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Der Eroberer.
 
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Der Eroberer. (Broschiert)

von Jan Kjaerstad (Autor), Angelika Gundlach (Autor)
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Produktinformation

  • Broschiert: 538 Seiten
  • Verlag: List Tb.; Auflage: 1 (August 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3548604552
  • ISBN-13: 978-3548604558
  • Größe und/oder Gewicht: 18,4 x 12,6 x 3,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 69.763 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Nach Der Verführer (1999) liegt mit Der Eroberer nun auch der zweite Teil von Jan Kjærstads Wergeland-Trilogie in deutscher Übersetzung vor. Der dritte Teil ist im Norwegischen bereits erschienen und trägt den Titel Der Entdecker. Verführer, Eroberer, Entdecker -- all das ist Jonas Wergeland, die Hauptfigur in Kjærstads Trilogie. In Der Verführer hatte er nicht nur -- wie sich das für einen Verführer gehört -- reihenweise Frauen verführt, sondern als Moderator der Sendung "Groß denken" gleich die gesamte Fernsehnation. Alles scheint Wergeland zu gelingen. Doch dann steht er fassungslos vor seiner ermordeten Frau. Mit dieser Szene beginnt und endet der erste der drei Romane. Als Täter vermutete man Neonazis. Was aber tatsächlich geschehen war, erfuhr der Leser nicht. In Der Eroberer nun sitzt Wergeland selbst des Mordes an seiner Frau verdächtigt in Haft.

Doch die Wergeland-Trilogie ist kein Fortsetzungsroman, wie man vermuten könnte. Und schon gar nicht handelt es sich um einen Krimi, bei dem es darum ginge, wer denn nun der Mörder ist. Vielmehr geht es Kjærstad um die Frage "Was ist das Leben?". Groß denken ist also auch sein Motto. Und im Erzählen groß zu denken (oder besser: uns Leser denken zu machen) beherrscht er wahrlich meisterhaft!

"Du weißt", sagt Gott am Ende von Der Verführer, "was jetzt passieren wird, kann auch alles verändern, was passiert ist, und du weißt, von jetzt an kann alles zu einer ganz anderen Geschichte umgeschaffen werden, und du weißt, alles kann passieren -- von dem Augenblick an, in dem du anfängst zu reden, zu erzählen". Und genau dies ist der Anfang von Der Eroberer. Erzählt wird uns die immer gleiche, doch immer wieder ganz andere Geschichte. Und immer wieder erscheint alles Vorherige in völlig neuem Licht.

Weshalb Kjærstad ganz zu Recht in seiner Heimat zu den ganz Großen zählt, das weiß man nach der Lektüre dieses von Angelika Gundlach souverän ins Deutsche übersetzten Buches -- und freut sich schon auf den dritten Wergeland-Band. --Andreas Vierecke -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.



Pressestimmen

"Eine formvollendete epische Symphonie ..., ein Roman, der Leichtigkeit und Gewicht vereint und viele Leser verdient." (Stavanger Aftenblad)

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5.0 von 5 Sternen Ist Jonas Wergeland ein Mörder oder ist er's nicht?, 19. Juni 2002
Diese Rezension stammt von: Der Eroberer (Gebundene Ausgabe)
Mit seiner Wergeland-Trilogie, den drei in sich geschlossene und sich ergänzende Romane bisher sind "Der Verführer" und "Der Eroberer" in Deutschland erschienen, hat sich Jan Kjærstad zu einen der bedeutendsten europäischen Gegenwartsautoren geschrieben. Der Fernsehmoderator und Schauspieler Jonas Wergeland porträtiert in seiner Sendereihe "Groß denken" norwegische Künstler, Forscher und Erfinder, deren Leben zu Legenden, ja international bedeutenden Persönlichkeiten geworden sind. Der erste Band der Trilogie ("Der Verführer") stellt Jonas Wergeland als den Interviewer, der allen alles und jedes entlockt, dar. Er begeistert nicht nur das gesamte norwegische Fernsehpublikum, verführt daneben etlichen Frauen scharenweise, sondern er revolutioniert auch mit seiner Sendereihe das norwegische Fernsehen. Im "Der Eroberer" - dem zweite Band der Wergeland-Trilogie - ist Jonas Wergeland Kariere dem Ende nahe. Er hatte die Leiche seiner Frau, Margrete Boec gefunden hat und wird folgerichtig des Mordes angeklagt. Ein Professor für Geschichte hat sich vorgenommen, die Biographie des einstigen Publikumslieblings und Frauenhelden zu schreiben. Doch nicht nur seine Materialsammlung ist enorm angewachsen, er hat den Kopf so voll, dass er keinen Anfang findet. Immer wieder verwirft er Seiten von der Einleitungen und Kapitel bis... eine geheimnisvolle Frau erscheint. Sie weiss genau über das gesamte Leben von Wergeland Bescheid; erleuchtet die Hintergründe und Zusammenhängen zwischen den einzelnen der öffentlich bekannten Sequenzen des Lebens von Jonas Wergeland. Kann ein Frauenheld zum Mörder der eigenen Frau werden? Hat er sie geliebt und waren seine Frauengeschichte nur die äussere Hülle, um der Welt zu gefallen und die Einschaltquoten in die Höhe zu treiben? Der eigentliche Grund ist aber zu beweisen, dass Jonas Wergeland kein Mörder ist. Sie verändert sein Leben, indem sie es auf eine neue Weise erzählt. Die kleinen Geschichten sind brillant geschrieben, die aber keinen chronologischen Zusammenhang haben. Mal Kindererinnerungen, Fernsehalltag, mal Erzählungen als Jugendlicher, die Frau erzählt sie mal tragisch, aber auch oft humorvoll und der Sex kommt nicht zu kurz. Dieser Roman ist ein Sittenbild Norwegens Ende des 20. Jahrhunderts und verlang vom Leser eine grosse Portion an Phantasie, Wille und Einfühlungsvermögen. Mir hat der Ideenreichtum von Jan Kjærstad, seinen wunderbar erzählten Geschichten viele schöne Lesestunden beschert.
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