Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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22 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Plädoyer für eine gerechtere Welt, 11. Januar 2004
Waris Dirie erzählt in ihrem Buch von ihrer Kindheit in Somalia, sie beschreibt die Traditionen, Gebräuche und das Alltagsleben der viehzüchtenden Nomaden. Ein Leben, das von Entbehrungen gezeichnet ist, aber auch viele schöne Seiten hat, die von ihr sehr lebendig geschildert werden. Danach berichtet sie auf sympathische Art und Weise, wie es dazu kam, den unglaublichen Weg vom einfachen Nomadenmädchen der Wüste bis hin zum Topmodel zu schaffen und schließlich sogar Sonderbotschafterin der UNO zu werden, um in dieser Rolle gegen die „Tradition" der Genitalverstümmelung, dessen Opfer auch sie wurde, zu kämpfen.In Somalia und vielen anderen afrikanischen Staaten müssen Mädchen ab dem Kindesalter die unfassbar grausame Prozedur der Beschneidung über sich ergehen lassen, weil das, was sich zwischen den Beinen befindet, schon seit Jahrtausenden als schlecht und unrein angesehen wird. Andernfalls hätte eine junge Frau auf dem Heiratsmarkt, der ausschließlich von Männern bestimmt wird, keinerlei Chancen ... „Obwohl ich nach meiner Beschneidung große Schmerzen litt, zählte ich noch zu den Glücklicheren. Es hätte weitaus schlimmer kommen können, wie unzählige andere Mädchen erfahren mussten. Bei unseren Wanderungen durch Somalia stießen wir auf viele Familien und spielten mit ihren Töchtern. Aber wenn wir sie wiedertrafen, waren die Mädchen oft fort. Niemand sagte ehrlich, was mit ihnen geschehen war, manchmal sprach man einfach nicht mehr von ihnen. Sie waren an der willkürlichen Verstümmelung gestorben - gestorben am Schock, an Infektion, an Wundstarrkrampf oder sie waren verblutet. Wenn man betrachtet, unter welchen Bedingungen der Eingriff durchgeführt wird, wundert dies nicht weiter. Es wundert vielmehr, dass einige von uns ihn überlebt haben." Mit „Wüstenblume" ist Waris Dirie ein sehr packendes und auch sehr mutiges Buch gelungen, denn zum einen macht es den Leser mit der Kultur eines ihm völlig fremden Landes bekannt und zum anderen zeigt es schonungslos jene Verbrechen auf, die schon seit Ewigkeiten den somalischen Mädchen angetan werden. Die Traditionen anderer Länder gilt es selbstverständlich zu respektieren, aber nicht um den Preis von Menschenrechten!
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Waris Dirie - Wüstenblume, 1. März 2005
Von Ein Kunde
Wir haben in der Schule das Buch "Wüstenblume gelesen und hier ist unsere Meinung und eine kurze Inhaltsangabe dazu.Inhaltsangabe: Die Autobiographie "Wüstenblume" von Waris Dirie beschreibt das ausergewöhnliche Leben der Autorin. Mit 5 Jahren erleidet Waris, die in Somalia geboren wurde, die schrecklichen Qualen der Beschneidung. Im Alter von 13 Jahren flüchtet Waris in die Stadt Mogadischu, wo sie bei einigen verwanden Unterschlupf findet, bis sie mit ihrem Onkel Mohammed nach London geht. Dort dient sie ihrem Onkel und seiner Familie 4 Jahre als Hausmädchen. Mit 18 Jahren bleibt sie allein in London zurück und muss sich durch den harten Alltag kämpfen. Nach einiger Zeit wird Waris als Model entdeckt und geht daraufhin zwei Scheinehen ein, um ihren Beruf ausführen zu können. Eines Tages lernt sie Dana, einen Musiker, in einem Jazz-Lokal kennen, mit dem sie zusammen einen Sohn, namens Aleeke, bekommt. Eigene Meinung: Die ausführliche Beschreibung des Lebens als Nomadentochter gefiel uns sehr gut. Auch die Gefühle von Waris gegenüber ihrer Familie und den Personen, die sie verletzen, werden durch ihre Wortwahl herausgehoben und für jeden verständlich gemacht. Außerdem geht sie sehr offen mit dem Thema Beschneidung an frauen um, was vielen sehr schwer fällt, das zeigt, dass Waris sich für die Frauen einsetzt und gegen Genitalverstümmlung kämpft. Sie schildert auch sehr gut wie sie es geschafft hat, ein gefragtes Model zu werden. Wir empfehlen dieses Buch Erwachsenen und Jugendlichen, da man wissen sollte, wie es sehr vielen Frauen in afrikanischen Ländern immernoch ergeht.
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ergreifendes Schicksal einer Nomadentochter in Europa, 11. Mai 2004
Dieses Buch ging um die Welt. Waris Dirie, geboren 1967 als Kind somalischer Nomaden, floh mit 14 über Mogadischu nach London und startete später eine weltweite Model-Karriere. Der traurige Höhepunkt ist ihre Beschneidung als 5-Jährige in Somalia. Warie Dirie bricht ein Tabu und spricht ausführlich über ihre grausame Verstümmelung, einer Prozedur, der heute noch ca. 2 Millionen Mädchen im Jahr unterzogen werden. Die sinnlosen physischen und psychischen Schmerzen dauern ein ganzes Leben an. Waris Dirie ist heute Uno-Sonderbotschafterin und kämpft um Aufklärung und Verbot.Doch auch ihre weiterer Werdegang ist beeindruckend: ihr Kampf um Einbürgerung in England, ihre sklavenartige Arbeit beim somalischen Botschafter in London, ihr Auftritt als Bond-Girl, ihre Insider-Erfahrungen in der Model-Branche. Sie steht für viele Menschen weltweit, die aus ärmsten Verhältnissen kommen und die wenige Chancen in dieser Welt haben. Ohne glückliche Zufälle und hilfreiche Menschen hätte auch sie es nicht geschafft. Dirie sieht, wie sie selbst sagt, unsere westliche, kapitalistische Welt mit "afrikanischen" Augen. Sie hilft, unseren Wohlstand mit etwas Abstand zu betrachten und unseren Alltag zu überdenken. Ein faszinierendes Buch.
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