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In seiner frühen Kindheit ein Garten
 
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In seiner frühen Kindheit ein Garten (Gebundene Ausgabe)

von Christoph Hein (Autor)
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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In seiner frühen Kindheit ein Garten + Interpretationen: Gedichte von Bertolt Brecht + Königs Erläuterungen Spezial: Brecht. Das lyrische Schaffen: Interpretationen zu den wichtigsten Gedichten. Realschule / Gymnasium 10.-13. Klasse
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 250 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp; Auflage: 3 (18. März 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518416677
  • ISBN-13: 978-3518416679
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 13,2 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 289.974 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

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    Nr. 21 in  Bücher > Belletristik > Romane & Erzählungen > Zeitgenössische Literatur > Deutschsprachige Autoren > Hein, Christoph

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Zur Zeit der Terroristenangst und der bundesdeutschen Notstandsgesetze in den 70er Jahren entstand ein schmales Bändchen, das zeigen sollte, wie schnell man als normale, besonders rechtschaffene Bürgerin ins Mühlwerk von Polizei und Justiz geraten kann. Die verlorene Ehre der Katharina Blum hieß das Buch, Heinrich Böll sein Autor. Jetzt ist dessen Protagonistin -- zumindest teilweise -- wieder auferstanden. Katharina Blumenschläger heißt die Frau, und ihr Vorbild ist durchaus real. Christoph Hein hat sie in seinem Roman In seiner frühen Kindheit ein Garten der RAF-Terroristin Birgit Hogefeld nachempfunden, die mit Wolfgang Grams befreundet war. Auch Grams hat einen Doppelgänger im Buch: Oliver Zurek, und dessen Geschichte ist eben die von Grams, den eine Spezialeinheit der GSG9 und Polizeieinheiten am 27. Juni 1993 auf dem Bahnhof von Bad Kleinen stellten. Grams kam ums Leben. Selbstmord oder Hinrichtung? lautete damals die Frage, die unbeantwortet blieb, bis heute. In Heins Roman versucht ein normaler und besonders rechtschaffener Bürger, der Vater von Oliver Zurek, den Geschehnissen nachzuspüren -- und stürzt auf ein Netz aus Lügen und Gewalt, dass ihn an Gut und Böse zweifeln lässt.

Christoph Hein, der schon im DDR-Staat mit merkwürdigen Polizeimethoden konfrontiert war, hat aus den Ungereimtheiten bundesrepublikanischer Rechtsstaatlichkeit einen faszinierenden Roman gemacht, der ein ums andere Mal die entscheidende Frage -- „Wo leben wir eigentlich?“ -- klar umreißt. So ist der Leser bei der Lektüre des Öfteren versucht, das Buch ganz unliterarisch, als -- wenn auch fiktiv verschlüsselte -- Bestandsaufnahme der Ereignisse in und um Bad Kleinen zu begreifen. Aber damit täte man dem Buch bitter unrecht. Denn Hein hat auch sprachlich Beachtliches geleistet und das 70er-Jahre-Genre des „Terroristenromans“ neu belebt, freilich, den Zeitumständen entsprechend, aus der rekapitulierenden Außenperspektive eines nur indirekt Beteiligten. Und ist dabei, trotz der etwas plumpen Anspielung, weit besser als einstmals Heinrich Böll. --Stefan Kellerer



Pressestimmen

"Eine bewegende Spurensuche, die Gefühle freisetzt, ehrlich bis zum Schmerz." (BRIGITTE)

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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein Buch, dass nachdenklich und traurig macht, 11. Oktober 2006
Von kfir "lies-und-lausch.de" (Langenbach, Oberbayern, Zonenrandgebiet zu Niederbayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REVIEWER)   
Hein schreibt ein Buch in Anlehnung an die Geschehnisse von Bad Kleinen.

Doch das interessante ist weniger der eigentliche Tathergang, obwohl der Vater des Getöteten das ganze Buch hindurch über Jahre hinweg nach der Wahrheit sucht. Vielmehr ändert sich ab hier sein gesamtes Leben und alles, was bislang richtig erschien, ist auf einmal falsch.

Dabei tauchen zahllose Fragen auf. Was haben die Eltern in der Erziehung falsch gemacht, was hätte man besser machen können oder müssen? Ist man für das Verhalten seiner Kinder verantwortlich? Wie sehr kann man sich seinen eigenen Verwandten entfremden und abwenden? Wie weit geht Opportunismus und wann muss man seinen eigenen Weg gehen? Kann man der Justiz, der Exekutive und der Politik an sich noch vertrauen? Gibt es eine Wahrheit und eine Gerechtigkeit?
Jeder hat noch vor der Lektüre bereits seine Antworten, doch die Fragen stellten sich mir während der Lektüre immer wieder neu.

Auch wenn ich mir gewünscht hätte, dass das Verhältnis des Elternpaares zueinander ebensolchen Platz einnimmt wie das des Vaters zu den Kindern, so kann ich dieses Buch jedem nur an Herz legen. Es ist zwar leicht zu Lesen, doch der Inhalt ist schwer zu Verdauen.

Ein solches Buch hätte ich mir zu meiner Abiturzeit mit dem richtigen Lehrer als Lektüre gewünscht.
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26 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Machtmissbrauch und staatliche Willkürmaßnahmen!, 4. Februar 2005
Schuldlos hatte man den so genannten Staatsfeind Oliver Zurek ein halbes Jahr inhaftiert. Daraufhin tauchte er in den Untergrund ab und bewegte sich dann primär in terroristischen Kreisen. In einer kleinen Stadt in Mecklenburg kam der junge Mann schließlich ums Leben und zwar im Zuge einer Verfolgungsjagd durch Beamte des Bundesgrenzschutzes. Später unterstellte man, Zurek habe während dieser Verfolgung einen Polizisten erschossen und daraufhin Suizid begangen. Der Tathergang allerdings wurde von Augenzeugen völlig anders dargestellt. Sie erklärten, der besagte Polizist sei im Tumult durch einen Kollegen versehentlich erschossen worden und anschließend habe man den flüchtigen Terroristen kaltblütig exekutiert. Videoaufnahmen und Spuren, die die Version der Zeugen hätten dokumentieren können, wurden offenbar kurzerhand vernichtet und die Zeugen selbst als unglaubwürdig gebrandmarkt.
Olivers Vater, ein pensionierter Schuldirektor möchte, dass seinem Sohn Gerechtigkeit widerfährt. Der bis dahin obrigkeitsgläubige Altphilologe rückt im Zuge des Ermittlungsverfahrens immer mehr vom Glaube an die Rechtschaffenheit der Vertreter dieses Staates ab . Immer skeptischer wird er, als aufgrund des Drucks der Presse, der Innenminister zurücktritt und der Generalbundesanwalt in den Ruhestand entlassen wird. Jetzt erkennt er , dass " Staatsschutz, Polizei, Bundeskriminalamt, Landesregierung, Generalstaatsanwaltschaft und Innenministerium " es augenscheinlich mit der Demokratie nicht ernst meinen, ihre ihnen vom Volk verliehene Macht missbrauchen und bedenkenlos zu staatlichen Willkürmaßnahmen greifen, wenn es den Eigeninteressen zuträglich erscheint. Dr. Zurek resümiert:" Ich habe jahrzehntelang in einem Land gelebt, von dem ich offenbar nie etwas begriffen habe. Ich habe ein Leben lang meinen Schülern Dinge beigebracht, die völlig unsinnig sind. Die sie in unserem Land überhaupt nicht gebrauchen können. Ich habe sie für ein Leben in einer Gesellschaft vorbereitet, die lediglich in meinem Kopf existierte. Ich habe nichts verstanden. Ich bin ein Idiot." Und weiter: "... und alles, was von dem Gedanken eines Gemeinwesens und eines Beamten übriggeblieben ist, von der Idee des Staates, das ist der Übermut der Ämter." Als Zurek erkennt, dass die staatliche Seite ihr Monopol auf Gewalt und Rechtsprechung gegen seinen Wunsch nach Aufklärung einsetzt, begreift er, dass er seinen Sohn nicht rehabilitieren kann und widerruft seinen Amtseid, weil dieser Staat die Gesetze nicht einhält. Die Wahrheitsliebe und das ausgeprägte Rechtsgefühl , das Vater und Sohn verbindet, haben beide zur Abkehr von diesem Staat veranlasst, wenn auch mit unterschiedlichen Konsequenzen.
Christoph Hein macht in seinem Roman deutlich, dass die bürgerliche Herkunftfamilie Olivers, mit ihrer spießigen Enge, und ihrem allgemeinen Biedersinn, ausgelöst insbesondere durch seine Mutter, in Verbindung mit den humanistischen Bildungsidealen seines Vaters eine explosive Mixtur für seinen persönlichen Werdegang verkörpert hat. Der alte Zurek erkennt die Handlungsmotive seines Sohnes ganz allmählich, auch wenn er die Handlungen selbst nicht tolerieren kann. Wenn zwischen Idealen und der Wirklichkeit die Kluft zu groß ist, dann wird man den Garten der frühen Kindheit wohl nicht mehr finden können! Diesen Roman sollte man nicht vorrangig als Aufarbeitung der realen Geschehnisse von Bad Kleinen begreifen, sondern wohl eher als eine Parabel für alle Staatsdiener für die Ideale der Demokratie glaubhaft einzutreten und zukünftig die Folgen von Machtmissbrauch und staatlichen Willkürmaßnahmen ganz genau zu überdenken, weil es ohne ethisches Grundverhalten keine zivilisierte Gesellschaft geben kann. Dies wird leider all zu oft vergessen!
Ein beeindruckender Roman"
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen Gepflegte Langeweile, 23. Juli 2009
Als Deutschlehrerin maße ich mir an, Literatur ein wenig beurteilen zu können. Da dieses Werk für die Grundkurse in der Oberstufe laut Lehrplan vorgeschrieben ist, war ich gezwungen es zu lesen: Zunächst klingt das Thema sehr interessant, weil es direkt an die realen Geschehnisse in Bad Kleinen angeknüpft. Wenn man wie ich mit dem RAF-Terror in seiner Kindheit konfrontiert war, stößt ein solches Werk zunächst grundsätzlich auf Interesse. Dem Autor gelingt es jedoch schlichtweg nicht, daraus ein lesenswertes Buch zu machen. Die politische Ebene wird gänzlich ausgeblendet und die Handlung konzentriert sich ausschließlich auf die Lebenswelt eines alten Ehepaares, den Eltern des erschossenen Terroristen Oliver. Die ersten 80 Seiten haben lediglich den Tagesablauf des Vaters von Oliver, einem ehemaligen Direktor eines Gymnasiums, und seiner Frau zum Inhalt. Die beiden alten Leute verzweifeln beinahe an der Trauer um ihren Sohn und scheitern am Unverständnis ihrer beiden anderen Kinder, die für den kriminellen Bruder kein Verständnis aufbringen können. Obwohl die Trauer eines Elternpaares für seinen toten Sohn, an dessen Selbstmord sie zweifeln, nachvollziehbar ist, so trägt dieses Sujet jedoch keinesfalls ein ganzes Buch. Man fühlt sich als Leser beinahe manipuliert, wenn man die Ereignisse nur aus Sicht des Vaters geschildert bekommt, der Mittel und Wege sucht, die Reputation seines Sohnes wiederherzustellen und dabei so viel Schuld wie möglich dem Staat zuweisen will.
Zudem mag sich in manchem Leser auch tiefe Ablehnung entwickeln, da man einfach nicht gewillt sein muss, die geforderte Sympathie für den Täter, den Terroristen, aufzubringen. Das Schlimmste an dem Buch ist jedoch die seitenlange Langeweile, das Verharren in Alltagstrivialitäten der Protagonisten, die hölzern und stereotyp agieren.
Um seinem Protagonisten nicht ganz nach Schwarz-Weiß-Schema zu zeichnen, dichtet ihm Hein in einem wie nachträglich eingeschobenen Kapitel eine zwanzig Jahre alte Affäre mit einer Blumenverkäuferin an. Dies soll die Hauptfigur wohl weniger als Moralwächter erscheinen lassen. In meinen Augen wirkt dieser Versuch nur stümperhaft und schriftstellerisch wenig geglückt.
Auch eine Diskussion mit Schülern über die Ereignisse im Zusammenhang mit den Verbrechen der RAF dürfte schwierig werden, da keinerlei relevante Fakten im Buch genannt werden.

Der Inhalt des Buches lässt sich in einem Satz zusammenfassen: Eltern trauern um ihr totes Kind und können dessen Tod nur schwer verarbeiten.

Leider hat der Autor diesen Satz auf ca. 266 Seiten ausgedehnt.
Meine Empfehlung: Wagen Sie sich an einen guten Klassiker. Das ist politisch und man hat auch heute noch etwas davon...Oder fragen Sie nach guter moderner Literatur.
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3.0 von 5 Sternen Großer Spannungsvermeider - verlorene Chance
Ein junger Mann wird wegen Terrorismusverdachts sechs Monate in Haft gehalten und dann wegen Mangel an Beweisen frei gelassen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. Juli 2007 von K. Beck-Ewerhardy

5.0 von 5 Sternen .."der Mensch wäre ja gut......
nur "die Leut'" sind schlecht.".. oder so ähnlich hat einmal Karl Valentin geschrieben. Lesen Sie weiter...
Am 13. November 2005 veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Tief berührt
Ich sehe dieses Buch weniger von der politischen als von der menschlichen Seite: Wie kommt eine Familie (insbesondere wie hier die Eltern) damit zurecht, wenn ein Familienmitglied... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 22. Februar 2005 von C. Vater

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