Kurzbeschreibung
Hermann Broch zählt zu den großen Romanschriftstellern der europäischen Moderne. Seinen Dichtungen liegen kulturkritische Gedanken zugrunde, die er in einer Reihe von Essays ausgearbeitet hat. Broch wußte, daß die Krisen und Konflikte seiner Gegenwart und der Zukunft letztlich kultureller Natur sind und daß sie nicht durchgestanden oder beigelegt werden können, wenn die zivilisatorischen Grundlagen und Entwicklungen unreflektiert bleiben. Brochs gesamte dichterisch-denkerische Arbeit kreist um das Thema des europäischen Wertezerfalls bzw. dessen Überwindung.
Diese Essaysammlung enthält die wirkungsmächtigsten theoretischen Arbeiten des Autors: Das Böse im Wertsystem der Kunst, Geist und Zeitgeist, James Joyce und die Gegenwart, Mythos und Altersstil, Die Kunst und ihr Un-Stil am Ende des 19. Jahrhunderts und Menschenrecht und Irdisch-Absolutes. Ein ausführliches Nachwort des Herausgebers ist dem Denksystem Broch auf der Spur.