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Dracula. Ein Vampirroman
 
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Dracula. Ein Vampirroman (Taschenbuch)

von Bram Stoker (Autor)
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (24 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 473 Seiten
  • Verlag: Ullstein Tb; Auflage: 2 (1997)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3548243177
  • ISBN-13: 978-3548243177
  • Größe und/oder Gewicht: 18,4 x 11,6 x 4,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (24 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 357.119 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Dracula
OT Dracula OA 1897 DE 1908Form Roman Epoche Viktorianisches Zeitalter
Der Roman von Bram Stoker kann als Prototyp des Vampirromans bezeichnet werden, insofern sein Autor nach gründlichen literarischen und volkskundlichen Recherchen alle Aspekte des literarischen Vampirismus in einer geschickt montierten Kolportagehandlung zusammengetragen und das bis heute gültige Modell vom Vampir als erotisch bezwingendem Fürsten der Finsternis und des Todes geprägt hat.
Inhalt: Die ersten vier Kapitel des Romans schildern den Besuch des englischen Kanzleiangestellten Jonathan Harker auf dem Schloss des rumänischen Grafen Dracula, um mit diesem über den Ankauf eines Grundstücks in London zu verhandeln. Bald muss Harker Beobachtungen machen, die ihn an der menschlichen Natur seines Gastgebers zweifeln lassen. Dracula ist ein Vampir, ein Untoter, der sich von Blut ernährt, kein Spiegelbild hat, tags in seinem Sarg schläft und nachts sein Unwesen treibt. Wer von ihm gebissen wird, kann sich selbst in einen Vampir verwandeln und dieses Schicksal an andere weitergeben. Entsetzt flieht Harker.
Dracula will seinen Wirkungskreis auf englischen Boden erweitern und sucht seine neuen Opfer im Bekanntenkreis Harkers. Dr. Seward, der Leiter einer Irrenanstalt, bemerkt bald die Anwesenheit numinoser Gewalten: Sein Patient Renfield steht unter dem Einfluss einer dämonischen Macht, Lucy Westenra, eine Freundin von Harkers Verlobter Mina, beginnt an Blutverlust dahinzusiechen. Da Dr. Seward dem Ursprung der Bedrohung mit den Mitteln der Naturwissenschaft seiner Zeit nicht auf den Grund kommen kann, bittet er seinen Lehrer, den holländischen Professor van Helsing, um Hilfe.
Der gewiefte Theologe, Anthropologe und Mediziner durchschaut bald die Vorgänge, schweißt den Irrenarzt, den Verlobten Lucys, Lord Godalming, dessen amerikanischen Freund Quincey Morris und den erfolgreich aus Transsylvanien geflohenen Jonathan Harker zu einem Männerbund zusammen, der es sich zur Aufgabe macht, den Vampir aufzuspüren und zur Strecke zu bringen. Sie legen geweihte Hostien in die von Dracula als Ruhestätte benützten Särge, sie verriegeln Fenster mit Knoblauch und erlösen die zum Vampir mutierte Lucy durch einen Pfahl, den sie ihr ins Herz treiben, von ihrem Dasein zwischen Leben und Tod.
Dracula flieht zurück in seine Heimat, die Freunde setzen ihm nach; vor seinem Schloss kommt es schließlich zum Entscheidungskampf, bei dem Dracula zur Strecke gebracht wird. Seine Auslöschung erlebt er als Erlösung von dem Fluch, unter dem er seit vierhundert Jahren stand.
Aufbau: Der Roman besteht aus einer geschickt montierten Mischung aus Tagebucheinträgen, Briefen, Protokollen und Memoranden. Diese Darstellung hat den Vorteil, einerseits authentisch den Schrecken der jeweiligen Verfasser bei ihrer Begegnung mit der Macht des Übernatürlichen authentisch wiederzugeben, andererseits wird durch die Modernität von Aufzeichnungsgeräten wie dem Phonografen des Dr. Seward die Archaik des Vampirismus mit modernsten technischen Mitteln konfrontiert, um so das Unheil, das in die moderne Welt Einzug gehalten hat, beglaubigen zu können.
Der Roman bedient sich der im englischen Schauerroman bewährten Gegenüberstellung von weiblichen Opfern und männlichen Tätern. Die hypnotische Gewalt, die der Vampir über Frauen ausübt, ist dabei als Metapher ihrer heimlichen Leidenschaft für eine abweichende, nicht ausschließlich auf den Zweck der Fortpflanzung beschränkte Sexualität zu verstehen, die sich im Vampirbiss in den Hals des weiblichen Opfers offenbart. Dieser erotischen Dimension entsprechen auch die Tötungsweisen des Vampirs: er wird geköpft (kastriert) oder gepfählt (penetriert) – die Pfählung ist als ein Akt der Bekehrung des perversen Vampirs zu einer gewissermaßen rechtschaffenen Sexualität zu verstehen, für die sich der von seinem Fluch erlöste Vampir mit einem verklärten Lächeln bedankt. In der Figur van Helsings ist dem Vampir ein Gegenspieler erwachsen, dessen Kreuzzug gegen das Abweichende zusammen mit seiner despotischen Mentalität und der Erwartung an bedingungslose Treue und Gehorsam seiner Gefolgsleute auch an die Gestalt des politischen Führers und Demagogen erinnern, gegen den der Graf aus dem Mittelalter kaum Überlebenschancen hat. Der Erfolg des Romans beruht wohl auf dieser Ambivalenz, die es erlaubt, nicht nur der Beseitigung der Vampire, sondern auch dem hoffnungslosen Kampf der Vampire gegen die Mächte der Moderne gewisse Sympathien entgegenzubringen
Wirkung: Stokers Roman ist bis auf den heutigen Tag von unverminderter Bedeutung für jeden literarischen Versuch, aus dem Mythos des Vampirismus neue literarische Funken zu schlagen. Das gilt für die Romane des Engländers Kim Newman (* 1959) genauso wie für die der Amerikanerin Ann Rice (* 1941). Dramatisierungen des Stoffs, seine frühe und suggestive Verfilmung von 1912 unter dem Titel Nosferatu – Sinfonie des Grauens durch Fritz Murnau, eine Anzahl weiterer Verfilmungen (u.a. durch Tod Browning, Terence Fischer und Francis Ford Coppola), sogar Parodien (wie Tanz der Vampire, 1967 von Roman Polanski) demonstrieren die Unverwüstlichkeit einer Motivs, das sich auch in weniger populären Darstellungen durchgesetzt hat, wo Vampirismus als Metapher sexueller Hörigkeit und seelischer Auszehrung dienen kann. H. R. B. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


Kurzbeschreibung

Der Vampir-Klassiker zum 150. Geburtstag seines Schöpfers!
Schon bald nach seiner Ankunft im Schloß des Grafen Dracula fallen dem jungen Anwalt Jonathan Harker merkwürdige Dinge auf: Groß ist sein Entsetzen, als sich der Graf als Vampir entpuppt. Vor genau 100 Jahren erstmals erschienen, darf dieser Roman getrost 'dem Weltvorrat schwarzer Literatur zugerechnet werden' (Kindlers Literaturlexikon).

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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Nach wie vor: Das Original ist unübertroffen, 2. März 2005
Von weiser111 - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 10 REVIEWER)   
Die Handlung von "Dracula" kennt inzwischen fast jeder -- schließlich gibt es mehrere Verfilmungen, die ihrerseits bereits Klassiker geworden sind und sogar parodiert wurden -- aber wie steht's mit dem Original?
Der junge Londoner Rechtsanwalt Jonathan Harker reist nach Transsylvanien, um den Grafen Dracula in Geschäfts- und Rechtsangelegenheiten zu beraten, da der Graf demnächst nach London übersiedeln will. In dessen altem Schloss wird Harker Zeuge verschiedener Begebenheiten, auf die er sich keinen Reim machen kann, das Leben im Schloss wird immer unheimlicher -- und schließlich wird Harker zum Gefangenen des Grafen und kann sich erst in letzter Sekunde befreien.
Gleichzeitig geschieht Merwürdiges an der englischen Küste, eine Freundin von Harkers Braut stirbt unter unheimlichen Umständen, ein Geisterschiff strandet an ihrem Aufenthaltsort, und das Logbuch des Kapitäns gibt weitere Rätsel auf. Und in London bemerkt ein Nervenarzt eigenartige Symptome bei einem seiner Patienten. Van Helsing, ein Vampirexperte aus Amsterdam, trifft ein, und die Jagd nach dem Grafen Dracula, der sich mittlerweile in England befindet, beginnt.
Die Romanhandlung wird nicht im herkömmlichen Sinne von einem allwissenden Erzähler mitgeteilt, sondern konstruiert sich anhand von Tagebüchern, Briefen, Memoranden und anderen Aufzeichnungen der "Vampirjäger". Auf diese Weise wechseln natürlich Ort und Zeit der Handlung, die verschiedenen Erzählperspektiven brechen die Ereignisse jeweils in einem anderen Winkel, das Tempo der Handlung beschleunigt sich und wird auch immer wieder gebremst, und der Leser kann peu a peu die Puzzle-Teile zusammensetzen -- da er die Handlung bereits aus Filmen kennt, weiß er zwar mehr als die Figuren, aber Bram Stoker hält wie jeder gute Schriftsteller die Spannung bis zuletzt aufrecht. Dabei baut er nicht auf vordergründige Grusel-Elemente, wie man sie z.B. von heutigen Filmen kennt, sondern er arbeitet mit subtilen Mitteln, zielt auf Unterschwelliges und Unbewusstes; das Grauen stellt sich anhand von Kleinigkeiten ein.
Für heutige Leser weniger deutlich, aber für Stokers Zeitgenossen dafür umso mehr, sind auch viele sexuelle Anspielungen in der Handlung ("Dracula" entstand im prüden viktorianischen England, also konnte ein Autor gar nicht deutlich werden -- wie man hier sieht, konnte das auch Vorteile haben). Bemerkenswert ist allerdings, dass Stoker auch hier immer wieder mit dem Unbewussten der Leser spielt, und das zu einer Zeit, als Sigmund Freud seine Thesen noch nicht veröffentlicht hatte.
"Dracula" ist also nichts Geringeres als die Initialzündung der Vampirliteratur; sein Autor hat mit diesem Roman ein eigenes Genre begründet. Da er die Handlung außerordentlich subtil konstruierte, ist die Lektüre auch heute noch ein Genuss.
Auch wer die Filme bereits "auswendig kennt", sollte dennoch zu diesem Buch greifen; so präzise und psychologisch geschickt wird die Handlung nämlich nirgendwo sonst präsentiert, noch nicht einmal im -- fast -- kongenialen "Nosferatu" .
Freilich, wer unbedingt auf jeder Seite "action" haben muss, der wird mit diesem Buch wenig anfangen können. Wer aber Wert legt auf intelligente Schauder, die einem den Rückern hinunterlaufen, der ist hier bestens bedient.
Allerdings gilt auch hier: Es gibt solche Übersetzungen und solche. Unter den verschiedenen deutschen Übersetzungen empfehle ich die von Stasi Krull; sie bleibt nah am Original und ist flüssig und stilsicher. Die verschiedenen Sprachschichten des Originals fließen nicht zum Einheitsbrei zusammen.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Seit einhundertfünfzig Jahren ein Bestseller!, 27. März 2004
Nur selten wurde ein Buch sooft verfilmt wie Bram Stokers Dracula. Nur selten wurde es richtig verfilmt! Für alle, die sich davon überzeugen wollen, ist dieses Buch genau das Richtige!

Im Jahre 1897 macht sich der junge Anwaltsgehilfe Jonathan Harker auf in die Karparten, eine der dunkelsten Regionen Europas. Dort soll er dem Grafen Dracula bei Immobilienkäufen im altehrwürdigen London helfen. Die unheimlichen Ereignisse auf Schloss Dracula verraten jedoch Harker, dass der Graf mehr ist, als er zu sein scheint: Dracula ist ein Vampir und will sein unheiliges Treiben in die Hauptstadt des britischen Empire verlegen. Es begint ein Wettlauf mit der Zeit, als der Graf in England an Land geht, denn die Kreatur ist durstig...

Der ungewöhnliche Aufbau des Buches (Als Tagebuch der Hauptcharaktere) verleiht dem Buch eine Art Dokumentenechtheit. Die Geschichte wirkt durch den autobiographischen Text absolut schrecklich real. "DRACULA" ist, damals wie heute, eine der schönsten geschriebenen Gruselopern aller Zeiten und ist auf jedenfall Pflichtliteratur, nicht nur für Horrorfans.

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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Mein Tip: Unbedingt lesen!, 11. Januar 2000
Von Ein Kunde
Obwohl der Inhalt der Geschichte wohl jedem bekannt sein dürfte, kann ich dieses Buch trotzdem nur empfehlen! Man wird von der Handlung so gepackt, daß man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen möchte. Besonders gelungen finde ich, die Geschichte aus der Sicht aller Beteiligten darzustellen - in Form von Briefen oder Tagebucheintragungen. So kennt man die Gedanken und Gefühle aller Personen, verliert aber trotzdem nicht den - sehr spannenden - roten Faden. Das Buch machte Lust auf mehr und so werde ich mir demnächst den Film (mit Anthony Hopkins und Winona Ryder) zum zweiten Mal ansehen, denn diesen finde ich ebenfalls sehr gelungen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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Bei Dracula, denken die meisten wahrscheinlich an den blanken Horror. Dennoch muss ich sagen, dass es sehr spannend zu lesen ist und man keinesfalls Nerven aus Stahl haben muss... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 26. Dezember 2004 von mandelauge

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