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Der fernste Ort (Gebundene Ausgabe)

von Daniel Kehlmann (Autor)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 148 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp (August 2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518412655
  • ISBN-13: 978-3518412657
  • Größe und/oder Gewicht: 20,7 x 12,6 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
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    Nr. 22 in  Bücher > Belletristik > Romane & Erzählungen > Junge Literatur (deutschspr.) > Kehlmann, Daniel

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.at-Redaktion

Ultima Thule, der fernste Ort, fasziniert Julian, den Helden des Romans, seit seiner Kindheit. Und seine (bewusst/unbewusste) Suche nach diesem Ort bedingt eine ständige Flucht -- einen ständigen Versuch, seiner Umgebung zu entfliehen, sein mittelmäßiges, bürgerliches Leben hinter sich zu lassen. Ein inszenierter Schwimmunfall scheint ihm die ultimative Lösung für ein völliges Verschwinden, für einen Neubeginn.

Dieser Ausgangspunkt birgt Reminiszenzen an seine Kindheit, seine Jugend. Seltsam fern wie durch einen Schleier scheint Julian sein jüngeres Selbst zu sehen. Die Erinnerung an seine Eltern, an seinen hoch begabten Bruder, in dessen Schatten er immer stand, an eine "normale", bürgerliche, einengende Welt, der er schon als Kind zu entfliehen suchte. Erinnerungen an seine Mutter, die Selbstmord beging, an seinen Vater, der die Familie verlassen hatte -- all diese Ereignisse muten in der Rückschau wie Begebenheiten unter Wasser an, verlangsamt, verzerrt. Julian selbst wirkt wie ein hilfloser Schwimmer, der sich von den Wogen des Lebens passiv hierhin und dorthin treiben lässt. Weder glücklich noch wirklich unglücklich, eher unzufrieden, ein "Mann ohne Eigenschaften", trifft er im Grunde immer nur eine Entscheidung: zu fliehen.

Daniel Kehlmann versteht es, den Leser in einen Sog zu ziehen, in ein Spiel mit Fiktion und Realität, das immer undurchsichtiger und undurchschaubarer wird. Je näher Julian seiner letzten Flucht kommt, desto mehr Ereignisse aus der Vergangenheit nehmen in der Gegenwart Gestalt an, scheinen ihm wieder zu begegnen.

Und so bleibt die Antwort auf die Frage, ob Julian seinem alltäglichen Dasein wirklich entfliehen kann, oder ob es nur die Fiktion einer Flucht ist, die er erlebt, letztlich dem Leser überlassen. --Lisbeth Legat



Kurzbeschreibung

Julian, ein junger Mann, mit sich selbst und seiner Tätigkeit als Versicherungsangestellter unzufrieden, nutzt einen Schwimmunfall, um sich davonzumachen. Daß man ihn für tot halten muß, scheint ihm die ultimative Chance zu sein. Noch einmal läßt er seine Erinnerungen Revue passieren: die Kindheit, die zähen Anstrengungen, neben dem hochbegabten Bruder zu bestehen, den Zerfall der Familie und die immer wieder gescheiterten Versuche, die eigene Mittelmäßigkeit zu überwinden. Nun, plötzlich, liegen verführerische neue Möglichkeiten greifbar vor ihm; er kann ganz von vorne beginnen. Doch die Umstände gestalten sich unerwartet schwierig: Ereignisse aus seiner Vergangenheit begegnen Julian in der Gegenwart wieder, immer mehr wird ihm die Realität zweifelhaft. Ist vielleicht alles nur ein Traum? Und wenn ja – was für eine Art von Traum? Schließlich besteigt er einen Zug, der ihn endlich aus seiner Heimatstadt und in die Freiheit bringen soll. Daniel Kehlmann erzählt die Geschichte eines Fluchtversuchs aus dem alltäglichen Leben. Kann ein Mensch aus seinem Dasein ausbrechen, kann er ein anderer werden, als er ist? Raffiniert verknüpft der Autor diese Fragen mit einer bis zur letzten Seite spannenden Geschichte.

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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Gute Ansätze..., 4. Oktober 2006
Von Martin Hoffmann "Alles-Leser" (Thüringen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Diese Rezension stammt von: Der fernste Ort (Taschenbuch)
Mittlerweile kenne ich Daniel Kehlmann schon recht gut. Angefangen hatte ich mit "Ich und Kaminski". Damals war ich über die Erzählweise des jungen Autors überrascht. Natürlich kaufte ich mir auch "Die Vermessung der Welt". Darüber brauche ich ja keine Worte verlieren....das würde zu weit gehen.

"Der fernste Ort" beginnt klar und strukturiert. Ein Versicherungsangestellter befindet sich auf einer Geschäftsreise mit seinem Chef. Schon früh schildert Kehlmann die Selbstzweifel der Hauptperson. Allmählich bekommt der Leser eine Sicht auf das Innere.

Nachdem die Erzählung ihren Wendepunkt (vorgetäuschter Tod) erreicht hat, vermischen sich Erinnerung, Gegenwart und Träume zunehmend. Der Leser muss mit höchster Konzentration "am Ball bleiben". Ich empfehle das Buch an 2 bis 3 Tagen zu lesen. Sonst verliert man das Gespür für die Hauptperson und die Geschichte.

Gegen Ende des Buches war ich gespannt für welches Finale sich der Autor entschieden hat. Daniel Kehlmann bevorzugte das träumerische Element der Erzählung. Für den Leser kann dies verwirrend sein, doch anders war es nicht zu erwarten.

Wer wie ich "Ich und Kaminski" und "Die Vermessung der Welt" als Vergleich hat, wird meine 3 Sterne für "Der fernste Ort" nachvollziehen. Die Erzählung beginnt viel versprechend und endet leider 10 Seiten zu früh.
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7 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Eine erstklassige Fortsetzung seiner wunderschönen Romane, 20. September 2001
Von Ein Kunde
Ein durchschnittlicher Mensch, ein durchschnittliches Leben und plötzlich ein folgenschwerer Unfall. Mit klarer Sprache, spannenden Ideen und der wunderbaren Gabe Kehlmanns mit Worten ein Bild zu malen, macht auch dieses Buch, wie alle seine anderen, zu einem wahren Leseerlebnis! Mit einem Ende, das nicht leicht zu erraten ist. Leider hat das Buch nur 140 Seiten. Viel zu schnell erfährt man, was "der fernste Ort" ist. Daniel Kehlmann bleibt mein Lieblingsschriftsteller!
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4 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen Weit entfernt und noch nicht vermessen ..., 29. November 2005
Von Karl-H. Heidtmann "khh" (Weyhe-Melchiorshausen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REVIEWER)   
Diese Rezension stammt von: Der fernste Ort (Taschenbuch)
Mit Vergleichen ist das immer so eine Sache. Will man, darf man dieses dünne Buch, das wohl bewusst jede Gattungsbezeichnung unterlässt (!), weil der Grat zwischen Roman und Erzählung sehr schmal ist, mit dem vier Jahre später erschienenen großartigen Werk "Die Vermessung der Welt" vergleichen?

Auch große andere Autoren haben zwischendurch immer mal wieder schwache Bücher geschrieben. Man lebt ja schließlich von diesem "Job". Und mehr als ein Buch pro Jahr ist meist nicht drin. Da wird dann manchmal nicht nur der Umfang "dünn".

Von "seine Leser in den Sog ziehen" kann lediglich am Anfang dieses kleinen Buches die Rede sein - und der ist ohne Zweifel gelungen. Nur verheddert sich Kehlmann dann für meinen Geschmack zu sehr in der Fiktion. Dabei hätte die "Story" ohne Zweifel mehr hergegeben. Nun, jeder fängt mal klein an. Und wie gesagt, der Anfang war nicht schlecht ...

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5.0 von 5 Sternen sollte einzug in deutsche klassenzimmer halten
Mein dritter Kehlmann (nach der "Vermessung der Welt" und "Kaminski und Ich") und zum dritten Mal stelle ich fest, dass Herr Kehlmann einfach gute Bücher schreiben kann... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von F. Besler veröffentlicht

3.0 von 5 Sternen Ein eher schwacher Kehlmann und damit trotzdem noch gut.
Leider kann dieses Buch von Daniel Kehlmann nicht so überzeigen wie etwa Mahler's Zeit und die Vermessung der Welt. Lesen Sie weiter...
Vor 23 Monaten von L. Thon veröffentlicht

4.0 von 5 Sternen Ultima Thule
Eigentlich sollte Julian bei einer Tagung seines Arbeitgebers, einer Versicherungsgesellschaft, ein Referat halten, doch einige Stunden vorher hat er immer noch nichts vorbereitet... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 1. November 2007 von marielan

3.0 von 5 Sternen Nur bedingt für Kehlmann-Fans geeignet!

Ich liebe ja Kehlmanns Schreibe. Nur habe ich vorallem bei diesem Buch gemerkt, dass mir das alleine nicht (mehr) genügt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 1. September 2007 von Fischer S.

4.0 von 5 Sternen verschachtelt
Der Versicherungsangestellte Julian geht während einer Tagung im Ausland schwimmen und kann sich nur mit Mühe aus der Strömung retten. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. März 2007 von Lesehörnchen

4.0 von 5 Sternen Muss man erst sterben...um zu leben ?
Eine etwas skurrile Geschichte über einen Mann,der für tot erklärt wird und dies als seine Chance sieht, ganz von vorn zu beginnen und die Dinge anders zu leben,als er es bis... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 28. Januar 2007 von Jovanov Monika

3.0 von 5 Sternen geheimnisvoll
traumähnliche Handlungsstränge, die den Verstand animieren, in andere Richtungen zu denken.
Sehr gute Sprache.
Klarer Stil.
Schluss aus meiner Sicht zu unklar. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. April 2003 von NewWonder

5.0 von 5 Sternen spannend und tiefsinnig
Ein raffiniertes Buch über einen Identitätswechsel und den Tod, zugleich ein Thriller und große Dichtung, geschrieben in einer Sprache, die ihresgleichen sucht. Unbedingt lesen!
Am 27. November 2001 veröffentlicht

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