Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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22 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein herrlicher, origineller Debutroman- eine faszinierende Liebeserklärung an Mumbai!, 29. Juli 2008
Altaf Tyrewala (Jahrgang 1977) hat mit "Kein Gott in Sicht" einen herrlichen Erstling vorgelegt. Ein Roman, der jeder Figur nur ein Kapitel (teilweise sehr kurze Kapitel- die kürzesten haben ein bis zwei Sätze, das längste Kapitel hat an die 6 Seiten) einräumt- kann das überhaupt funktionieren? Und wie! Der Grund: Protagonist dieses Romans, bzw. der berühmte "Rote Faden" ist keine Person, sondern Mumbai, die verrückte Millionenmetropole. Beeindruckend, wie Altaf Tyrewala es schafft, die Spannung zu halten, wie er den Leser konsequent durch sein polyphones Werk führt und den Kreis im letzten Kapitel schließt. Alle kommen zu Wort: ein Mann, seine Frau (die früher Dichterin war), der Abtreibungsarzt, sein Vater, seine in Mekka zu Tode getrampelte Mutter, die Abtreibende, der Freund der Abtreibenden, die schwangere Arbeitssuchende, der unter Verstopfung leidende Mörder, der Schuhverkäufer, der Huhnfleischer, die Frau des vermissten Mannes, der schon fast suspendierte und faule Constable, der korrupte Polizist, der als Terrorist verkaufte vermisste tote Mann, einige Namensvetter des als Terrorist verkauften Toten, der schnöselige Korrespondent, das sich prostituierende Jungfernsehstarlet, der Chef des Huhnfleischers, Tänzerinnen, die Heiratsvermittlerin, Bettler und noch viele andere... Überraschend, wie viele Figuren der Autor auf nur 186 Seiten unter der Haube Mumbais vereint. Ein Dominospiel von einem Roman, perfekt organisiert und mehr als überzeugend. Eine Liebeserklärung (vielleicht eine Art von Hassliebe?) an Mumbai, ein in seiner Traurigkeit heiteres Buch, das genaue Gegenteil von einem klischeehaften Indien-Epos (wer auf Elefanten reitende Rajas und Paläste sucht, ist hier fehl am Platz!), ein extrem originelles und leuchtendes Stück Literatur.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Das ist Mumbai!, 27. September 2007
Der Autor wandert in seinem Buch von Person zu Person und erzählt ein Stück aus ihrem momentanen Leben - und das mit einer Präzision und sprachlichen Gewandheit, dass man das Gefühl hat mitten in einer der größten Megacitys der Welt zu stehen und den Fluss des Lebens zu spüren und live mitzubekommen!
Ein Buch mit vielen kleinen Geschichten, die es zu einer großen werden lassen.
Ein Buch über die verschiedenen Religionen Indiens.
Ein Buch über die verschiednen Schicksale und Probleme der einzelnen Menschen aus der "Mehrklassen-Gesellschaft". Vom Bettler bis zum Millionär. Vom Jugendlichen zum alten Mann. Von dem ungeborenen Fötus bis zum sterbenden Menschen.
Ich mochte dieses Buch sehr, weil es weder schwer verdaulich, noch zu einfach zu lesen war. Es hatte genau die nötige Prise an Spannung, damit man es kaum mehr weglegen mochte und immer wissen wollte, wie es weiter ging.
Als Leseratte der Indien-Lektüren kann ich es nur empfehlen!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Blick durchs Schlüsselloch auf eine andere Welt, 28. Juni 2009
Ein dünnes Büchlein - erst war ich etwas enttäuscht, wie dünn - aber welch ein Inhalt! Kurze Kapitel, kurze Einblicke in das Leben von vielen verschiedenen Menschen in verschiedenen Stadien der Verzweiflung, der Liebe, des Hasses, der Sehnsucht - und ein Blick auf das Leben in Mumbai, auf die Bräuche, Lebensplanungen von Menschen, die uns in ihren Nöten und Sorgen doch so ähnlich und gleichzeitig so verschieden sind.
Ein Buch, das uns Indien etwas näher bringt - jedoch sicherlich keine rosarote Welt à la Bollywood, sondern der ungeschönte Blick auf eine andere Welt mit anderen Wertvorstellungen.
Fazit: Unbedingt lesen, sehr lesenswert!
Und wem dieses Buch gefallen hat, der sollte auch unbedingt die beiden folgenden lesen: "Rupien!Rupien!" sowie "Der weiße Tiger".
Beide sind völlig anders, aber trotzdem auf ihre Weise mindestens genauso gut: Komödie und Tragödie in einem, dazu jeweils der hervorragende Schreibstil von sehr guten indischen Autoren, die leider viel zu wenig bekannt sind.
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