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Das Paradies ist anderswo
 
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Das Paradies ist anderswo (Gebundene Ausgabe)

von Mario Vargas Llosa (Autor), Elke Wehr (Übersetzer)
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 496 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp; Auflage: 1 (21. Januar 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518416006
  • ISBN-13: 978-3518416006
  • Originaltitel: El paraiso en la otra esquina
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 13,4 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 354.716 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Als Flora Tristan, das uneheliche Kind eines peruanischen Offiziers und einer Französin, im April 1844 um vier Uhr morgens erwacht, da schlägt sie die Augen auf und sagt zu sich, zum ersten Mal: "Heute fängst du an, die Welt zu verändern." Dann bricht sie auf, um in Südfrankreich die entrechteten Arbeiter und Frauen wachzurütteln. Krank ist sie da und 41 Jahre bereits, aber ihr Wille zu Revolution und Utopie ist ungebrochen.

Rund 50 Jahre später verlässt ihr Enkel, der symbolistische Maler Paul Gauguin, Frau und Kinder und macht sich in Richtung Südsee auf, um dort ein neues Leben zu beginnen. Seine Großmutter hat er nie kennen gelernt. Aber ihre Energie scheint er dennoch geerbt zu haben, ebenso wie ihren Hang nach Veränderung. Seinem Charakter nach hat der jähzornige, egoistische und unstete Maler mit der Arbeiter- und Frauenrechtlerin Flora Tristan kaum etwas gemein. Wie diese allerdings sucht er nach einem Paradies, in dem die Menschen glücklich werden können. Nur: Ist die Insel der Glückseligkeit sozial (im gerechten Miteinander) oder exotisch (in der Ferne) zu verorten?

In seinem neuen Buch Das Paradies ist anderswo hat der peruanische Autor Mario Vargas Llosa (Das Fest des Ziegenbocks) diese Fragen gestellt. Er hat die Lebenswege zweier unterschiedlicher Menschen miteinander konfrontiert, Verwandtschaften und Unterschiede aufgespürt -- und beide Erzählstränge wieder einmal zu einem fulminant erzählten Roman verknüpft. Ein großes Buch über die biografische Zerstörung aller Illusionen, die den urmenschlichen Traum nach dem Paradies trotzdem niemals auszulöschen vermag. --Thomas Köster



Kurzbeschreibung

Zwei exemplarische Lebensgeschichten, meisterhaft erzählt von einem der großen Romanciers unserer Zeit: Hier die Geschichte Flora Tristans, der bahnbrechenden Frauen- und Arbeiterrechtlerin, die mit ihrem bewegten Leben für die Hoffnung einsteht, die Menschheit von Unrecht und Unterdrückung zu befreien; dort das über die Grenzen jeder Konvention getriebene, abenteuerliche Leben des Malers Paul Gauguin, der die Entfremdung der Kunst vom Leben durch den Traum von ursprünglicher Schönheit zu überwinden hofft. Als Flora Tristan, die illegitime Tochter eines peruanischen Offiziers und einer französischen Mutter, 1844, in einer Zeit sozialrevolutionärer Utopien und nur allzu realen Elends, aus Paris und seinen Salons zu einer Rundreise durch Frankreich aufbricht, um die in ihrer Rechtlosigkeit apathischen Arbeiter und Frauen aufzurütteln, ist sie, mit einundvierzig Jahren, bereits von Krankheit gezeichnet. Ihr Elan aber ist ungebrochen, ihr rebellischer Geist hellwach. 1891 verläßt ihr Enkel Paul Gauguin, ehemaliger Seemann und Börsenmakler, seine dänische Frau und die Kinder für ein Leben in der Südsee, wo seine einst mit Vincent van Gogh gesponnenen Träume vom unverfälschten Paradies auf eine Wirklichkeit stoßen, die widersprüchlicher ist, als er sich eingestehen mag. Und doch gelingen ihm im »Atelier des Südens« einige seiner großartigsten Bilder. Flora Tristan starb, bevor Paul Gauguin zur Welt kam, und wenn auch ihre Ziele gegensätzlicher nicht sein konnten, floß doch das gleiche aufbrausende Blut in ihren Adern, setzten sie beide Glück und Gesundheit aufs Spiel, um ihren Traum vom richtigen Leben Wirklichkeit werden zu lassen.

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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Leidenschaftliche Lebensträume, 6. März 2004
Mario Vargas Llosa zeichnet hier kraftvoll und ausdrucksstark das Leben zweier Persönlichkeiten, wie sie unterschiedlicher nicht hätten sein können; das Leben Paul Gouguins und das seiner Großmutter Flora Tristan. Mögen beide Charaktere noch so verschieden gewesen sein,gemeinsam ist ihnen der leidenschaftliche Kampf für ihren Lebenstraum.

Sie, die durch Südfrankreich reiste, das Elend der Arbeiter in den Fabriken sah. Sie, die zu einem Kreuzzug aufbrach, um die Welt mit Verstand und Liebe zu ändern. Sie, die ihre Pflicht darin sah, die Ausgebeuteten zu erlösen, die Arbeiter zu vereinen und die Gleichheit der Frauen zu erlangen. Ja, sie, Flora, verzichtete auf die egoistische Liebe. Das einzige Gefühl, das ihr Leben zuließ, war die Liebe zur Menschheit.

Er,der Künstler, der brotlose Maler, der aus Paris, dem Gefängnis aus Zement, Asphalt und Vorurteilen geflohen ist.Er, der dem goldenen Kalb der verdorbenen Zivilisation den Rücken kehrte.Ja, er, Paul, war Richtung Südsee gezogen, wo er die reine, ursprüngliche Welt suchte, eine Welt ohne Geschäftigkeit, den Garten Eden, in dem er nur die Hand auszustrecken brauchte, um seine Nahrung von den fruchtbaren Bäumen zu pflücken.

Wie viele Tränen solche Lebensträume kosten, das erzählt Llosa so leidenschaftlich wie seine Menschen leidenschaftlich sind deren Portraits er zeichnet.In gekonnt inszenierten Rückblendungen erfahren wir, wie solche Träume entstehen und warum sie es wert sind, bis zum bitteren Ende für sie zu kämpfen; vielleicht, weil es oft, trotz aller Hoffnungslosigkeit immer noch einen Funken Hoffnung gibt.

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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Zwei Leben - eine Suche, 20. November 2005
Von Heide Riemann "Heide Riemann" (Niedernwöhren) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Diese Rezension stammt von: Das Paradies ist anderswo (Taschenbuch)
Flora Tristan, die Arbeiter- und Frauenrechtlerin, und ihr Enkel der Maler Paul Gauguin sind auf der Suche nach dem Paradies.

Die eine sucht es im Kampf gegen die soziale Ungerechtigkeit. Der andere, fernab der Zivilisation, in der Abgeschiedenheit Polynesiens.
Sie schließt sich Kreisen an, die darauf abzielen, die Gesellschaft zu verändern, namentlich den Fourieristen.
Er will sich dort in der Ursprünglichkeit des Lebens auf Tahiti ganz der Malerei hingeben.

Kapitel um Kapitel wird man von Mario Vargas Llosa in die beiden Leben entführt, deren Wege sich nie gekreuzt haben. In dieser Doppelbiographie scheinen sie sich zu nähern.

Zuvor eine Gauguin-Biographie zu lesen, um unterschieden zu können, was authentisch und was Fiktion ist, wie ich es gemacht habe, ist überflüssig. Schöner, unterhaltsamer und lebensnaher kann man in das Leben Gauguins und seiner Großmutter nicht eintauchen

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18 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Die Suche zweier Menschen nach dem Paradies!, 23. Februar 2004
Vargas Llosa hat einen unglaublich facettenreichen Roman verfasst, über zwei außerordentliche Menschen, die im vorletzten Jahrhundert - jeder auf seine Weise - das Paradies auf Erden suchten, bzw. gestalten wollten.
Erzählt werden die Lebensgeschichten zweier unangepasster Personen : zum einen die Vita der Sozialreformerin und Frauenrechtlerin Flora Tristan, zum anderen das Leben ihres Enkelsohnes Paul Gauguin, dessen impressionistische Gemälde erst nach seinem Tode weltweite Anerkennung fanden.
Nach schwerer Kindheit in überaus ärmlichen Verhältnissen und einer fürchterlichen Ehe mit einem gewalttätigen, ihr gewissermaßen aufgezwungenen Mann, flieht Flora Tristan zunächst nach Peru, in das Land ihrer väterlichen, sehr begüterten Herkunftsfamilie. Doch sie findet dort keine wirkliche Ruhe und ist empört, ob der dort vorherrschenden sozialen Mißstände. Flora kehrt zurück nach Frankreich, engagiert sich in der Arbeiterbewegung und kämpft zeitgleich für die Emanzipation der Frau. Sie reist nach London, hält flammende Reden gegen die inhumanen Auswüchse der Früh -Industralisierung , so unter anderem in Paris, Lyon sowie Bordeaux und veröffentlicht 1835 " Weite Reisen einer Paria ", 1840 " Spaziergänge in London", 1843 " Arbeiterkampf ". Sie rebelliert gegen die Gesellschaft und nimmt die Ideen von Karl Marx vorweg. Als sie im Alter von einundvierzig Jahren an Erschöpfung stirbt, hat diese, sich keineswegs schonende Idealistin das Paradies auf Erden leider nicht gefunden...!
Ihr Enkelsohn Paul Gauguin arbeitet zunächst als Börsenmakler und ist in seinem bürgerlichen Beruf sehr erfolgreich. Er heiratet die Dänin Mette S. Gad. Aus dieser Ehe gehen fünf Kinder hervor. Durch Claude Emile Schuffenberger wird er an die Kunst herangeführt und beginnt zu malen. Sein Leben nimmt nun einen anderen Verlauf. Er trennt sich von Mette, erleidet, nachdem er seinen Brotberuf aufgegeben hat, finanzielle Not, lässt sich aber von seiner Leidenschaft nicht abbringen. Beeinflusst vom Maler Camille Pissarro versucht er Gesetzmäßigkeiten der Farbe analog der Musik aufzustellen. Er zieht sich in die bretonische Landschaft zurück und gelangt dort zu eigenständigen Ausdruckswerten. 1887 reist er mit seinem Freund Laval nach Panama und beginnt auf Martinique breitflächig zu malen. Er kehrt zurück nach Frankreich, trifft in Arles auf van Gogh. Die beiden Maler arbeiten zusammen, schätzen sich und doch kommt es zu Auseinandersetzungen, die dazu führen, dass Gauguin fluchtartig in die Bretagne zurückreist. 1891 geht der Künstler, der jetzt in Paris als Haupt der symbolistischen Schule gefeiert wird, für zwei Jahre nach Tahiti. Dort malt er die Eingeborenen, mit denen er zusammenlebt. Eine Affinität zu sehr jungen Mädchen wird deutlich. Aufgrund finanzieller Schwierigkeiten kehrt er nach Frankreich zurück und stellt seine Gemälde in Paris aus. Er errichtet ein Atelier in der Rue Vercingetorix, lebt mit einer Farbigen zusammen, die sich alsbald von ihm trennt, sein Atelier ausräumt und Gauguin mittellos zurücklässt. Nach der Notversteigerung vieler seiner Gemälde verlässt der Maler seine Heimat für immer. In Punaaia an der Westküste Tahitis nimmt er das Leben wieder auf und schafft Bilder voller Poesie, obwohl es ihm gesundheitlich und finanziell schlecht geht. Wiederholt äußert Gauguin Selbstmordgedanken. Schwierigkeiten mit der Kolonialverwaltung führen dazu, dass er auf die Insel Atuona ausweicht, wo er zwei Jahre später verstirbt. Seine Vorstellung vom Paradies zeigt sich vor allem im Bild " Woher kommen wir? Was sind wir? Wohin gehen wir?". Die fortschreitende französische Kolonisation Polynesiens verändert allerdings schon zu Lebzeiten Gauguins die Authentizität der Eingeborenen. Das Paradies, das der Maler sucht, ist auch in Polynesien nicht zu finden. " Das Paradies " , so stellt Gauguin resigniert fest, " ist anderswo!"
Ein hervorragend geschriebener, unendlich farbenprächtiger, spannender Roman, von großem Tiefgang!
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Das Thema dieser Doppelbiografie ist interessant: die Suche zweier Menschen nach dem Paradies. Wo ist das Paradies zu finden, in dem die Menschen glücklich werden können? Lesen Sie weiter...
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Vor 12 Monaten von esc veröffentlicht

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Auch ich habe das Buch gelesen, da es darin um Paul Gauguin geht. Man erfährt wunderbar viel und genau über sein Leben auf Tahiti und vor allem über die Gründe, warum er welches... Lesen Sie weiter...
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