Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Tipps vom Meister an den Novizen, 2. Februar 2007
In diesem kleinen Büchlein (116 Seiten) gibt der peruanische Weltautor Vargas Llosa in einer Reihe von Briefen Tipps an den jungen Schriftsteller. Er bespricht das grundlegende Handwerkszeug wie Erzählperspektive, Zeiten, Aufbau und Stil. Zahlreiche Beispiele aus der Weltliteratur stellt der belesene Meister vor, wenngleich der Schwerpunkt auf latein- und US-amerikanischer Literatur liegt. Vorgaben und Einschränkungen gibt es keine, im Gegenteil, Vargas Llosa begrüßt Freiheit und Kreativität beim Schreiben, solange die Techniken den Roman überzeugend und faszinierend machen.
Das Buch ist persönlich geschrieben und schön zu lesen, aber es ist nur ein erster Einstieg. Vargas Llosa zeigt die Ansätze und stellt vor, dass es bestimmte Techniken gibt, aber nicht viel mehr. Als Einstieg zu empfehlen, doch der junge Autor ist mit weiten Büchern besser beraten, z.B. bieten Gesing, "Kreativ schreiben" oder Frey, "Wie man einen verdammt guten Roman schreibt" ein Vielfaches an Informationen.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ratschläge eines Meisters, 16. April 2006
Welcher werdende Schriftsteller wünscht sich nicht, von einem bekannten Autor in das Handwerk des Schreibens eingeführt zu werden, ihm Fragen stellen zu können? Eine solche Beziehung können wir in „Briefe an einen jungen Schriftsteller" kennen lernen. Mario Vargas Llosa gibt sein umfassendes Wissen in Form von Briefen preis. Die Idee, die Briefform zu wählen, ist sehr gut: Die zum Teil durchaus trockene Theorie und abstrakten Überlegungen - mit „setz Dich hin und fang einfach an zu schreiben" ist nämlich noch nicht viel gewonnen - erhalten so eine anregende Verpackung.
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15 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Lieber Freund, 13. Juli 2004
Llosa gießt seine ausgeklügelte Anleitung in Briefform. Er beantwortet die Fragen eines fiktiven Adressaten, in dessen Rolle der Leser bereitwillig schlüpft. Einen so berühmten Kollegen als Brieffreund zu haben, hebt, wenn auch fiktiv, auf dieselbe Stufe, stärkt und hält die Neugier wach bis zur letzten, der Seite 116. Wie man Romane schreibt! "An der Form zeigt sich", was wir vor uns haben. Llosa versteht seinen "Freund". In eingängigen, außergewöhnlichen Bildern (Parabel vom Bandwurm, Der Catoblepas)teilt ihm Llosa mit, teilt er mit ihm, fiktiv?, was beide zu Schriftstellern macht - eine kluge, sensible Studie. An Beispielen der Weltliteratur zeigt Llosa die Baumaterialien eines Romans: Stil, Erzähler, Raum, Zeit, Realitätsebene, Wechsel und qualitative Sprünge und alle anderen möglichen Bauarten. Immer steht Llosa dabei wohltuend zu seinen Vorlieben, immer bleibt er dabei professionell immanent. Ganz nebenbei frischt der Leser verschüttetes Wissen auf. Ob u.v.a. "Madame Bovary", "Mobby Dick", "Don Quijote", ob Onettis "Das kurze Leben", Cortázars "Die Nacht auf dem Rücken", Dylan Thomas' "The White Hotel", ob Faulkner, Hemingway, Robbe-Grillet - Mario Vargas Llosa ist auch hier ganz Könner und zeigt en passant seinem Brieffreund, wie man in ein, zwei Sätzen sowohl Inhalt als auch Bauart eines Romans zusammenfaßt. ... er unterläßt es, den fortgeschrittenen, geschätzten Freund darauf hinzuweisen, daß er seinen neuen Roman nicht eher zu schreiben beginnen sollte, bevor er mit ein, zwei Sätzen ... Mario Vargas Llosa impliziert. Auch unterläßt er es, wie manch andere Schriftsteller in solchen Handwerksbüchern, ständig auf die eigenen Pretiosen hinzuweisen. Ein einziges Mal ist von "Den jungen Hunden" die Rede. Wunderbar, einen so bescheidenen Brieffreund zu haben! Einen, der dazu verführt, all die genannten Bücher neu oder wieder zu lesen, der so vieles lehrt, ohne schulmeisterhaft zu sein! Sein Postskriptum: "Lieber Freund, Sie sollten alles vergessen, was Sie in meinen Briefen über Romanformen gelesen haben, und endlich anfangen, Romane zu schreiben. Viel Glück." Lima, 10. Mai 1997
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