Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Das schönste Buch aller Zeiten, 15. April 2006
Von Ein Kunde
Über den Inhalt haben meine "Vorredner" ja schon geschrieben. Zuerst musste ich mich langsam an das Buch rantasten, es waren ja doch viele Fremdwörter darin. Aber man kommt schnell rein. Und dann... das Buch ist der absolute Wahnsinn, ich habe mit Mahbube gelacht, geweint, gelitten, gehofft. ... War ich wirklich bei mir zuhause, als ich las? Oder war ich in Teheran? Beim Lesen meint man, man ist mittendrin. Man hört, fühlt, spürt. Teilweise wollte ich das Buch weglegen, ich konnte es einfach nicht mehr ertragen, was eine Frau alles erdulden, erleiden, erfahren muss. Was macht man nicht alles, wenn man liebt. Auch ich hab schon mal den nächtlichen Wein genossen - aber der Morgen der Trunkenheit ist es ja dann doch nicht wert. Das Buch ist , ja , Lebenserfahrung, Weisheit, Öffnen der Augen. Als ich am Ende war, lag ein Zauber auf mir, im Raum, überall. Ich war traurig, glücklich, nachdenklich, und das Stunden später noch. Ich liebe dieses Buch! Mehr kann ich gar nicht mehr dazu sagen, das Buch ist einfach der Wahnsinn. Öffne dein Herz! Lass dir die Augen öffnen. Danach wirst du verstehen. Und - deine Eltern lieben dich - mehr als du dir träumst! Unbedingt kaufen!
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Bewegende orientalische Lebensgeschichte, 2. April 2005
„Der Morgen der Trunkenheit" - erst am Ende dieses eindrucksvollen Buches habe ich wirklich begriffen, was uns dieser Titel zu sagen hat : Ist der nächtliche Genuss des Weines den Schmerz des Morgens wert? Ich möchte Euch/Sie nicht irreführen - dieser wunderschöne Roman hat in erster Linie nichts mit schnöder Trinkerei zu tuen, wenngleich auch dies ein Aspekt des Leidens der Ich-Erzählerin ist. Aber nun genug der Verwirrung, komme ich zum Inhalt : Eine alte Iranerin erzählt während der neunziger Jahre ihrer jungen Nichte ihr Leben, welches in den zwanziger Jahren als Tochter einer sehr wohlhabenden, adeligen Familie begann. In vielen Details wird das Leben dort in Theran beschrieben - auch dank eines Glossars, in dem die persischen Begriffe erklärt werden, erschliesst sich so dem Leser/der Leserin ein umfangreiches Bild der adeligen, iranischen Gesellschaft der 30er/40er Jahre vor dem nur am Rande erwähnten Hintergrund politischer und geschichtlicher Veränderungen. In dieser Geschichte geht es nicht um die großen Ereignisse, nein - hier erzählt uns Mahbube, die Erfahrene, ihr Leben - aufgewachsen behütet und überwacht in der abgeschiedenen Welt des Adels, verliebt sich das junge Mädchen in einen gesellschaftlich vollkommen unakzeptablen Mann aus der Unterschicht und geht für diese Liebe, für diese Trunkenheit, durch kaum zu ertragende Qualen. Was sie dabei durchmacht wird von der Autorin geduldig und in allen Einzelheiten beschrieben. Das Buch beeindruckt sowohl durch eine spannende Handlung als auch durch die überzeugende Schilderung der Gefühlsvorgänge im Herzen der jungen Frau. Dies zu lesen bereitete mir nicht immer Vergnügen, da ich meine eigene Ungeduld spürte, manchmal dachte ich z.B. : „Mahbube - das kannst du dir doch nicht gefallen lassen! Tu doch etwas!" Aber sie lässt es sich gefallen, denn sie wurde nicht auf ein Leben ausserhalb ihrer vertrauten Welt vorbereitet. Dies ist ein weiterer interessanter Aspekt des Buches : Weder die recht künstliche, durch diverse Regeln und Anstand/Moral bestimmte adelige Lebens-Haltung, noch die sich später als rauh, brutal und vulgär herausstellende Welt ihres Geliebten weisen dem Leser einen wirklich gangbaren, ehrlichen Weg. Einen Weg, auf welchem die Menschen wirklich offen miteinander reden und an einer klugen, liebevollen Beziehung zu arbeiten in der Lage sind. Zwischen diesen beiden Poolen entsteht ein Spannungsfeld in dem Mahbube fast zerrissen wird... Aber mehr will ich nicht verraten. Ich kann nur empfehlen, dieses niveauvolle, schöne, aber auch traurige Stück Literatur zu lesen, nach einigen Seiten wird es Dir - zukünftigeR LeserIn ( wobei die meisten wohl eher Leserinnen sein werden ) schwer fallen, das Buch aus der Hand zu legen, das Schicksal dieser empfindsamen Frau lässt uns nicht mehr los - bis zur letzten Seite.
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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Traumhaft!, 5. März 2004
Von Ein Kunde
"Der Morgen der Trunkenheit" ist das beste Buch, das ich im letzten Jahr gelesen habe. Ein Buch das beruehrt, erschreckt, ein Buch das Gefuehle weckt, das so nah am wirklichen Leben ist, dass es fast weh tut. Und trotzdem spuert man ganz oft auch das Glueck, das trotz aller Schicksalschlaege und persoenlicher Tragoedien immer noch da ist und in den Tiefen der Seele nach Sonne lechzt.Ein junges adliges Maedchen, das in einer traditionellen iranischen Familie trotz allem frei erzogen wird, verliebt sich in einen Schreinerlehrling. Trotz aller Widerstaende der Familie heiraten die Beiden. Die junge Frau verzichtet nicht nur auf ihre Familie, sondern auf den bis dahin hohen Lebesstandard und das kulturelle Umfeld. Es geht um die Liebe. Doch die Liebe kann die bestehenden sozialen Schranken nicht runterreissen. Die junge Frau ist mit der Armut ueberfordert, doch vorallem leidet sie unter dem groben Benehmen der einfachen Leute, vorallem ihres Mannes und der Schwiegermutter, die nach der Hochzeit in das Haus der Frischvermaehlten einzieht. Die Autorin schildert glaubhaft die Zerissenheit der jungen Frau zwischen Liebe und der Sehnsucht nach ihrem alten Leben kurz nach der Hochzeit und zwischen Angst und Abscheu im weiteren Verlauf ihrer Ehe. Dabei verfaellt die Autorin nicht in die Klischees angeblicher sozialer Schranken sondern versucht glaubhaft die manchmal so verworrene Beschaffenheit der menschlicher Seele zu zeigen. Die Sprache ist fliessend und leicht, ja nahezu poetisch. "Der Morgen der Trunkenheit" ist ein Buch an das man sich lange erinnert.
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