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Alte Meister (Sondereinband)

von Thomas Bernhard (Autor)
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Produktinformation

  • Sondereinband: 310 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp; Auflage: 12 (20. November 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518380532
  • ISBN-13: 978-3518380536
  • Größe und/oder Gewicht: 18 x 10,6 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 25.912 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Im Wiener Kunsthistorischen Museum, auf der Sitzbank gegenüber von Tintorettos Weißbärtigem Mann, bezieht jeden zweiten Vormittag - außer an den eintrittsfreien Samstagen - der Musikphilosoph Reger Stellung und vertieft sich in den Anblick des Gemäldes. Eines Tages wird die Routine unterbrochen: Reger bittet seinen Freund Atzbacher, sich ausgerechnet am Samstag mit ihm im Museum zu treffen. Doch bevor der Grund für dieses ungewöhnliche Verhalten enthüllt wird, ergeht sich Reger in herrlich schwungvollen Tiraden gegen die Wiener, gegen Kunstbeflissenheit und Titelsucht, Kapuzinergruft und Hofburg, Mehlspeisenkult und Prater. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


Autorenporträt

Thomas Bernhard, am 9. Februar 1931 in Heerlen/Niederlande geboren, starb am 12. Februar 1989 in Gmunden/Oberösterreich.

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28 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Reger, Atzbacher und Irrsigler; das Trio mit dem weißbärtigen Mann, 30. Juni 2008
Von Roland Freisitzer "freisitzer" (Vienna, Austria) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REVIEWER)    (REAL NAME)   
Diese Rezension stammt von: Alte Meister (Gebundene Ausgabe)
Der Musikphilosoph Reger, der seit 36 Jahren jeden zweiten Vormittag (ausser montags) ins Wiener Kunsthistorische Museum geht (der Nachmittag wird im Ambassador verbracht), um dort im Bordone Saal gegenüber Tintorettos Bild "Der weißbärtige Mann" über den Sinn des Lebens, die Kunst, Politik und viele andere Themen zu sinnieren. Der Platz auf der Sitzbank im Bordone Saal wird Reger seit Jahrzehnten vom treuen Saaldiener Irrsigler (der den Job nur gewählt hat, weil er, nachdem er bei der Polizei wegen physischer Schwächen ausgemustert wurde, sich zugunsten der Uniform, aus rein praktischen Gründen, entschieden hat) quasi reserviert. Der 82-jährige Reger bittet Atzbacher (ein Schriftsteller, der sich dem Veröffentlichtwerden verweigert- ein Alter Ego Thomas Bernhards) ausnahmsweise an einem darauffolgenden Tag (noch dazu ein Samstag, ein Tag an dem Horden von lauten russischen, italienischen und anderen Touristen durchs Museum geschleift werden) um 11.30 zu einem Treffen. Das Buch beginnt damit, dass Atzbacher Reger aus einem benachbarten Saal heraus beobachtet, da er sicherheitshalber zu früh gekommen ist, um dann pünktlich um 11.30 vor Reger erscheinen zu können. Den Grund für diese Inkonsequenz Regers erfahren wir erst am Schluss. Vor der Erklärung lesen wir Regers Gedanken und Schimpftiraden, bei denen u.a. die österreichische Politik, Adalbert Stifter, Anton Bruckner, Staatskünstler, Burgenländer, Haushälterinnen, Kirchendiener (ja sogar der Papst) und die Toiletten in den Wiener Kaffeehäusern schlecht aussteigen. "Alte Meister" ist wahrscheinlich auf den ersten Blick das heiterste Buch Thomas Bernhards, wobei diese Heiterkeit an der Oberfläche bleibt, wie in jeder doppelbödigen Komödie ist das Heitere eigentlich das Traurige und vize versa. Irgendwie ist dieses Buch aber auch das einzige Buch Thomas Bernhards, das so etwas wie eine Liebesgeschichte in sich birgt. Regers Liebe zu seiner verstorbenen Frau ist für mich der emotionelle Mittelpunkt in diesem als Komödie betitelten Prosawerk. Der Schluss ist überraschend und arabesk heiter.
Thomas Bernhards Prosa ist einzigartig, unvergleichlich und überhaupt nicht spröde, sie ist spritzig, geistreich und fesselnd. Um ein Meisterwerk wie "Alte Meister" wirklich genießen zu können, sollte man vielleicht doch einen ganzen Abend (inkl. Nachmittag...) Zeit haben, oder das Buch maximal auf 2-3 Tranchen aufgeteilt lesen, da es sich nur dann in seiner Schönheit entfalten kann, wenn man Thomas Bernhards Linien so folgen kann, wie er schreibt, also im Prinzip, ohne Absätze und einem Zug.
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein Höhepunkt Thomas Bernhards, 20. Juni 2000
Von Ein Kunde
Was definitiv in Bernhard-Analysen immer zu kurz kommt, ist sein absolut unbeschreiblicher Humor. Dieses Buch ist möglicherweise sein witzigstes, teilweise habe ich Tränen gelacht. Höhepunkt des Buches ist die Stelle, an der Bernhard mit absoluter Bedingungslosigkeit über Stifter und Heidegger herfällt. Das und vieles andere in diesem Buch ist einfach von einer unglaublichen Komik! Unbedingt lesen!
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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Alte Meister, 1. August 2004
Thomas Bernhard. Alte Meister. Ein typisches Spätwerk des Autors. Der typische Humor. Das typische Beschimpfen der Welt, insbesondere Österreichs und der katholischen Kirche. Doch eines ist anders als bei den übrigen Werken. Es ist ein Liebesbuch. Wiedergegeben werden in ihm die Gedanken und Wort Regers, eines 82-jährigen "Musikphilosophen". Dieser hat vor ca. einem Jahr seine Frau verloren, mit der er zuvor jahrzehntelang zusammen gelebt hatte. Als diese plötzlich starb, wurde Reger erst bewusst, dass die von ihm sehr geliebte Frau das Höchste war, das er besaß. Die Kunst, von Reger sein Leben lang als das Höchste angesehen, kann ihm die Frau nicht ersetzen. Diese und weitere Gedanken Regers werden von Bernhard auf höchst ergreifende und rührende Weise geschildert. Wie fast sämtliche Werke Bernhards kann ich Alte Meister bedenkenlos empfehlen.
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5.0 von 5 Sternen Der weißbärtige Mann
Es gibt schon umfangreiche und teils schöne Rezensionen zu diesem Werk, deshalb möchte ich mich auf einen Hinweis beschränken:
Sollten Sie die Gelegenheit gehabt haben,... Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von braunsn veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Eines von Bernhards witzigeren Büchern
Selbst als jahrelanger Verehrer Thomas Bernhards muss ich zugeben, dass viele seiner Werke schwer verdaulich sind: Zu bedingungslos und unversöhnlich drischt der begnadete... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 31. August 2007 von hartmutw

3.0 von 5 Sternen Opfer des Bernhard-Effekts
Man hat es nicht leicht als Bewunderer von Thomas Bernhard. Seine endlosen Hasstiraden gegen Österreich und alles, was mit Österreich zusammenhängt, ist wie ein Witz, bei dem man... Lesen Sie weiter...
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5.0 von 5 Sternen Immer außer Montags...
...gehe Reger ins kunsthistorische Museum in Wien, alle zwei Tage, außer Montags, seit nunmehr länger als 30 Jahren(!) um sich den Weißbärtigen Mann von Tintoretto anzusehen. Lesen Sie weiter...
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Wer dieses Buch gelesen hat, wird die These, dass (philosophischer) Tiefgang nicht mit Humor in Einklang zu bringen ist, bedingungslos vergessen.
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Thomas Bernhards umfangreicher Prosatext von 1985 ist eine Komödie, auch wenn er keineswegs als solche der traditionellen Art verstanden werden will. Lesen Sie weiter...
Am 15. August 1999 veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Alte Meister, tote Meister: unerträglich brilliant.
Es gibt nichts was nicht überflüssig, unerträglich und überhaupt widerwärtig erscheint - "...so Reger...". Lesen Sie weiter...
Am 6. August 1999 veröffentlicht

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