Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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21 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Must-Have für alle Fans des Genres, 8. September 2008
Obwohl auf dem deutschen Buchmarkt noch bei weitem nicht so bekannt wie ein Ellroy, Deaver oder Harris, hört man von den meisten Lesern eines John Connollys zumeist nur wohlwollende Kritiken und Lobpreisungen in den höchsten Tönen. Ein Grund für mich mir den ersten Band der Charlie Bird" Parker-Reihe zu kaufen und vorzunehmen. Wurde ich enttäuscht?
Definitiv nicht. Connollys knallharte, streckenweise bluttriefend brutale Sprache hat mich ebenso wie die genialen Figuren, insbesondere Parker selbst, von Seite eins an gepackt und bis zur letzten, zitternd umgeschlagenen Seite nicht mehr losgelassen. Ein fesselndes Buch, keine Frage. Den Olymp des Hard-Boiled-Krimis bzw. Thriller hat der Autor damit allerdings noch lange nicht erstürmt. Dafür ist einfach zuviel Luft nach oben.
Der Inhalt ist schnell erzählt: Charlie Bird" Parker, Polizist in New York, sucht sich den falschen Abend aus, um seine Eheprobleme im Pub um die Ecke zu betrinken. Als er nach Hause zurückkehrt, findet er die Hölle vor. Frau und Tochter sind tot. Von einem Toten dahingeschlachtet, der sie einem mysteriösen Ritual nach im Tode angeordnet und ihnen die Haut samt Gesicht abgezogen hat. Parker, der kurzfristig selbst zum Mordverdächtigen wird, quittiert den Dienst und wird freischaffender Detektiv. Bei der Suche nach einem Kautionsflüchtling versucht er die gebrauchte Ablenkung vom Fahrenden Mann", wie sich der Serienmörder nennt, zu finden. Was folgt ist eine Odyssee durch die Abgründe der menschlichen Seele, bei der er schließlich einer Reihe von Kindermorden auf die Spur kommt. Und, ohne es zu diesem Zeitpunkt zu ahnen, die Fährte des Fahrenden Mannes" kreuzt.
In gewissem Sinne ist Das schwarze Herz" also ein Buch mit zwei Plots, die bis kurz vor Schluss keine Verbindung miteinander zu haben scheinen, was den Leser anfangs stark irritiert und den Lesefluss stört. Das Buch mag dadurch an Tempo verlieren, an Spannung ganz sicher aber nicht. Immer wieder glaubt man die Lösung des Ganzen gefunden zu haben, bis eine überraschende und trotzdem logische Wendung einen wieder zum Anfang bringt. Wie Connolly hier mit unserer Vorstellungskraft spielt und mitunter an den Nerven zerrt, ist schlichtweg meisterhaft. Connolly beschreibt detailliert bis an die Grenze des Erträglichen, weshalb das Buch sicher nichts für zarte Gemüter ist. Im letzten Drittel sterben Figuren seitenweise und die stets allgegenwärtige Gefahr lässt den Leser auch um die Hauptprotagonisten, Bird, die wunderschöne Psychologin Rachel sowie das Dieb-Killer-Duo Angel und Louis, bangen. Die Auflösung mag den ein oder anderen überraschen, persönlich hatte ich diese Person fast seit Beginn unter Verdacht. Schade.
Insgesamt ist Das schwarze Herz" ein Highlight des Hard-Boiled-Genres, das vor Action, Spannung und auch köstlichem Humor (Louis und Angel) nur so strotzt und den Leser das ein oder andere Mal (wenn auch meist etwas offensichtlich) in die Irre führt. Ohne Zweifel ein absolutes Must-Have für Fans des Genres und gelungener Start einer sich im weiteren Verlauf stetig steigernden Reihe.
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
birdman die erste..., 13. September 2004
in diesem buch macht uns der autor das erste mal mit charly "bird" parker bekannt. parker ist polizist in new york, oder besser gesagt, er war es. er hat seinen dienst quittiert, als seine frau und seine tochter von einem psychopathen abgeschlachtet werden, als parker sich wieder mal volllaufen lässt um seinen eheproblemen aus dem weg zu gehen. diese thematik - der alkoholismus, der mord an seiner frau und seiner tochter und die mysteriöse verbindung die er immer noch mit ihnen hat - begleiten uns nicht nur während dieses buches sondern kommt auch im nächsten band vor.nachdem parker einige zeit die stadt verlassen hat um den mörder seiner familie zu suchen, kehrt er erfolglos wieder zurück nach n.y. und nimmt einen kleinen job für einen kautionsvermittler an. doch die suche nach dem kautionsflüchtling zieht parker in einen strudel aus gewalt. aus diesem job ergibt sich auch der erste handlungsstrang des buches. parker soll für die vorsitzende einer wohltätigkeitsorganisation die verschwundene freundin ihres sohnes finden. diese suche verschlägt parker in den geburtsort der vermissten, in dem vor vielen jahren kindermorde geschahen, die nie restlos geklärt werden konnten. auch durch das trauma des todes seiner tochter verbeisst sich parker in diesen fall. und in n.y. finden dann vergangenheit und gegenwart eine auflösung die die abartigkeit der menschlichen seele anschaulich werden lässt... grauenhaft. der zweite handlungsfaden beginnt mit morden. und zwar mit morden an denen die handschrift des mörders von parkers familie zu erkennen ist. die heißersehnte spur führt birdman nach new orleans und in die sümpfe louisianas. begleitet wird er von seinen freunden louis und angel, sowie rachel, einer psychologin, die ein profil des täters erstellt. es werden weitere leichen gefunden und die "handschrift" des täters entschlüsselt. als sich das netz immer enger zieht taucht auch ein verdächtiger auf. die frage ist nur... ist es auch der täter? parker jedenfalls zweifelt daran... mehr sei zur story auch nicht verraten. für mich ist "das schwarze herz" jedenfalls ein geniales buch, das nichts vermissen lässt. der humor lebt vor allem durch parker's freunde angel und louis, ein homosexuelles paar, bei dem einer ein machohafter killer und der andere ein chaotischer einbrecher ist - köstlich! die liebe kommt mit der psychologin rachel in's spiel und die spannung ist sowiso allgegenwärtig. ein buch das oftmals in die irre führt (manchmal vielleicht ein bisschen zu oberflächlich) um etliche seiten später erst die lösung zu offenbaren. ein gelungener showdown rundet das gesamtkonzept ab. ich habe es vor jahren gelesen und jetzt - nachdem ich "das letzte vermächtnis" gelesen hatte - nochmals zur hand genommen. und trotzdem ich den ausgang schon kannte, habe ich jede seite genossen.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Abgründig, dunkel und fesselnd bis zu letzten Seite, 1. September 2009
In einer Dezembernacht werden die Frau und die dreijährige Tochter des Polizisten Charlie Bird Parker auf grauenvollste Art und Weise umgebracht. Dieser Schlag bringt für Parker tiefe Schuldgefühle mit sich und er quittiert den Dienst, bis er irgendwann auf die Fährte desjenigen stößt, der ihm diesen Schmerz zugefügt hat. Von da an lernt Parker die tiefsten Abgründe der menschlichen Seele kennen und verliert sich fast selbst darin.
Dunkel, tiefgründig und grausam das fällt mir als erstes ein, wenn ich dieses Buch beschreiben sollte. Es zehrt an den Nerven, es verursacht Gänsehaut und macht nachdenklich. Ein gutes Buch, auch wenn es mit Sicherheit nicht für jeden leicht verdaulich ist. Ich bin kein Mensch, der sich an brutalen Szenen ergötzt oder besonders viele blutige Szenen braucht Hier ist jedoch alles passend und stimmig. Connollys Sprache mutet fast schon poetisch an ich habe wohl einen neuen Lieblingsautor gefunden. Er beschreibt sehr ausführlich die Gedankengänge und Beweggründe des Protagonisten und seltsamerweise kann man diesen Mann verstehen, der Rache für das will, was seiner Frau und seiner Tochter angetan wurde. Er war mir sofort sympathisch, auch wenn er eigentlich im Fall des fahrenden Mannes nur Selbstjustiz üben will. Man hinterfragt sich dann, ob man selbst nicht vielleicht genauso reagieren würde.
Nun gibt es aber auch eine Kleinigkeit, die mich etwas gestört hat und das sind die übersinnlichen Empfindungen, die Charlie Bird Parker, man möchte sagen - vererbt - bekommt. Es tut der Spannung zwar keinerlei Abbruch und ich brauche keine reine Logik in einem Buch, aber ich könnte gut darauf verzichten. Das verdirbt mir persönlich ein wenig den Lesespaß.
Wofür ich Connolly aber ganz besonders loben muss, ist die Art und Weise, wie er die einzelnen Fäden der beiden Fälle zusammenführt. Ganz besonders gefallen mir auch Louis und Angel, das schwule Pärchen, dass fest an Parkers Seite steht und sich sehr nützlich macht. Ohne diese Beiden wäre das Buch nur halb so schön. Mit Ihnen geht es so richtig zu Sache, wenn sie in New Orleans auftauchen und sich dort zwar mehr Feinde, als Freunde machen, sich aber nicht ins Bockshorn jagen lassen. Super ist auch, dass Parker andauernd, um es salopp zu sagen, eins auf die Fresse kriegt. Er fordert das aber regelrecht heraus und dadurch kommt man auch öfters mal zum Schmunzeln und stellt sich seinen Helden doch recht oft mit blauen Flecken, zerkratzt und blutend vor. Ganz großes Kino möchte man fast sagen. Ich bin jedenfalls begeistert und vergebe 91°.
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