Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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62 von 72 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Clevere Abzocke, 11. August 2006
Auf den ersten Seiten freut man sich, weil dieses ewige Thema Mann/Frau mit vermeintlichem Humor angepackt wird.
Einige Seiten weiter freut man sich noch mehr (wenn man eine Frau ist), weil wir bei diesem Buch so richtig gut wegkommen und das alles auch noch wissenschaftlich belegt ist.
Wieder ein paar Seiten später dämmerts einem dann schön langsam: Soo ganz wissenschaftlich gehen die auch wieder nicht an die Sache ran.
Ein dunkler Verdacht keimt auf: Wollen die uns nur verscheißern? Weil, so blöd, wie in dem Buch dargestellt, sind die Männer ja nun auch wieder nicht.
Und alle unsere (angeblichen) weiblichen Eigenschaften sind ausnahmslos wunderbar?!
Als Frau und Kennerin beider Geschlechter kann ich das auch nicht hundertprozentig bestätigen.
Spätestens, wenn man dann zum hundertsten Mal liest, dass Männer am liebsten nur auf ihrem Felsen sitzen und in ihr Lagerfeuer starren wollen und dass bei Frauen auch vollkommen sinnloses Geschwätz (sind wir tatsächlich so?!) noch als Akt der Nächstenliebe zu werten ist, kapiert man es dann. Dieses Buch hat streng genommen nur eine Aussage: Frauen sind super und Männer sind blöd! Und das Ganze hat das Ehepaar Pease dann fein säuberlich in eine pseudowissenschaftliche Verpackung gesteckt (womit sich ja bekanntlich alles "beweisen" lässt, was man gerade so braucht), damit Naive es auch glauben können.
Und wozu das alles?
Nun, es lesen mehr Frauen als Männer Bücher.
Und: Viele Frauen sind frustriert.
Daher: Für so ein Buch finden sich genügend dumme Gänse, die sich darüber freuen werden, dass sie auf einmal so phantastische Geschöpfe sind.
Ergebnis: Ein Bombengeschäft.
Und zur Schande von uns Frauen muss ich feststellen, dass der Plan hervorragend aufgegangen ist.
Glück bloß, dass ich diese Schwarte nicht gekauft, sondern mir bloß geliehen habe.
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147 von 176 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Populärpsychologie für manche Frauen-Stammtische, 2. Januar 2003
Die Autoren Allan und Barbara Pease haben offensichtlich von John Grays Buch "Männer sind anders, Frauen auch" nicht nur das Buchkonzept für ihren Millionen-Seller abgeschrieben... Für Freunde des Plagiats, des Vorurteils und des Stammtisch-Niveaus in der Tat ein wahrer Leckerbissen, der in der Runde Gleichgesinnter reichlich Geprächsstoff liefert... Vermeintlich soziobiologische Erkenntnisse werden zusammengetragen, geschlechtsspezifisches Verhalten anhand der menschlichen Gene mit gewagten Thesen eloquent erklärt. Kein Buch für wissenschaftlich denkende Menschen also und schon gleich nicht für Männer, denn diese werden in deutlich schlechterem Licht dargestellt als Frauen. Reiner Grißhammer
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35 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Aus der Mottenkiste, 31. Oktober 2004
Was soll man von einem Buch halten, in dem bei einem Test auf geschlechtsspezifische Verhaltensweisen die „typisch weiblichen" Antworten von Frauen mit 15, die von Männern jedoch mit 10 Punkten belegt werden - um dann festzustellen, daß hohe Werte typisch weiblich sind? Unwillkürlich fällt einem das Wort „Manipulation" ein. Und so geht es - nicht immer gleich offensichtlich - munter durch das ganze Buch. Nach der Lektüre weiß man, daß Barbara Pease zu dumm ist, eine gewöhnliche Landkarte zu lesen und Alan Pease vom Geschnatter seiner weiblichen Familienmitglieder überfordert. Soweit, so uninteressant. Dummerweise bauen sie sich eine Theorie daraus zusammen und posaunen sie in die Welt: genau das sei der Gang der Dinge, und schuld sind allein die Hormone. Wer als Mann in der Lage ist, zwei Dinge gleichzeitig zu tun oder als Frau Karten lesen kann, bei dem ist hormonell etwas schiefgegangen, und wahrscheinlich ist er/sie homosexuell. Mit fröhlicher Unbedarftheit, allerdings unterhaltsam geschrieben, werden gängige Klischees bestätigt. Das geht selten über Stammtischniveau. Zwar gibt es ein seitenlanges Literaturverzeichnis, aber von Verweisen durch Indizes im Text haben die Autoren noch nichts gehört, so daß die behaupteten Ergebnisse nur für Eingeweihte nachprüfbar sein dürften. Öfters behaupten sie, ihre Weisheiten gälten rund um den Globus - die zitierten Studien allerdings stammen fast ausschließlich aus dem englischen Sprachraum (der genaugenommen tatsächlich rund um den Globus reicht). Mit wirklich anderen Gesellschaften, etwa der sowjetrussischen oder chinesischen, in denen Frauen in ingenieurtechnischen Berufen kaum auffallen, beschäftigen sie sich lieber nicht - das könnte das Weltbild gefährden, der geliebten Theorie widersprechen. Russische Wissenschaft kommt nur vor, weil man eine anonyme Quelle für ethisch höchst fragwürdige Forschungen braucht - den Russen ist schließlich alles zuzutrauen. Im Endeffekt führen die beiden alles und jedes auf die Urgesellschaft zurück: Männer sind Jäger, Frauen Höhlenbewahrerinnen und Mütter. Bis heute. Was allerdings die Arbeit eines Buchhalters mit Orientierung im Gelände zu tun haben soll, erschließt sich auch dem gutwilligsten Leser kaum noch. Den Frauen, die sich entgegen der Konvention entschließen, Konstrukteur, Physiker oder Elektrotechniker zu werden, wie den Männern, die Fremdsprachen studieren, erweisen die Autoren mit ihrem zusammengeschluderten Bestseller einen Bärendienst. Mußte der Personalchef sich bisher noch ein wenig für seine Vorurteile schämen, kann er jetzt auf angeblich wissenschaftlich begründete Ergebnisse verweisen. Wegen Volksverdummung gehört dieses Buch auf den Index.
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