Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Lesenswert mit Schwächen, 3. April 2008
Dieses Buch hat nach Angaben der Autorin die Intention, eine Lücke in der Literatur über Quantenphysik zu schließen. Auf der einen Seite gibt es populärwissenschaftliche Darstellungen, die ohne Formeln auskommen, aber dadurch unverständlich bleiben und es gibt die wissenschaftliche Literatur, die nur wenigen Menschen zugänglich ist. Die Autorin beschreibt mit einfacher Sprache und Schulmathematik einige grundlegende Gebiete der Quantenphysik und will damit in korrekter Form den interessierten Laien informieren.
Dieses gelingt ihr über weite Strecken bei den grundlegenden Kapiteln: Was ist Licht?, Ultraviolettkatastrophe, Schrödingergleichung etc. Hier erreicht die Autorin ihre Intention, nämlich dem interessierten Laien nahezubringen, was die Quantenphysik so wichtig macht aus philosophischer Sicht und wie seltsam die Welt der Quanten doch ist.
Die einzelnen Kapitel sind von unterschiedlicher Qualität, bis Kapitel 15 (Bellsche Ungleichung) auch gut nachzuvollziehen mit leichten Fehlern (wie in anderen Rezensionen schon erwähnt, hat ein echtes Lektorat bei dem Buch leider kaum stattgefunden).
Die beiden letzen Kapitel hätten weggelassen werden sollen bzw. müssen, denn dabei geht es um moderne Erkenntnisse in der Quantenphysik. Hier schreibt die Autorin auch selbst, dass sie als Schülerin überfordert ist, im Gelehrtenstreit Stellung zu beziehen. Das ist richtig und die beiden Kapitel haben auch in dem Buch nichts zu suchen und sind leider auch inhaltlich bedenklich.
Am Anfang dachte ich, es wäre ein 5-Sterne-Buch, weil die ersten Kapitel hervorragend beschrieben sind. Dann kommen einige uninspirierte Passagen (zB Kap. 6 über den Compton-Effekt) und etliche Abschweifungen von den Hauptaussagen. Das kostet einen Stern und einen weiteren Stern verliert das Buch durch die beiden letzten Kapitel.
Ich würde mir wünschen, dass die Autorin ihr Buch mit Hilfe des Verlages nochmals überarbeitet und dann ein homogenes Werk vorlegt, das der Qualität der ersten Kapitel entspricht. Ein solches Buch würde der Intention, eine Lücke in der Literatur der Quantenphysik zu schließen, dann auch entsprechen. Das vorliegende Werk ist nicht schlecht, aber leider nicht ausgereift. Das für mich beste Werk mit einer ähnlichen Intention ist "Der Quantensprung ist keine Hexerei" von Fred Alan Wolf.
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28 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Hut ab! Ein sehr schönes Buch, 1. März 2006
Als promovierter Physiker finde ich das Buch erstaunlich! Skurrile Quantenwelt von Silvia Arroyo Camejo ist ein sehr ungewöhnliches und fesselndes Buch, das man eigentlich mit keinem anderen Buch über Quantenphysik vergleichen kann. Für alle, die bisher nur populärwissenschaftliche Bücher zu dem Thema gelesen haben, bietet dieses Buch eine einmalige Chance, ohne Vorkenntnis der theoretischen Quantenphysik einen tiefen Einblick und ‚rigoroses Verständnis’ der Quantenwelt zu erlangen. Zugegeben, die Autorin hatte – als sie das Werk im Alter von 17–19 Jahren schrieb – selbst keinen allzu großen Überblick über die theoretische Physik. Für den Leser ist das aber eher von Vorteil. Denn das Buch gleicht einer Entdeckungsreise, die der Leser gemeinsam mit der Autorin unternimmt. Sukzessiv werden die Hauptattraktionen der Quantentheorie besucht: das Doppelspaltexperiment und der Wellen-Teilchen-Dualismus, die Heisenbergsche Unschärferelation, die Bohr-Einstein-Debatte ... und vieles mehr ... bis hin zu den modernen Anwendungen der Quantentheorie, etwa dem Quanten-Computer oder der Quanten-Kryptographie. Der Text wird unterteilt in eine ganze Reihe (92) von teils ,naiven’ Fragen – genau die Art von Fragen, die man sich als Neuling oder Laie selbst stellt, wenn man sich dem Thema nähern will: Ist Licht also doch eine Welle? Was ist der Spin eines Teilchens? Ist Quantengravitation noch Physik oder schon Philosophie? All diese Fragen werden dann konsequent beantwortet, sowohl in Worten wie auch mit entsprechenden Gleichungen. Alle mathematischen Schritte sind leicht nachzuvollziehen und verwenden ‚nur’ Werkzeuge, die man aus der Schulmathematik kennt (z.B. Differenzieren und Integrieren und – an einer einzigen Stelle – komplexe Zahlen.). Die Autorin schreibt sehr ausführlich und sinnvoll aufgebaut, sodass das Buch auch gut geeignet ist als Schnupperlektüre für junge Leute – vor allem Oberstufenschüler/innen – die sich überlegen, später mal Physik zu studieren. Die Begeisterung für die Physik, die die Autorin seit Ihre Kindheit spürt, könnte nun auch andere junge Menschen anstecken. Was mir als Physiker an dem Buch auch sehr gut gefällt, ist die Vielzahl an kleinen historischen Anekdoten , von denen ich manche noch nicht kannte. Diese zeugen davon, dass die Autorin ihre Hausaufgaben wirklich sehr gut gemacht hat. Humor hat Silvia Arroyo Camejo auch – auf Seite 71 z.B. schreibt sie „Tja, ein Proton müsste man sein: Dann würde man die Quantenphysik verstehen, wäre immer positiv drauf und hätte eine nahezu unendliche Lebenszeit.“
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21 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Kann man durchaus empfehlen, 10. September 2006
Dem interessierten Laien, der nicht gleich vor jeder Formel aus der Schulmathematik zurückschreckt, gibt das Buch einen gelungenen Einblick in diesen Teil der Physik.
Wer mehr will, der findet dies reichlich an anderer Stelle.
Der Stil ist manchmal etwas verbogen und überzogen; dies sei dem jugendlichen Überschwang verziehen.
Die Häufigkeit der Druckfehler muß dem Verlag als bodenlose Schlampigkeit bzw. Unverfrorenheit angerechnet werden.
"Lektor, oh Lektor, wo warst Du nur ? "
Völlig unverständlich bleibt mir, weshalb das Buch nicht als preiswerte Taschenbuchausgabe auf den Markt kam.
Das Wegfallen der drei farbigen Darstellungen, eine überflüssig, eine fehlerhaft, hätte keine nennenswerte Einbuße gebracht, aber vielleicht noch ein paar Leser mehr.
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