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Schwarzbuch Kapitalismus. Ein Abgesang auf die Marktwirtschaft.
 
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Schwarzbuch Kapitalismus. Ein Abgesang auf die Marktwirtschaft. (Taschenbuch)

von Robert Kurz (Autor)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 938 Seiten
  • Verlag: Ullstein Tb (2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3548363083
  • ISBN-13: 978-3548363080
  • Größe und/oder Gewicht: 21,1 x 13,4 x 5,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (33 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 353.186 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Die Verheißungen der globalen Marktwirtschaft haben sich seit 1989 als Illusion erwiesen. Wer angesichts dieser unerwarteten Krise des Kapitalismus auf die Selbstheilungskräfte des Marktes vertraut, hängt einem Irrglauben an. Für den Philosophen und Schriftsteller Robert Kurz ist der Kapitalismus ein Auslaufmodell, das unaufhaltsam auf seinen Untergang zusteuert, unfähig Alternativen zu entwickeln, die den Weg aus der Krise weisen könnten.

"Marktwirtschaft macht arm" postuliert Kurz in seinem Schwarzbuch Kapitalismus und weist im folgenden en detail nach, daß es der großen Mehrzahl der Menschheit unter der neuen Marktordnung "in nahezu jeder Hinsicht schlechter gegangen ist als im 14. und 15. Jahrhundert". Zwar gibt es auch Gewinner, wir selbst gehören zweifellos dazu, aber in der Gesamtbilanz überwiegt doch eindeutig die Verliererseite.

Um aus der von ihm diagnostizierten Ausweglosigkeit des kapitalistischen Systems ausbrechen zu können, fordert Kurz eine Rehabilitierung der Geschichte. Die folgende präzise Analyse der drei großen industriellen Revolutionen legt den Grundstock für seine eigentliches Anliegen: ein leidenschaftliches Plädoyer für eine neue radikale Kapitalismuskritik.

Robert Kurz geht es nicht um eine Reform des Kapitalismus, sondern um dessen Abschaffung. "Staat und Markt" sind nicht alternativlos, doch liegt die Alternative nicht im "vorsintflutlichen Staatssozialismus", der ohnehin "nur eine gröbere, eher mickrige und auf halbem Weg steckengebliebene Billigversion des Westens" war. Die wirkliche Alternative liegt in der Selbstverwaltung der Gesellschaft durch ein umfassendes Rätesystem.

Mit seinem Schwarzbuch Kapitalismus hat Robert Kurz einen zentralen Beitrag zur aktuellen Debatte um die Zukunft unserer Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung vorgelegt. Das Buch macht Hoffnung, daß mit dem Zeitalter der entfesselten Märkte nicht auch das Ende der Geschichte gekommen ist. --Stephan Fingerle -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.



Kurzbeschreibung

Der Lebensstandard breiter Bevölkerungsgruppen sinkt, die Arbeitslosigkeit nimmt zu, der Ausweg in die Dienstleistungsgesellschaft erweist sich als Illusion. Die Marktwirtschaft wird mit ihren Produktivitätssprüngen - Automation und Globalisierung - nicht mehr fertig.
Robert Kurz seziert die Marktwirtschaft, zeichnet die drei industriellen Revolutionen nach und belegt, wie der Kapitalismus aus weitverzweigten Wurzeln und vielen Quellen im Laufe der Geschichte Varianten seiner inneren Widersprüchlichkeit hervorgetrieben hat: Liberalismus und Sozialdemokratie, den Staatsozialismus als Form nachholender Modernisierung, aber auch immer wieder Nationalismus, Rassismus und Antisemitismus.
Es zeigt sich, dass di e bisherigen Gegenentwürfe das Wesen der kapitalistischen Geldmaschine ungangetastet ließen und selber nur Trendsetter jener permanenten 'Modernisierung' waren, die sich zunehmend als antisozialistischer Drohbegriff entpuppt. Aber ausgerechnet in demselben Maße, wie er von allen Parteien zum alternativlosen Schicksal der Menschheit erklärt wird, treibt der Kapitalismus heute auf eine ausweglose Situation zu.

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24 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen zu "kurz"gedacht, 25. Februar 2007
Von A. Herzog "Tokala" (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Aufgrund des Titels, des Umfangs und der überwiegend positiven Rezensionen habe ich mir dieses Buch gekauft, wollte ich doch eine ausführliche Analyse des mittlerweile einzigen vorherrschenden Wirtschaftssystems.
Doch leider ergießt sich, trotz der inhaltlichen Tiefe, der Autor in eine einseitige, von beißendem Spott und Sarkasmus getragende Beschreibung der sogenannten "freien Marktwirtschaft ".Hinzukommt eine sehr soziologische Sprachterminologie die auch die Köchin von Lenin nicht verstanden hätte. Aber anscheinend ist dieses Buch auch nicht für die "Opfer" des Kapitalismus gedacht, genauso wenig wie die Werke des alten, verstaubten Marx der nur mal abgebürstet gehört,( Zitat des Autors ) denn auch abgebürstet und gereinigt würde ihn immer noch kaum einer verstehen.

Es ist sicherlich richtig, daß es in der Entwicklung des "Kapitalismus" verheerende Zustände und Erscheinungen gegeben hat und weiterhin geben wird. Dies aber ausschließlich in zwei Pole aufzuteilen, die blutrünstigen Kapitalisten einerseits und die armen Opfer andererseits ist sicherlich für eine wirklich fundierte Analyse des Kapitalismus zu kurzsichtig.
Der Autor schlägt mit seinem "verbalen Hammer" kreuz und quer durch alle wirtschaftlichen, sozialen und philosohischen Bereiche seit dem Aufkommen des Absolutismus und der sogenannten Aufklärung.( Ich habe mich nur irgendwann gefragt wo "die Sichel" bleibt auch wenn er den "Staatskapitalismus" ebenfalls in Grund und Boden treibt )

Das es den Menschen vor dem 16.Jahrhundert "besser" ging und sie nicht soviel arbeiten mußten wie danach, ist schlicht und ergreifend ein Unsinn. Jeder der sich mit Geschichte befaßt und sich mit der Zeit des Mittelalters befaßt hat wird da die Augen verdrehen. Aber vielleicht habe ich auch nur die "falschen Bücher " gelesen, denn der Autor verweist ja mehrmals darauf daß die Verantwortlichen des Kapitalismus die Geschichtsbücher und die Literatur darüber beeinflussen. Von hier aus ist es nicht mehr weit zu irgendwelchen " Verschwörungstheorien" a'la Illuminaten.
Hinzukommt, daß die Geschichte der Gewinn-und Ausbeutungswirtschaft nicht erst im "fröhlichen, sattgenährten und arbeitsglücklichen MA" beginnt,
( Der Autor führt allen Ernstes an, daß:" der Mensch des MA nur von Sonnenaufgang bis ca. 14.00 Uhr arbeiten mußte". Danach "hing er wahrscheinlich in seiner zusammengenagelten Bauernkate rum oder lag auf seiner vom Fronherren bereitgestellten Liege und schäkerte mit seiner emanzipierten Ehefrau ) sondern bereits ca. 2000 Jahre früher. Und zur Zeit der imperialen antiken Kulturen war Ausbeutung, Gewinnmaximierung und Sklavenhaltung ebenfalls bereits sehr ausgeprägt.
( Man lese hierzu nur mal Äußerungen griechischer Philosophen und römischer Imperatoren.)

Das es in der Geschichte der Menscheit immer abartige, perverse Gestalten gegeben hat (und geben wird), sei es M.de Sade, Bentham oder T. Hobbes usw. steht m.E. außer Frage. Aber die gab es auch schon vor der sogenannten "Neuzeit" und dem Aufkommen "kapitalistischer" Systeme.
Oder wie sollen Äußerungen mittelalterlicher Bischöfe gedeutet werden, die beim Abschlachten ganzer Städte auf "Gottes Auswahl" hingewiesen haben.
Aber der Autor reduziert diese auf die Zeit ab dem 16.Jahrhundert und dem "mechanistischen Modell " eines Rene Descartes.
Und egal ob Kant, Fichte, Hegel, egal wer auch immer aus dieser Zeit ab dem 16.Jahrhundert alle sind sie nur Handlanger des kapitalistischen Blutsaugersystems und waren ausschließlich daran interessiert die " Masse" zu kontrollieren, zu unterwerfen und die " Überflüssigen " zu "entsorgen"

Der Schluß des Buches wird mit der Überlegung beendet, " daß es "vielleicht mal eine andere Gechichte geben wird".
Das ist als Aussage eines 900-Seiten-Buches einfach ungenügend.

Ausschlaggebend für die Bewertung mit 2 Sternen war dann noch das Fehlen jeglicher Alternativen für das jetzige Wirtschaftssytem. Es ist immer ein Unterschied ob man eine einseitige, vernichtende Kritik über "irgendwas" schreibt und Alternativen dazu anbietet oder den Leser am Schluß in dem Gefühl sitzen läßt,daß er beim Verlassen seines Hause von einer "blutsaugenden, grausamen Kapitalismusbestie" angefallen wird die nur daran interessiert ist ihn "zu verwerten", ungeachtet der Tatsache daß es solche "Mitmenschen" unter 6 1/2 Milliarden sicherlich auch gibt.

Fazit:
Das Buch ist inhaltlich sehr tiefgehend aber ausschließlich einseitig betrachtet. Der Umfang und die sprachliche Wortwahl lassen darauf schließen, daß diese "Kritik der Unvernunft" wiederum nur Menschen zuteil wird die über höhere Bildung verfügen und sich mit der Materie bereits befaßt haben .
Für die "Bildungsopfer" des Kapitalismus schlicht und ergreifend nicht verständlich.



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25 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein Buch, das nicht an der Oberfläche kratzt, 24. Januar 2003
Es vergeht kein Tag ohne Hiobsbotschaften wie z.B. "Siemens entlässt trotz Millionengewinne wieder 2000 Arbeitnehmer", „Krieg am Golf wird immer wahrscheinlicher", „Post-Agenturen müssen schließen" „kein Geld für Bildung" - dies ließe sich unendlich fortsetzen. Falls Sie daran interessiert sind, was die wirklichen Ursachen für die stille Aushöhlung eines über Jahrtausende entstandenen Systems für das Zusammenleben der Menschen sind, dann sollten Sie dieses Buch lesen. Es kratzt nicht plakativ an der Oberfläche, wie viele anderen Bücher zum Thema Wirtschaftsliberalismus, sondern führt uns die fundamentalen Webfehler des Kapitalismus - auch des ehemaligen kommunistischen Staatskapitalismus - vor Augen. Kurz beschreibt nicht nur - er analysiert. Seine zentrale Hypothesen, dass das Prinzip des Kapitalismus eben nicht - wie von liberalen Strömungen immer wieder behauptet (und nicht bewiesen) wird - zu Glück und Zufriedenheit für alle Menschen führt, belegt er sehr anschaulich mit historisch und philosophisch fundierter Akribie.
Ich habe auch die negativen Kritiken zu Kurz studiert und kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass viele Kritiker dieses Buch von hinten her gelesen haben müssen. Hauptkritik ist häufig, dass Kurz keine Lösungen anbietet - Dies ist jedoch genau das, womit sich dieses Werk von den vielen gängigen „Rezepten" politischer Schaumschläger, wie z.B. eines Lothar Späth unterscheidet, der sich mit seiner Idee einer Bürgergesellschaft vollständig in Widersprüche verstrickt. Im übrigen ist das Erkennen des Problems ja bereits seine halbe Lösung.
Etwas schade ist lediglich die Länge des Buches, da es doch viele Menschen davon abhält, sich der Thematik zu widmen. Aber auch das ist sehr konsequent. Kurz hätte auch aus diesem Buch 4 Bücher machen können (und damit mehr Kapital herausschlagen können), wie wir es von den meisten Sachbuchautoren kennen, die einem in jedem Buch letztendlich doch wieder das selbe erzählen.
Ich warte darauf, dass es jemanden gibt, der die zentralen Thesen im Schwarzbuch Kapitalismus ebenso fundiert widerlegen kann.
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41 von 69 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen Alles zerschlagen und dann?, 23. September 2001
Von Ein Kunde
Mit Spannung hatte ich auf den Nachfolger von Kollaps der Modernisierung gewartet. Auch der Versuch der Auseinandersetzung mit dem Schwarzbuch des Kommunismus war im Titel von Kurz' Buch angedeutet. Doch dieser Diskkussion geht er elegant aus dem Weg, indem er die real durchgeführten Versuche, eine sozialistische Gesellschaft aufzubauen (und kläglich und für viele tötlich zu scheitern) einfach als warenproduzierende Systeme auf eine Stufe mit dem Kapitalismus stellt. Somit ist das Scheitern auch den selben Gründen zuzuschreiben, an denen auch alle anderen Produktionssysteme zugrunde gehen müssen. Kurz liest sich spannend, wo er die menschenverachtenden philosophischen Ideen der liberalen Gründungsväter offenlegt. Auch die Gegenwartsbeschreibung der Widersprüche gehen ihm flott von der Feder. Die Betrachtungen zur ersten, zweiten und dritten industriellen Revolution sind ebenfalls eine diskussionswürdig. Doch blamabel und beschämend ist Kurz, wenn er sich völlig der Aufgabe entzieht, auch nur in Ansätzen anzudeuten, wie die Katastrophe verhindert werden könnte und was nach einer Überwindung des warenproduzierenden Systems das Überleben der Menschen und des Ökosystems sichern könnte. Wie sieht ein Geldsystem und eine Warenproduktion aus, die keinen Fetischcharakter besitzen? Und wie sollen die Räte, die bei der Besetzung von Betrieben (Multinationale Schaltzentralen?) und Ämtern (auch die UNO?)sicherstellen, daß die Terrorbanden nicht einfach den Bürgerkrieg entfachen? Die Kritik zu straffen, auf wesentliche Merkmale zu beschränken und en Großteil der 800 Seiten für die Entwicklung von Alternativen zu verwenden, das würde auch einen Herrn Kurz lesbarer machen. Horst Böttinger-Thyssen
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