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Begriffsgeschichten (Gebundene Ausgabe)

von Reinhart Koselleck (Autor)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 569 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp; Auflage: 1 (13. September 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518584634
  • ISBN-13: 978-3518584637
  • Größe und/oder Gewicht: 20 x 13 x 4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 233.570 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Im Zentrum von Reinhart Kosellecks Werk steht die Begriffsgeschichte, deren Paradigma er – der »denkende Historiker«, wie Hans-Georg Gadamer ihn einmal genannt hat – maßgeblich entwickelt und zur Grundlage des von ihm mitherausgegebenen Großlexikons der Geschichtlichen Grundbegriffe gemacht hat. Die Begriffsgeschichte Koselleckscher Prägung wendet sich ganz spezifisch gegen eine abstrakte Ideengeschichte. Sie richtet sich auf den tatsächlichen Sprachgebrauch im sozialen, politischen und rechtlichen Leben. Dabei werden konkrete Erfahrungen und Erwartungen an der Gelenkstelle zwischen sprachgebundenen Quellen und politisch- sozialer Wirklichkeit ausgemessen. Mit dieser Sammlung von 25 Untersuchungen hinterläßt ihr Autor ein Vermächtnis. Er erzählt die Geschichte unserer, der modernen Welt anhand der Begriffsgeschichten von »Staat«, »Revolution «, »Aufklärung«, »Emanzipation«, »Bildung « und »Utopie«. Stets wird dabei der Doppelstatus dieser Begriffe, ihre Indikatoren- und Faktorenrolle im historischen Prozeß, deutlich. Die semantisch- pragmatische Analyse der Begriffe macht Kontinuitäten ebenso wie Umschlagpunkte der Sozial- und Kulturgeschichte sichtbar und gibt so eine eigene Form geschichtlicher Erfahrung frei: Die Historie der Begriffe wird zum Medium der historischen Selbstaufklärung der Gegenwart.


Über den Autor

Reinhart Koselleck, geboren 1923, em. Professor ist Träger des Sigmund-Freud-Preises für wissenschaftliche Prosa 1999.

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5.0 von 5 Sternen Begrifflicher Schlussakkord eines Historikers, 1. Dezember 2006
Von Klaus Prinz (Hagenbach) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REVIEWER)    (REAL NAME)   
Post mortem erschien diese Aufsatzsammlung Kosellecks, die vieles Nachdenkenswerte zu politischen und gesellschaftlichen Begriffen der Geschichte zu bieten hat. "Die Begriffe und deren sprachliche Geschichte zu untersuchen gehört so sehr zur Minimalbedingung, um Geschichte zu erkennen, wie deren Definition, es mit menschlicher Gesellschaft zu tun zu haben.", so der Autor im Vorwort.

Die präsentierten Begriffsgeschichten bewegen sich im Spannungsfeld der politischen Emanzipation der Bevölkerungen zwischen dem Absolutismus und der Neuzeit, mit dem besonderen Augenmerk auf die Entwicklungen in England, in Frankreich und in Deutschland. Es ist schon überaus erhellend, wie sich die Bedeutungen von Begriffen innerhalb einer Region im Zuge der Zeit wandelten, aber auch national entlang ihrer jeweiligen Geschichte verschiedene Interpretationen entwickelten.

Diese Untersuchung gibt den Blick auf frei begriffliche Längsschnitte aus ungewohnter, aber aufschlussreicher Perspektive. Was war nötig, um aus dem Wort Status unseren modernen Begriff Staat entstehen zu lassen? Oder Geschichte, Fortschritt, Revolution, Aufklärung und Bildung? Gemeinsam ist ihnen der Singular, genauer der Kollektivsingular, die Abstrahierung, die Verdichtung ihrer ursprünglichen Bedeutungsvielfalt.

Und am Horizont steht Aristoteles und winkt. Dessen elastisches Begriffsmodell sei noch nötig, um in unserer Zeit der globalen Migration die Bürgerrechte neu zu definieren, mahnt der Autor am Ende.

So endete 2006 eine Historikerpublizität, die 1954 mit der überaus lesenswerten Dissertation "Kritik und Krise" begann.
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