illig ist promovierter Germanist und hat als Systemanalytiker in einer Bank gearbeitet, bevor er sich als "Privatgelehrter, freier Autor und Editor" selbstständig machte. Kritik am wissenschaftlichen Establishment (oder an dem, was der Nichtfachmann für das Establishment hält) ist in gewissen Kreisen modern und oft sehr publikumswirksam. Illig stößt hier in eine Marktlücke, die vor allem Leser mittlerer Bildungsniveaus anspricht, für die die Hirngespinste eines Däniken oder Buttlar denn doch zu abstrus sind, die aber kein spezielles Fachwissen in den Geschichtswissenschaften mitbringen und deshalb nur schwer erkennen können, worauf Illigs Thesen gründen: Das "gefälschte Mittelalter" beruht auf gefälschten, falsch dargestellten oder unterschlagenen Fakten.
Lehrreich ist dieses Buch nur in einer Weise: Es zeigt, wie man durch das selektive Leugnen, Ignorieren oder Verdrehen von Befunden und Tatsachen praktisch jede beliebige Theorie vertreten kann.
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97 von 121 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen Das Phantom der Phantomzeit, 9. Juni 2005
Da man als Mediävist immer wieder gefragt wird, was von diesem Buch zu halten sei, möchte ich an dieser Stelle einige grundsätzliche Anmerkungen zu seinem Inhalt zu machen.
Da wäre zunächst ein Einwand zur Methodik. In Heribert Illigs Werk findet sich immer wieder die Behauptung, daß die archäologischen Funde für den Zeitraum der von ihm diagnostizierten „Phantomzeit" ausgesprochen dürftig seien. Er postulierte sogar eine „Fundleere", die als solche schon fraglich ist, da Herr Illig gekonnt seine Augen vor karolingerzeitlichen archäologischen Funden zu verschließen weiß, was einfach ist, wenn man, wie er, alle gängigen Datierungsmethoden für unzuverlässig erklärt. Außerdem, selbst wenn es eine Fundleere gäbe, wäre es nicht ohne weiteres zulässig aus der Häufigkeit bestimmter Funde oder Überreste einen Rückschluß auf die Authentizität eines Gegenstandes, eines Ereignisses oder einer Person zu ziehen. Anders gesagt, nur weil eine Person oder gar eine ganze Epoche womöglich weniger Spuren hinterlassen hat, als andere, ist ihre Existenz dennoch nicht weniger wahrscheinlich. Die Vergangenheit ist schließlich nicht verpflichtet, Überreste zu hinterlassen, und somit ist jede Überlieferung rein zufällig und unterliegt keinen statistischen Vorgaben oder irgendwelchen Gesetzmäßigkeiten, weshalb die Häufigkeit von Funden kein Maßstab für Authentizität sein kann. Daß die Fundmenge durchaus schwanken kann, mag daher niemanden überraschen und kein seriöser Historiker würde aus einem solchen Befund schließen, daß ein bestimmtes Ereignis nicht stattgefunden oder Personen nicht existiert haben können, womit eines der von Heribert Illig bevorzugten und virtuos angewandten Argumentationsmuster entkräftet ist.
Ein weiterer Punkt in Heribert Illigs Argumentationsgrundlage kann hier nur kurz gestreift werden. Gemeint ist sein Postulat, das Mittelalter sei ein Zeitalter der Fälschungen. Es ist auch der Fachwissenschaft selbstverständlich seit langem bekannt, daß die Urkunden des Mittelalters nicht immer das sind, was sie zu sein vorgeben. Der heutige Betrachter mag in solch einem Fall gern das Wort FÄLSCHUNG rufen. Der Begriff der Fälschung muß für das Mittelalter aber differenzierter definiert und betrachtet werden. Ein Beispiel mag das verdeutlichen: Häufiger Inhalt von mittelalterlichen Urkunden - die in der Regel ja ein Rechtsgeschäft festhalten und verbriefen - sind Schenkungen von Grundbesitz. So könnte einem Kloster „X" von dem adligen Herrn „Y" ein Bauernhof geschenkt worden sein. Darüber wäre dann eine Urkunde ausgestellt worden, wobei das Exemplar des Klosters in dessen Archiv aufbewahrt worden wäre. Nun brannten die Klöster des Mittelalters des öfteren ab, wurde von den Normannen überfallen oder durch sonstige Katastrophen zerstört. Wenn dabei die genannte Urkunde verloren gegangen wäre, wäre es nicht unüblich gewesen oder gar für moralisch verwerflich gehalten worden, wenn sich die Mönche des Klosters eine neue Urkunde ausgestellt, diese in die Zeit des verlorenen Originals datiert, und selbige dann als Nachweis ihres Besitzanspruches an dem fraglichen Bauernhof ausgegeben hätten. Damit wäre die Urkunde als solche nicht authentisch, der in ihr wiedergegebene Rechtsinhalt wäre aber dennoch korrekt. Ist das eine Fälschung? Oder anders gefragt, muß der Inhalt eines Schriftstückes erfunden sein, nur weil es nicht unter den Umständen entstanden ist, unter denen es entstanden zu sein vorgibt? Diese feine Unterscheidung bei der Interpretation von Texten des Mittelalters macht Herr Illig nicht.
Ein weiteres Argumentationsmuster, dessen Heribert Illig sich immer wieder bedient, läßt sich auf ähnlich simple Weise entkräften. Dabei führt er an, daß eine auffallende Diskrepanz zwischen der Menge der schriftlichen Überlieferung aus der Regentschaftszeit Karls des Großen - die nämlich ausgesprochen reichhaltig sei - und der anderer „phantomzeitlicher" Herrscher bestehe, die eher dünn genannt werden müsse. Daraus schließt Herr Illig, daß die Fälscher in Bezug auf eben diesen Karl ganz besonders fleißig gewesen seien, schließlich sei er die Hauptfigur des Fälschungswerkes gewesen. Allerdings ist die unterschiedliche Dichte der schriftlichen Überlieferung mancher Herrscher ein der Forschung schon lange bekanntes Phänomen (man beachte nur die Unterschiede zwischen Otto I. und seinem Enkel Otto III., oder die zwischen Friedrich Barbarossa und Heinrich VI.), das seinen Ursprung in einer völlig simplen Tatsache hat. Karl dem Großen war nämlich eine ausgesprochen lange Herrschaft vergönnt, genau wie etwa Otto I. und Friedrich Barbarossa. Und während einer langen Herrschaft kann man nun einmal deutlich mehr erreichen, verändern und auch hinterlassen, als während einer kurzen, wie man an Karls Sohn Ludwig oder an Otto III. und Heinrich VI. sehen kann. Um diese Beobachtung zu erklären muß man also keine Phantomzeit erfinden.
Und damit kommen wir auch schon zu dem wohl schlagensten Argument. Es liegt genau in der großen Anzahl der schriftlichen Quellen aus der Zeit Karls des Großen und seiner Nachfolger. Der entsprechende Band der Regesta Imperii (in den Regesten sind alle bekannten Urkunden der römisch-deutschen Kaiser und Könige verzeichnet) ist mit mehr als 800 dicht beschriebenen Seiten ein beredtes Zeichen dafür. Es ist schlicht unvorstellbar - und jeder der sich schon einmal ausführlicher mit dieser Überlieferung befaßt hat, müßte das wissen -, daß ein solches Schriftvolumen, das aus mehreren Jahrhunderten stammt und nachweislich von vielen verschiedenen Händen geschrieben wurde und an ebenso vielen Orten entstanden ist und aufbewahrt wurde, das Werk eines Fälschers oder einer Gruppe von Fälschern ist. Wie hätte das Schriftgut etwa in die Archive des Papstes in Rom gelangen sollen, wie in die Archive der orientalischen Welt, wie in die Bibliotheken unzähliger Klöster, wie an die Höfe anderer europäischer Herrscher? (Die Idee, daß in anderen Kulturkreisen ebenfalls Phantomzeiten erfunden wurden, um die chronologische Differenz zum phantomzeitlichen Abendland auszugleichen, zu der sich Herr Illig schon verstiegen hat, ist so absurd, daß sie schon fast wieder gut ist!) Außerdem, wer hätte das Unternehmen koordinieren sollen, letztendlich, wer hätte garantieren können, daß die vielen für ein solch gigantisches Fälschungswerk nötigen Personen das Geheimnis bewahrt hätten? Allein diese Feststellung führt die Illig'schen Thesen ad absurdum.
Heribert Illigs Phantomzeittheorie basiert nicht auf den von der Geschichtswissenschaft vorgegebenen und allgemein anerkannten methodischen Vorgaben, da er diese schlicht ignoriert. So lange das so bleibt, kann sich die Mediävistik mit seinen Thesen nicht auseinandersetzen. Und so erkennt man die Phantomzeit als das was sie ist, nämlich eine typische Verschwörungstheorie, die alle dafür notwendigen Eigenschaften aufweist. Als solche ist sie eine von vielen. Wer sie ernst nimmt, der kann auch glauben, daß die Mondlandung nicht stattgefunden hat, oder die Marsmenschen die Pyramiden bauten!
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48 von 62 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Illigs These hält einer astronomischen Kritik nicht stand!, 8. Mai 2000
Von Ein Kunde
Es gäbe ja eine ungeheure Fülle an weiteren Argumenten, aber es scheint mir müßig noch mehr dazu zu sagen. Illig beharrt auf seinem Standpunkt und ist vernünftigen Argumenten nicht zugänglich. So hat er auch wenig Ahnung von Astronomie und tatsächlichen Himmelsbewegungen, wie sich aus seinem Artikel über Sonnenuhren erkennen läßt. Dort behauptet er nämlich, der Ort des Sonnenaufganges zur Tag und Nachtgleiche würde sich am Horizont durch die Präzession verschieben. Die Sonnenuhren würden daher nach einer gewissen Zeit nicht mehr stimmen, was ein völliger Blödsinn ist. Sonnenuhren und Gnome gehen über Jahrtausende richtig, wenn sie nicht zerstört werden.

Doch mit Karl dem Großen hat Illig sicher einen wunden Punkt der Geschichtschreiber getroffen. Dieser wurde ebenso wie Jesus 800 Jahre zuvor in den Himmel gehoben, um sich dadurch den eigenen Thron, als einer seiner Nachfolger darauf, ebenfalls zu erhöhen.

Geradezu als Mahnmal für die Gefahren und Möglichkeiten der Zeitfälschung erscheint aber die Idee des deutschen Historikers Heribert Illig, der behauptet 297 Jahre des Mittelalters seien erfunden und feststellt, die Jahre zwischen 614 und 911 seien eine Phantomzeit, die in Wirklichkeit nie stattgefunden hätte. Als Argument für seine These nennt Illig, dass durch die Differenz von Julianischem Kalender und natürlicher Erdbewegung sich in den 1500 Jahren seit Caesar dem Gründer des Julianischen Kalenders bis zur Gregorianischen Kalenderreform bereits 12 Tage ausgemacht hätten. Tatsächlich betrug die Korrektur im Jahr 1583 aber bekanntlich nur 10 Tage. Wie ein genauer Blick auf "inter gravissimas", das Dokument der Gregorianischen Reform ergibt, war dessen Absicht, die Frühlings Tag und Nachtgleiche wieder auf den Frühlingstag, wie er zur Zeit des Konzils von Nicea im Jahr 325 war, zu verlegen. Die entsprechende Textstelle bei "inter gravissimas" lautet: ...primum, certam verni aequinoctii sedem; deinde rectam positionem XIV lunae primi mensis, quae vel in ipsum aequinoctii diem incidit, vel ei proxime succedit; postremo primum quemque diem dominicum, qui eamdem XIV lunam sequitur; curavimus non solum aequinoctium vernum in pristinam sedem, a qua iam a concilio Nicaeno decem circiter diebus recessit, restituendum, et XIV paschalem suo in loco, a quo quatuor et eo amplius dies hoc tempore distat, reponendam, sed viam quoque tradendam et rationem, qua cavetur, ut in posterum aequinoctium et XIV luna a propriis sedibus nunquam dimoveantur. .." Die päpstliche Bulle stellt in der Folge noch zusätzlich klar, dass dieser Tag des Frühlingsäquinoktiums der 12. Kalaende Aprilis ist, dem der heutige 21. März entspricht: "...Deinde, ne in posterum a XII kalendas aprilis aequinoctium recedat, statuimus bissextum quarto quoque anno (uti mos est) continuari debere, praeterquam in centesimis annis..." Wie sich aus sicheren Quellen und auch aus modernen Berechnungen des Erdenlaufs ergibt, war der Frühlingsbeginn damals, zu Nicea, tatsächlich am 21. März. Illigs Hilfesuche bei der Gregorianischen Reform, mit der er seine These zu bekräftigen trachtet, ist also nicht stichhaltig, denn die entscheidenden 10 Tage Differenz entstanden in den 1258 Jahren zwischen 325 und 1583 und nicht seit Caesar. Illigs These lässt sich aber auch durch andere archäoastronomische Fakten leicht widerlegen, nämlich alte Finsternisberichte. Da das Auftreten und der Verlauf der Finsternisse von Sonne und auch Mond durch den Saroszyklus und den Umlauf der Mondknoten bewirkt wird, sind alte Finsternisberichte für einen Chronologen, besonders wenn sie eine Serie von Finsternissen beinhalten, wie unverwechselbare Fingerabdrücke für einen Kriminalisten. Neben vielen anderen liegen im Almagest des Claudius Ptolemäus drei genaue Mondfinsternisbeschreibungen vor, die in dieser Abfolge und an diesem Ort, zu keiner anderen Zeit hätten stattfinden können. Wie auch Professor Schlosser, Leiter des Archäoastronomieprojektes am astronomischen Institut der Universität Bochum sagt, passt diese Abfolge entweder genau oder gar nicht. Die Abschriften des Almagest, verfasst etwa im Jahr 140, zirkulierten im gesamten Abendland, im arabischen und persischen Raum, - eine Fälschung all dieser Daten im Hochmittelalter, wie sie laut Illig erfolgten, ist sehr unglaubwürdig, ja unmöglich. Die Abfolge dieser Mondfinsternisse hat folgende Daten im einstigen und heutigen Kalender: 20./21. Payni im 17. Jahr Hadrians: 6. Mai 133 um 21:03. 2./3. Choiak im 19. Jahr Hadrians: 20. Oktober 134 um 21:00. 1./20. Parmuthi im 20. Jahr Hadrians: 6. März 136 um 01:49. Ein weiteres und wohl am meisten stichhaltiges Argument gegen Illig ist der Stern von Bethlehem im Jahre 7 vor der Zeitenwende, für den sich in keinem der folgenden Jahrhunderte eine vergleichbare oder auswechselbare Planetenkonstellation findet. Diese große dreifach Konjunktion der Planeten Jupiter und Saturn im Frühlingssternbild Fische ist einmalig und unverwechselbar, ebenso wie seine Neuauflage im Mai 2000 auf die der Errichter der christlichen Jahreszählung der skytische Mönchgelehrte Dionysius Exiguus bei der Festlegung des Jahres A.D. abzielte und damit die Zeitrechnung tatsächlich um 7 Jahre fälschte. Der Stern von Bethlehem, der ja zur Geburt Christi stattfand war namlich 7 Jahre vor dem Jahr 1 anno domini, das er festsetzte und nach dem bis heute die Jahre gezählt werden und schließlich das ominöse Jahr 2000 brachten.

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1.0 von 5 Sternen Däniken läßt grüßen
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Am 15. Oktober 2004 veröffentlicht

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