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Das Geisterhaus
 
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Das Geisterhaus (Taschenbuch)

von Isabel Allende (Autor), Anneliese Botond (Übersetzer)
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (46 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 501 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp; Auflage: Neuauflage. (31. Dezember 1998)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518381768
  • ISBN-13: 978-3518381762
  • Originaltitel: La casa de los espiritus
  • Größe und/oder Gewicht: 19,2 x 12,1 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (46 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 14.705 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

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Produktbeschreibungen

Der Spiegel

Der Berserker und die Unfassbare

Mehr als drei Jahrzehnte sind vergangen seit dem Versuch des Präsidenten Salvador Allende, in Chile einen Sozialismus der Freiheit zu errichten, der, wie das Leben des Mannes selbst, abrupt endete. Und viele Jahre glaubten seine Anhänger an seine Ermordung statt an einen Selbstmord.

Was kann die Erzählkunst leisten, wenn eine historische Wahrheit nicht vollständig rekonstruierbar erscheint? Diese Frage stellte sich die 1942 geborene chilenische Autorin Isabel Allende einige Jahre nach dem Putsch von 1973 durch die Militärjunta unter General Augusto Pinochet – und verfasste das Manuskript für „Das Geisterhaus“, dem ein Brief an ihren Großvater zugrunde liegt.

Das im venezolanischen Exil geschriebene Erstlingswerk der Nichte des ehemaligen Präsidenten wurde nach seinem Erscheinen im Jahr 1982 ein Welterfolg. Monatelang führte „Das Geisterhaus“ die Bestsellerliste des SPIEGEL an. Bis heute hat sich das umfangreiche Werk allein in Deutschland weit über zwei Millionen Mal verkauft.

Die Literaturkritik reagierte gespalten. „Hier ist eine Frau mit großer Erzählkunst in die Autorenelite Lateinamerikas eingedrungen“, hieß es. Auch „überwältigende Darstellungskraft“, „epische Souveränität“, „Genauigkeit und Leuchtkraft“ wurden der bis dahin unbekannten Schriftstellerin bescheinigt. Andere Kritiker aber nannten das Buch „trivialliterarisch“, „ein aussichtsvolles Debüt mit allen Unzulänglichkeiten“ oder sogar eine „Volksversion“ der berühmten Familiensaga „Hundert Jahre Einsamkeit“ von Gabriel García Márquez – gewiss das ungerechteste Urteil.

Denn selbst, wenn dem Leser der ersten Kapitel „Rosa die Schöne“ und „Die Drei Marien“ einige Parallelen zu García Márquez ins Auge fallen, so hat man es bei Allendes Werk doch ohne Zweifel mit einem ganz eigenständigen Stück Literatur zu tun. „Das Geisterhaus“ ist eine bittere Abrechnung mit dem Heimatland der Autorin, mit Chile, das sich erst sieben Jahre nach Erscheinen des Romans von der Militärdiktatur befreien konnte. Es ist eine Chronik von Gewalt, Ungerechtigkeit und Vergeltung, aber auch von „Schmerz, Blut und Liebe“. Neu klang Allendes sinnlich fabulierende, eigentümlich insistierende Stimme, die auf den mitteleuropäischen Leser fast exotisch wirkte, dieser fließende, saftige Ton, die endlosen Sätze, die selbst dann ihre Leichtigkeit nicht verlieren, wenn sie von Grausamkeit, Folter und Tod berichten. Immer mit einer Spur Ironie versehen, schaffen sie es, dass der Leser auch harte Übergänge ohne Weiteres verkraftet.

Man muss kein Kenner lateinamerikanischer Literatur sein, um zu durchschauen, nach welchem Muster die Autorin ihren Debütroman gestrickt hat: Aufstieg, Blüte, Niedergang, eingebettet in den gesellschaftlichen und staatlichen Verfall einer ganzen Epoche. Die für einen großen Familienroman genreüblichen Konventionen sprengt Allende also nicht.

Dafür aber lässt sie in ihrer Geschichte so zahlreiche spannende und skurrile, unterhaltsame und anstößige Figuren auftreten, dass die Vorhersehbarkeit des Romanverlaufs kein bisschen stört.

Aus dem pittoresken Gewimmel ragen zwei Protagonisten hervor: der skrupellose Patriarch Esteban Trueba und Clara, seine Frau Esteban ist ein zielstrebiger und kraftvoller Mann, der jedoch in seiner brutalen Triebhaftigkeit und seinem gewalttätigen Machtwillen erschreckend wirkt. „Kein Mädchen schaffte den Übergang von der Pubertät ins Erwachsenenalter“, ohne dass es sein „schmiedeeisernes Bett zu schmecken bekam.“

Truebas größte Schwäche ist die Liebe zu seiner Frau Clara. „Clara verbrachte ihre Kindheit und frühe Jugend zu Hause in einer Welt aus wunderbaren Geschichten und geruhsamer Stille, in der die Zeit nicht mit Uhren und Kalendern gemessen wurde, die Gegenstände noch ihr Eigenleben hatten, die Geister sich mit an den Tisch setzten und zu den Menschen sprachen, in der Vergangenheit und Zukunft Teil ein und derselben Sache waren und die Wirklichkeit der Gegenwart ein Kaleidoskop aus ungeordneten Spiegeln, in denen alles geschehen konnte.“ Sie ist am Ende die Person, die den herrschsüchtigen Mann bezwingt, die seinem Machthunger einerseits durch ihre verschwenderische Art zu lieben, andererseits durch ihre innere Unerreichbarkeit deutliche Grenzen setzt.

Allende bemüht sich immer wieder, die Perspektive der Frauen zur Geltung zu bringen. Sei es, indem sie Claras unbeugsame Würde im Geschlechterkampf mit ihrem Mann betont, sei es, dass sie von Nívea del Valle als einer tapferen, furchtlosen Frauenrechtlerin erzählt. Die Autorin macht sich mit ihrer Geschichte zur Anwältin der Frauen, allerdings ohne feministische Schärfe.

Ihre weiblichen Heldinnen tragen symbolhafte Vornamen mit ähnlicher Bedeutung: Nívea (die Schneeweiße), Clara (die Helle), Blanca (die Weiße), Alba (die Morgenröte). Sie stehen stets den Schwächeren und vom Leben Betrogenen bei. Jede für sich hadert und rangelt mit den Gegebenheiten ihrer Generation. Bewirken kann jedoch kaum eine etwas.

Das gelingt in diesem sich über ein Dreivierteljahrhundert erstreckenden Epos nur Tránsito Soto, der geschäftstüchtigen, matronenhaften Prostituierten, die zunächst als Nebenfigur auftritt und schließlich gegen Ende des Romans die Schicksale der Familien Trueba und del Valle bestimmt. Sie allein kann allen Entwicklungen der Geschichte trotzen. Und geht daraus als strahlende Siegerin hervor.

Allendes erzählerische Kraft ist unbestreitbar. Mit großer Souveränität verwickelt sie ihre Figuren in Extravaganzen und merkwürdige Anekdoten. Besonders auffallend ist dabei die Selbstverständlichkeit, mit der sie Magisches und Reales vermischt, ohne jede Furcht, dies auch auf Kosten der Glaubhaftigkeit zu tun.

Darin liegen Stärke und Schwäche des Romans zugleich. Die anfangs noch mit einem Augenzwinkern erzählten Skurrilitäten der Figuren, sei es, dass sie wie Rosa mit grüner Haarpracht ausgestattet sind, dass sie wie Clara auf einem Stuhl durchs Haus fliegen oder wie der junge Nicolás als nackter Karatespringer auf den Straßen von Santiago herumturnen – all diese Absonderlichkeiten, so hübsch sie auch sein mögen, wirken auf manchen europäischen Leser übertrieben.

Die großen Charaktere des Romans sind durchweg von maßloser Leidenschaft geprägt. Sie lieben und kämpfen ungezügelt und trotzen stets den Stürmen der sozialen und politischen Entwicklungen bis in den Tod.

Für irgendwelche seelischen Verkrümmungen lässt Allende ihren Figuren dabei kaum Raum. Geraten sie auf die schiefe Bahn, wie Esteban, der nach einigen Ehejahren seine alte Gewohnheit aufnimmt und seine Lieblingsprostituierte wieder aufsucht, oder wie seine altjungfernhafte Schwester Férula, die „verquälte Seele“, die plötzlich ihre Schwägerin begehrt, so dauert dies doch nicht allzu lange.

Es gibt große Erfolge, die letztlich unerklärlich sind. Im Falle von Isabel Allendes Roman ist es vor allem ihre Phantasie, die nachhaltig beeindruckt. Aber auch die Kunst des spannenden, temporeichen Erzählens. Allende hat es mit ihrem Erstlingswerk vermocht, eine Mischung zu erzeugen, die den Leser fordert, erstaunt, fesselt, ja: tief berührt.

Nicht zufällig konnte der dänische Regisseur Bille August 1993 mit diesem Stoff einen Kinoerfolg feiern. Dazu verhalfen ihm die Detailliebe und die einprägsamen Figuren der Romanvorlage. Jeremy Irons als Esteban und Meryl Streep als Clara haben ihre Rollen glänzend verkörpert. Die Verfilmung bleibt so unvergesslich wie das Buch, das ihr zugrunde liegt.

Nachwort von Verena Araghi zu Das Geisterhaus. SPIEGEL-Edition Band 21 -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.



Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Das Geisterhaus
OT La casa de los espíritusOA 1982 DE 1984 Form Roman Epoche Moderne
Isabel Allende erzählt in Das Geisterhaus die Geschichte zweier Familien des chilenischen Großbürgertums von den 1930er Jahren bis in die Gegenwart. Die Chronik der Familien entspricht zum Teil ihrer eigenen Biografie: Der 1973 erschossene chilenische Präsident Salvador Allende war ihr Onkel und auch sie musste wie ihre Romanheldin Blanca Garcia aus dem von General Augusto Pinochet regierten Land fliehen. Vor diesem historischen Hintergrund erzählt Allende eine Familiensaga, in der Übersinnliches mit den Erlebnissen der Personen verknüpft ist. Im Zentrum steht die Geschichte ungewöhnlicher Frauen aus vier Generationen.
Inhalt: Die junge Alba trifft beim Besuch des Hauses ihrer Ahnen auf den sterbenden Großvater Esteban Trueba. Anhand der Tagebücher ihrer Großmutter Clara beginnen beide, die bewegte Familiengeschichte zu rekonstruieren. Am Anfang der Geschichte steht die Verbindung zwischen dem Großgrundbesitzer Trueba und Clara de Valle, der Schwester der verstorbenen Verlobten Truebas. Er zeigt sich gegenüber seiner Familie und seinen Arbeitern als kompromissloser Patriarch. Ihm gegenüber stehen die Frauen der Familie: die hellseherisch begabte Clara und die Tochter Blanca, die sich in einen Anführer der kommunistischen Partei verliebt und auswandert. Trueba duldet die Beziehung nicht, er selbst kandidiert als Senator der konservativen Partei und unterstützt einen Militärputsch. Erst als seine Enkelin Alba in ein Konzentrationslager gebracht wird, begreift Trueba die Fehler seines Lebens.
Aufbau: Der Roman wird durch eine Rahmenhandlung eingeleitet und abgeschlossen. Durch diese Struktur stellt Allende schon zu Beginn Bezüge zur eigenen Biografie her. Dem Geisterhaus liegen laut der einleitenden Danksagung die Tagebücher von Allendes Großmutter zu Grunde. Ebenso beginnt Alba ihre Geschichte mit einem Zitat aus den Aufzeichnungen Claras. In ihrer Familiensaga verbindet Allende politisches Schreiben mit der weiblichen Perspektive. Das Geisterhaus ist nicht nur Schilderung der jüngeren Historie Chiles. Großen Raum nehmen die Liebesgeschichten der Protagonistinnen ein, die sich zu politisch aktiven Männern kommunistischer Überzeugung hingezogen fühlen und sich ebenso dem Klassenkampf verschreiben. Durch die Figur der Clara etabliert Allende das im Romantitel angedeutete Motiv der Geister. Konträr zu den weiblichen Figuren steht Esteban Trueba, die Verkörperung des familiären und gesellschaftlichen Konservatismus. Sprachlich fantasie- und kraftvoll gelingt es der Autorin, die dichte Geschichte von Liebe, Blut und Transzendenz fesselnd umzusetzen.
Wirkung: Allende lenkte mit dem Roman weltweite Aufmerksamkeit auf die chilenische Geschichte und die Werke anderer lateinamerikanischer Autoren. Es gelang ihr, die Form des Familienepos mit neuem Anspruch wieder zu beleben. K. G. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Das tollste Buch überhaupt!!!, 14. Februar 2003
Dieser Roman von Isabell Allende ist auch Ihr bester. Wenn man das Buch zur Hand genommen hat, kann man es nicht eher weglegen, bis man es zu Ende gelesen hat. Die Geschichte um das wechselvolle Leben des Patriarchen Esteban ist so fesselnd, bunt und bilderreich erzählt, dass man sie richtig nachfühlen kann. Man möchte mit den Figuren lachen und weinen und ist am Ende ganz enttäuscht, dass der Lesespaß schon vorbei sein soll. Hier gibt es nur einen guten Tipp: gleich nochmal von vorn anfangen.
Für alle die, die diesen wundervollen Roman noch nicht haben, empfiehlt es sich unbedingt, ihn zu kaufen. Er verspricht Lese vergnügen satt. Übrigens geht es nicht, wie der Titel vielleicht vermuten läßt, um Geisterbeschwörung und Gruselkabinett, sondern um die wechselvolle Geschichte Chiles.
Dieses Buch verdient die fünf Sterne voll und ganz!!!
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18 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein literarischer Klassiker der seine Lorbeeren verdient hat, 27. September 2008
Familienepen. Ich gestehe, dass ich diesem Genre, nachdem man mich in der Schulzeit über Monate mit "Buddenbrooks" von Thomas Mann gequält hat, lange Zeit sehr skeptisch gegenüberstand. Auch dem "Geisterhaus" von Isabel Allende haftet, trotz seines unzweifelhaften Rufs als literarischer Klassiker, dieses Klischee des Kitsches an. Etwas dem ich nach der Lektüre dieses großartigen Buches nicht zustimmen kann und will.

"Das Geisterhaus", Allendes bekanntestes Werk und Teil einer Trilogie, welche von "Fortunas Tocher" und "Porträt in Sepia" komplettiert wird, erzählt die Geschichte zweier Familien des chilenischen Großbürgertums von den 1930er Jahren bis zum Anfang der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts.

Im Mittelpunkt dieser Erzählung steht das Leben vierer ungewöhnlicher Frauen verschiedener Generationen, deren jeweiliges Schicksal stets mit der Karriere des Patriarchen und Großgrundbesitzers Esteban Trueba verwoben ist. Dieser heiratet, nachdem seine Verlobte früh verstorben ist, ihre hellseherisch begabte Schwester Clara. Anhand dieser zwei Personen und ihrer Nachkommen bringt uns Allende die Geschichte ihres Landes näher, wobei die Chronik der Familie zum Teil dem ihrer eigenen Biografie entspricht. Der 1973 erschossene chilenische Präsident Salvador Allende war ihr Onkel. Und wie auch Blanca, die Tochter Claras, so musste auch die Autorin aus dem von General Augusto Pinochet regierten Land fliehen. Diese Bezüge zur eigenen Biografie sind deutlich erkennbar, so dass sich Fiktion mit Realität vielerorts vermischt.

"Das Geisterhaus" liest sich, trotz vieler bewegender, trauriger Passagen und dem epischen Aufbau sehr flüssig. Dies liegt unter anderem an dem toll pointierten Humor und Sprachwitz, der selbst bei düsteren Schilderungen zum Schmunzeln verführt und dem Werk mehr als nur einen Hauch von Tragik verleiht. Trueba, der störrische, tyrannische Macho, der sein Leben lang die konservativen Werte sowohl in der Familie als auch in der Politik verteidigt, ist dabei die Reizfigur des Ganzen. Unendlich hassenswert bleibt er doch stets nachvollziehbar und fungiert damit quasi als Fernrohr in die Vergangenheit Chiles. Das Böse wird hier nicht mystifiziert, sondern bekommt ein menschliches Gesicht. Eine Tatsache, die mich besonders im letzten Drittel, als der Militärputsch Pinochets geschildert wird, ergriffen und bewegt hat. Konzentrationslager, Massenerschießungen, Folter. All dies hat es gegeben, weshalb die erzählten Liebesgeschichten der Figuren, so dramatisch ihrer Ausgänge teilweise sind, durchweg glaubhaft herüberkommen. Mehr noch. Sprachlich fantasie- und kraftvoll gelingt es Allende, die dichte Geschichte von Liebe, Blut und Vorherbestimmung fesselnd umzusetzen.

Mit diesem Roman hat sie nicht nur die weltweite Aufmerksamkeit auf die chilenische Geschichte gelenkt, sondern auch auf die Werke anderer lateinamerikanischer Autoren aufmerksam gemacht und das Genre des Familienepos mit neuem Anspruch wieder belebt hat.

Insgesamt ist "Das Geisterhaus" ein unheimlich lesenswertes, traurig-schönes Buch, das besonders im letzten Drittel den Leser zu packen weiß. Ein literarischer Klassiker, der seine erhaltenen Lorbeeren durch die Bank verdient hat.
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Fesselnde Familiensaga, 9. September 1999
Von Ein Kunde
Ich habe "Das Geiserhaus" geradezu verschlungen und mittlerweile schon mehrmals gelesen. Das Buch spielt in Chile und zwar zum Teil in der Hauptstadt Santiago, zum Teil auf dem Land. Es ist eine Familiengeschichte über vier Generationen. Obwohl das Buch recht dick ist und ziemlich viele Personen darin vorkommen, mußte ich aber nicht ein einziges Mal zurückblättern, um nachzuschauen, wer das jetzt nochmal war. Denn die Figuren sind so gut beschrieben, daß man die Personen geadezu bildhaft vor sich sieht, sich sogar ihre Stimmen, Gestik und Mimik vorstellen kann. Man meint fast, die Figuren des Buches persönlich zu kennen;deswegen vergißt man auch nicht ihre Namen oder ihre Rolle in der Geschichte. Auch die Geschichte selbst vergißt man nicht. In langweiligen Büchern hat man ja manchmal gegen Ende schon die Ereignisse vom Anfang vergessen. Aber dieses Buch ist so eindringlich, bewegend und oft auch amüsant erzählt, daß selbst viele Details im Gedächtnis bleiben. Vor dem nochmaligen Lesen wartet man also besser einige Zeit ab. Die Geschichte hat alles, was das Herz begehrt: Liebe, Haß, Schmerz, Leidenschaften, Witz. Ich würde empfehlen, das Buch möglichst vor dem Film zu lesen oder sich den Film am besten gar nocht anzuschauen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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beim Lesen dieses Buches, kam ich mir vor, als gehörte ich zur Roman-Familie und würde eine Zeitreise erleben. Isabel Allende schreibt sehr farbig, lebendig und packend. Lesen Sie weiter...
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