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Götz und Meyer.
 
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Götz und Meyer. (Taschenbuch)

von David Albahari (Autor), Mirjana Wittmann (Autor), Klaus Wittmann (Autor)
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 173 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp; Auflage: 1 (18. Mai 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518456962
  • ISBN-13: 978-3518456965
  • Größe und/oder Gewicht: 17,2 x 10,8 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Vom Winter 1941/42 bis zum folgenden Juni fuhren zwei Männer in einem Lastwagen jeden Tag von Belgrad nach Jajinci: Götz, der Fahrer, und Meyer, der Beifahrer. Hätten sie nicht unterwegs angehalten und das Ende des Auspuffs mit einer Öffnung im Boden des Kastens verschraubt und wäre der Kasten nicht voller Juden gewesen, niemand hätte sich später dafür interessiert. Der Erzähler aber, ein Belgrader Lehrer, interessiert sich dafür, weil auf dem Lastwagen auch seine Verwandten waren. Er beginnt zu recherchieren, wühlt in Dokumenten, versucht zu begreifen. Je näher er dem Wissen kommt, desto ferner ist er; je mehr er sich Götz und Meyer vorzustellen sucht, desto schemenhafter werden ihre Gesichter.

Auszug aus Götz und Meyer. von David Albahari. Copyright © 2003. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Götz und Meyer.
Ich habe sie nie gesehen, außer in meiner Phantasie. Bei solchen Paaren ist gewöhnlich der eine groß und der andere klein, aber da sie Unteroffiziere der SS waren, liegt die Vermutung nahe, daß sie beide hochgewachsen, vielleicht sogar gleich groß waren. Ich nehme an, die Bedingungen für die Aufnahme in die SS waren außerordentlich streng, gewisse Maße wurden ganz bestimmt nicht unterschritten. Einer der beiden, so behaupten Augenzeugen, ging in das Lager, spielte mit den Kindern und nahm sie auf den Arm, schenkte ihnen sogar Schokoladenbonbons. Wie wenig man doch braucht, um sich in eine andere Welt zu versetzen!
Danach stieg Götz, oder Meyer, in seinen Lastwagen und bereitete sich auf die nächste Fahrt vor. Sie dauerte nicht lang, aber Götz, oder Meyer, freute sich im voraus auf die frische Brise, die durch das offene Fenster hereinwehen würde. Zur selben Zeit kehrten die Kinder freudestrahlend zu ihren Müttern zurück.
Götz und Meyer waren sicherlich keine Neulinge in diesem Geschäft. Obwohl auf sie keine große Aufgabe wartete - es ging schließlich nur um etwa fünftausend Seelen - erforderte die Wirtschaftlichkeit dieser Arbeit den Einsatz erfahrener Kräfte. Es ist durchaus möglich, daß Götz und Meyer an ihren Unteroffiziersjacken irgendwelche Orden trugen, das würde mich nicht wundern. Wenn einer von ihnen einen Schnurrbart gehabt hätte, würde mich das eher wundern. Ich kann mir weder Götz noch Meyer mit einem Schnurrbart vorstellen. Ich kann sie mir eigentlich überhaupt nicht vorstellen, egal, ob mit oder ohne Schnurrbart. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen kreisende annaeherung an den holocaust, 12. August 2003
Von Ein Kunde
Diese Rezension stammt von: Götz und Meyer (Gebundene Ausgabe)
das buch kann nur empfohlen werden - und zwar allen, die geschichte als unergreiflich erfahren haben. dem stil anderschs und schlinks ausserlich nicht unaehnlich - will heissen: extrem lesbar - ist GOETZ UND MEYER doch tiefgruendiger, ohne dabei als 'tiefgruendig' aufzutreten. persoenlich erscheint mir die bisweile schizophrene komposition des buches als seine eigentliche staerke: bleibt auch der fokus der erzaehlung stets zentral erfahrbar - die morde an 5000 juedischen serben - so erscheinen deren bedingenden umstaende stets als meandrierende: weniger ungenau, als vielmehr mehrschichtig. was mir darueber hinaus als beachtlich erscheint, ist die durchtrennung der opfer/taeter achse, die in der holocaust literatur naturgemaess oft als vordergruendige strukturachse sich etabliert hat. alles in allem ein aeusserst gelungener versuch.
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7 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Mandolinenmusik, 7. Mai 2003
Von Mario Kaiser (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Diese Rezension stammt von: Götz und Meyer (Gebundene Ausgabe)
Ich bin begeistert. EIn Bezauberndes Buch des in Kanada lebenden Serben David Albahari. Es handelt von dem Mord an den Belgrader Juden.

Götz und Meyer, die Hauptfiguren, sind Fahrer, die Mord an den Juden begehen. Wie es beschrieben wird, sollte jeder selbst lesen.

Es zeichnet das Elend des Krieges nach und man wünscht, niemanden sollte jemals wieder so eine Zeit erleben. Die Handlung könnte in jedem Krieg spielen. Sie hätte auch aus dem Krieg der Serben an den anderen Völkern stammen können. Was macht Menschen zu solchen Monstern.

Auszusetzen habe ich nur die Klischee-Beschreibung der Deutschen und der Juden. Etwas mehr Differenzierung und etwas mehr Seiten hätten dem Buch sicher nicht geschadet.

Das Buch hat man sehr schnell durch und man wird schwermütig, wie nach Genuß von Mandolinenmusik>Einfach bezaubernd!

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