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Der König von Amerika
 
 

Der König von Amerika (Taschenbuch)

von Peter St. Jungk (Autor)
2.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 244 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp; Auflage: 1 (25. Juni 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518455109
  • ISBN-13: 978-3518455104
  • Größe und/oder Gewicht: 17,2 x 10,8 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 650.670 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Neben den großen Präsidenten und Hollywoodstars gehört Walter Elias Disney zu den bekanntesten Persönlichkeiten Amerikas. In den USA selbst ist Disney Nationalheld. Mickey Mouse (1928), Donald Duck (1934), Pluto sowie Ahörnchen und Behörnchen sind seine beliebtesten Zeichentrickfiguren. Im Genre der Trickfilmgeschichte ist Disney einer der wichtigsten Gestalter. Mit Schneewittchen wurde er zum Urvater des farbigen Zeichentricks. Und in der ersten und bislang einzigen Disney-Biografie (1959) seiner Tochter Diane, gerät Vater Walt gar zum amerikanischen Überhelden.

In seinem autobiografischen Roman König von Amerika zeichnet Peter Stephan Jungk ein ganz anderes Bild von Disneys Persönlichkeit. Der wirtschaftliche Erfolg der Disney-Gruppe beruht auf dem Geschick seines Bruders Roy. Walt Disney dagegen ist bis ins hohe Alter ein "großer Junge" geblieben. Er hängt sentimental an seinen Jugenderinnerungen. "Disneyland" ist Walts Traum von seiner Kindheit in einer heilen Welt. Seine Ehe mit Lillian ist gescheitert. Disneys Geliebte ist Hazel, seine Krankenschwester. Politisch wird Disney bei Jungk zum Nationalisten. Er unterstützt den damals jungen Ronald Reagan im Wahlkampf. Disney steht für hartes Durchgreifen in Vietnam, ist Rassist, redet von "Negern", die in seinem Konzern höchstens als unterbezahlte Handlanger arbeiten dürfen.

Indem Peter Stephan Jungk den Mythos "Disney" demontiert, trifft er den aktuellen Trend der kritischen Disney-Rezeption an amerikanischen Universitäten. Gleichzeitig schafft er es jedoch, seinen Lesern auch eine sympathische Figur, die an ihre Träume glaubt, anzubieten.

Erzählt wird aus der Perspektive von Wilhelm Dantine, einem erfolgreichen Zeichner, der von Disney einst zu Unrecht entlassen wurde und nun auf Rache sinnt. Er begleitet Disney durch das Amerika der ausgehenden 50er- und 60er-Jahre. Jungk zeichnet dabei treffsicher das Porträt eines kleinstädtischen und introvertierten Landes. Und spannend ist das Ganze auch noch. Liest sich Jungks Roman doch fast wie ein Krimi, der seine Leser buchstäblich bis zum Schluss fesselt: Denn die Frage, was Dantine mit Disney im Schilde führt, bleibt bis zur letzten Seite offen.

Für alle Donaldisten, Mickey-Fans und Goofy-Anhänger ein Muss! Für Amerikanisten eine echte Alternative zu allem, was bislang zu diesem Thema erschienen ist. --Martin Kilgus -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .



Kurzbeschreibung

Schon mit dreißig war er eine internationale Berühmtheit, Ruhm und Ehrungen fielen ihm zu wie wenigen anderen Zeitgenossen. Sein kleines Zeichenstudio war im Lauf der Jahre zu einer weltumspannenden Industrie geworden. Und als er 1966 starb, war er eine Legende, einer der letzten Groß-Moguln Hollywoods: Walt Disney.
Doch war dieser Mann, dessen Filme auch heute noch jedes Kind kennt, eine zwar charismatische, doch auch problematische Persönlichkeit. Peter Stephan Jungk erzählt die letzten sechs Wochen im Leben dieses Tycoons aus der Sicht eines der Zeichner von Disneys Märchenwelten. Er beginnt mit einem Besuch des mittlerweile berühmten Trickfilm-Stars in Marceline, dem Dorf seiner Kindheit. Er blendet zurück auf die dramatischsten Momente dieses Lebens; er erzählt von Disneys gesellschaftlichem und privaten Leben, seinem Fasziniertsein von der Mondlandung, seiner Sorge um die Zukunft der Disneyland-Parks. Und seiner Obsession, nach dem Tod eingefroren und eines Tages wieder belebt zu werden. Doch als die letzten Tage des Schöpfer von Bambi, Donald, Micky Maus und Pluto gekommen sind, ist alles anders als gedacht.
Dies ist das erste Buch, das die Licht- und Schattenseiten des "dunklen Prinzen von Hollywood" in einer spannenden Handlung darstellt. Ein biographischer Roman, der uns hinter die Kulissen der Traumindustrie blicken läßt, dessen König Disney war.

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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Überraschende Einblicke - aber sind die auch real?, 28. November 2001
Von Ein Kunde
Diese Rezension stammt von: Der König von Amerika (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch ist eine gewagte Annäherung an das Phänomen Walt Disney. Als Roman getarnt kommt eigentlich eine Generalabrechnung und Demontage des amerikanischen Idols daher. Jungk verbindet die Fiktion des Zeichners Dantine (möglicherweise hat es den ja wirklich gegeben?) mit einem ziemlich heftigen Bedienen der Vorurteile und Klischees über das durchschnittliche amerikanische Landleben. Wer diese Menschen schon immer für hinterwäldlerisch, reaktionär und gefühlsduselig hielt, wird hier bedient.

Für mich als erklärten Fan Disneys und seiner Werke war es auch vor dem Buch schon klar, dass sich Walt Disney vor allem selbst mit den Federn seiner hervorragenden Trickfilmzeichner geschmückt hat.
Ansonsten war er jedoch ein Marketing-Genie und hat alleine dafür meine Bewunderng.
Das Buch ist gut geschrieben, liest sich zügig und durchaus spannend. Fast ist es ein wenig kurz geraten, mehr Informationen und angebliches Hintergrundwissen wären sicher noch dringewesen...

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1 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen Wie von der Journalistenschule, 18. August 2003
Dieses dilettantische Machwerk hätte nie zwischen zwei Buchdeckel geraten dürfen. Jungk verbindet altbekannte schmutzige Details über Walt Disney mit einer lachhaften Rahmenhandlung. Ein in Europa geborener Zeichner (klar: Europäer sind eh die besseren Menschen; sie durchschauen den amerikanischen Budenzauber im Nu), zudem Emigrant (soll auch automatisch Mitleid und Sympathie erzeugen) pflegt eine Haßliebe zu seinem Ex-Arbeitgeber Disney. Schmieriger Höhepunkt des Buches ist eine Art Happening auf Disneys Grundstück - es soll dramatisch wirken, ist aber hanebüchen und peinlich. Daß Disney durch so einen Heckmeck aus der Bahn geworfen worden wäre... völlig unmöglich. Jungk Mischmasch riecht nach kalkuliertem Effekt und Schreibe wie frisch von der Journalistenschule. Ein peinliches Buch, das zwar im renommierten Suhrkamp-Verlag erschienen ist, aber den Vergleich mit Dieter Bohlens literarischen Ergüssen nicht zu scheuen braucht.
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